Unser Mögeldorf


Titelbild 2022 Februar

Mitteilungsblatt des Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e. V.


Heft 3 - Juni 2022  - 70. Jahrgang

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Titel Bild:
Spendenkasten des Turnvereins Mögeldorf für den Neubau einer Turnhalle 1892
Quelle: Stadtarchiv Nürnberg, Sammlung Hölzl, A 108 Nr. 31,
Aufnahme aus unserer Ausstellung 2020 (Kö)


Lieber Leserinnen und Leser,

wir freuen uns, dass wir wieder Kirchweih (Donnerstag, 2. bis Pfingstmontag, 6. Juni) und Schlossfest (2. Juli) feiern können. Auch der Kirchweihzug wird sich wieder wie gewohnt durch Mögeldorf schlängeln. In diesem Jahr wird er wieder mit dem Fest Rock im Park zusammenfallen.

Unser Vorsitzender

Wolfgang Köhler

Nachdem die Veranstaltungen jetzt zwei Jahre ausgefallen waren, ist die Vorfreude umso größer. Ich danke daher unserer Kirchweihorganisatorin Iris Hannwacker ganz herzlich und freue mich, dass sie wieder den Festwirt Adam sowie die Schausteller für die Mögeldorfer Kirchweih gewinnen konnte.

Auch unsere Kärwaleut sind wieder mit Feuer und Flamme dabei. Als Markenkern sind sie ein fester und unverzichtbarer lebendiger Teil unserer Mögeldorfer Kärwa. Sie prägen unser Gesicht einer freundlichen, familiengerechten Kärwa in Mögeldorf. Sie sind aber auch Mögeldorfs gute Botschafter auf den Kirchweihen in der Nachbarschaft oder beim Festzug des Nürnberger Frühlings- oder Herbstvolksfestes.

Wir dürfen unsere Kirchweih auch feiern, wenn in Europa wieder Krieg herrscht. Es ist unfassbar, dass nach den Geschehnissen der 1. Jahrhunderthälfte des 20. Jahrhunderts im 21. Jahrhundert erneut Weltenbrände entfacht werden.

Trotzdem ist es wichtig, dass wir in Mögeldorf miteinander auf unserer Mögeldorfer Kirchweih wieder zusammen feiern und uns nicht nur in einer Videositzung begegnen, sondern ganz persönlich.

Ich lade Sie herzlich ein, an unseren Festen teilzunehmen.

Ihr Wolfgang Köhler


Jahreshauptversammlung
des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf e.V.

am 5. April 2022

Der Vorsitzende des Vereins, Herr Köhler, begrüßte die anwesenden Bürgerinnen und Bürger. Die Versammlung hatte mit einem Vortrag unter dem Thema „Der Zustand des Waldes am Mögeldorfer Schmausenbuck“ einen ökologischen Schwerpunkt.

Zu diesem Anlass hielt Herr Forstdirektor Johannes Wurm einen interessanten Vortrag (mit Hilfe einer Powerpointpräsentation, die informative Statistiken und Auswertungen aufzeigte), in dem er im Wesentlichen auf die Folgen des Klimawandels einging.

Zu Beginn wies Herr Wurm darauf hin, dass im Jahre 2005 eine Forstreform durchgeführt wurde – zum sog. „Einheitsforst“. So gibt es 41 Forstgebiete und 370 Reviere. 6,1 Mio. Fm (Festmeter) pro Jahr (p. A.) sind als Holzzuwachs festzustellen, der Hiebsatz steht mit 4,87 Mio. Fm p. A.

Für Nürnberg bedeutet das

eine Fläche von 24.200 ha Fläche
mit 11 Revieren
56 Beschäftigten
680 km Forststraßennetz
eine Holzbodenfläche von 22.500 ha
und einen Umsatz von 10 Mio. Euro.

Im Folgenden kam der Forstdirektor auf die Folgen des Klimawandels zu sprechen.

Powerpoint Folie - Bild anklicken  ì


Eine Statistik zeigte die Jahresmitteltemperatur von 1881 bis 2021, aus der man sehr genau einen Klimawandel herauslesen kann.

  • Auch eine Übersicht über die Temperaturveränderung im Zeitraum von 1971 bis 2000 wies auf, dass die Abweichungen über die 1,5 Grad hinausgehen, die von Politikern immer als Ziel angegeben werden.
  • Der verfügbare Wasservorrat im Boden ist auch besorgniserregend. So ist z. B. in der Waldklimastation (WKS) Altdorf im Jahre 2018 festzustellen, dass die Monatssumme des Niederschlags in den verschiedenen Monaten meist unter dem langfristigen Mittelwert lag. Das Jahr 2021, das kühl und verregnet war, brachte eine gewisse Verschnaufpause für den Wald. Dies zeigte sich nicht nur in dem weniger stattfindenden Absterben der Bäume, sondern auch in den Erfolgen beim Anwachsen von nachgepflanzten Jungbäumen. Das war insofern sehr bedeutsam und wichtig, weil die Jahre 2018 und 2019 zu einer massiven Vertrocknung geführt hatten.
  • Einen weiteren wichtigen Punkt stellt die Grundwasserversorgung dar. Der Grundwasserstand ist enorm niedrig, so dass nach Aussagen von Herrn Wurm es immens viel Regen bräuchte und das über Jahre hinaus.
  • Der sog. „Dürremonitor“ – aktuell vom 3. April 2022 – zeigt Gebiete mit einer außerordentlichen Dürre auf,
    d. h. die Tiefe der Bodenschichten ist nicht mehr mit Wasser versorgt. Auf einer Ansicht vom 1. Dezember 2018 zeigt sich, dass ganz Deutschland von einer außergewöhnlichen Dürre betroffen war.
  • Diese Feststellung untermauert der Forstfachmann mit Bildern, die viele kaputte Bäume und deren Schädlinge zeigen. Den Grund sieht er in einer Hitze-periode über 40 Grad, mangelndem Wasser und Schädlingen wie dem Kiefernprachtkäfer, dem Kieferborkenkäfer und dem Kiefernstangenrüssler. Für die Anwesenden war sicherlich ein Bild aus dem Harz (Gebiet des Brocken) besonders erschreckend, da dort abgestorbene Wälder, soweit das Auge reichte, zu sehen waren, die nicht so schnell durch Wiederaufforstung verschwinden werden. Ein Blick in die Vergangenheit zeigt für den Nürnberger Reichswald im Jahre 1895 ein ähnlich verheerendes Bild wegen Schädlingsbefalls.
  • Es gibt einen natürlichen Klimawandel, der durch Eiszeiten herbeigeführt wird. Dieser Aspekt – und die Umweltschäden – führen zu Überlegungen und Prognosen, wie die Zukunft des Waldes bis in das Jahr 2100 aussehen könnte. So gibt es Szenarien, die von einem Grad bis zu vier Grad Erderwärmung pro Jahr ausgehen – im schlimmsten Falle gäbe es dann keine heimische Waldwirtschaft mehr.

Die Aufgabe des Forstes für die Zukunft muss also sein, rechtzeitig Bäume einzubringen, die dem Klimawandel standhalten.

Im Klimaatlas des Forstbetriebes Nürnberg kann man folgende Daten erkennen:

Kiefern und Fichten wird es dann wohl nicht mehr geben – sie werden durch Schwarzpappeln, Pflaumeneiche, Spitzahorn, Edelkastanie, Stiel- und Steineiche ersetzt werden. Das sind Pflanzen, die heute noch mehr in südlichen Regionen beheimatet sind.

Als Fazit schloss der Forstdirektor seinen Vortrag mit dem Satz: „Wir sind ganz gut aufgestellt.
D. h. die Forstbetriebe reagieren heute schon auf den Klimawandel und versuchen dem Waldverlust entgegenzuwirken. Der Fachmann sieht aber auch sehr große Herausforderungen auf die Forstbetriebe zukommen (siehe Bild).

Anschließend stellte sich der Forstfachmann den Fragen aus dem Zuhörerkreis. Auf die Frage, warum im Wald so viel Brachholz herumliege, antwortete er, dass dies u. a. auch ökologische Gründe – natürliche Nährstoffbasis für den Aufwuchs – hätte, zum Nutzen der Bäume und deren Wachstum.

Als weitere Anregung aus dem Publikum kam der Vorschlag, in einem weiteren Vortrag auf die Folgen des Klimawandels im Mögeldorfer Wald den Zustand der Tierwelt darzustellen. Hier kam auch die Frage nach dem Bestand der Wildschweine auf, da diese auch in den Gärten an den Wald angrenzender Häuser Schaden anrichten, die Landwirtschaft schädigen und ein Risiko für die Verbreitung der afrikanischen Schweinepest darstellen.

Der Forstdirektor konnte berichten, dass die Population zurückgehe. Die am 31. März abgeschlossene Jagdsaison hätte 810 erlegte Wildschweine bemessen auf 20.000 ha Fläche gebracht. Dies sei der zweithöchste bisher erreichte Wert gewesen.

Der Vereinsvorsitzende Herr Köhler bedankte sich herzlich mit einem kleinen Weingruß bei dem Referenten.

Anschließend eröffnete er die diesjährige Jahreshauptversammlung.

Im Tagesordnungspunkt 2 musste er darstellen, dass alle geplanten Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr, das wiederum stark von Corona geprägt war, ausfallen mussten.

Der Ausblick für dieses Jahr sieht eine Abhaltung

  • der Kirchweih (2. bis 6. Juni)
  • des Schlossfestes (erster Samstag im Juli) sowie
  • die Jahresfahrt zur Landesaustellung nach Ansbach (1. Oktober) vor.

Die Renovierung des Mögeldorfer Plärrers ist von der Stadt im Zusammenhang mit dem 1000-jährigen Vereinsjubiläum geplant.

Das Thema Ausbau der Ostendstraße wurde in den Vereinsnachrichten hinlänglich dargestellt. So wurde ein vierspuriger Ausbau von der Regierung von Mittel-franken abgelehnt. Eine daraufhin durchgeführte Neuplanung führte zu einer Einspurigkeit auf bestimmten Straßen-Abschnitten. Die Umsetzung der Baumaßnahme wird wohl in den Jahren 2024/25 stattfinden.

Der Ausbau einer Mountainbike-Strecke am Schmausenbuck ist genehmigt und wird umgesetzt. Eine gewisse Entlastung des Waldes durch den Ordnungsversuch wird erwartet.

Mögeldorf an. Diese sei natürlich nicht nur hier festzustellen, sondern im ganzen Stadtgebiet (u.a. Reichelsdorfer Keller, Wetzendorf). Zu diesem Aspekt der Stadtpolitik wird es am 26. April eine große Gesprächsrunde von Vertretern der Bürgervereine mit dem Nürnberger Oberbürgermeister kommen.

Tagesordnungspunkt 3 brachte den Bericht des Schatzmeisters, Herrn Körner. Durch die ausgefallenen Aktionen des Vereins, bedingt durch Corona (Kirchweih, Schlossfest, Weihnachtsfeier) gab es geringere Ausgaben, während die Einnahmen, bedingt durch die Anzeigenschaltungen im Mitteilungsblatt erhalten blieben.

Herr Möller, Kassenprüfer, bestätigte die Angaben des Schatzmeisters als korrekt und beantragte die Entlastung des Vorstandes, die einstimmig erfolgte (Tagesordnungspunkt 4).So endete diese Jahreshauptversammlung.

So endete diese Jahreshauptversammlung.

Dr. Ute Köhler
Bilder Quelle: Folie Herr Forstdirektor Johannes Wurm


Lärmbelästigung westlich der Ringbahn durch die Abstellgleisanlage der Deutschen Bahn bei der Marthastraße

Zunehmend seit 2021 erleben die Anwohner eine massive Lärmbelästigung durch dauerhafte Reinigungs- und Wartungsarbeiten oder sonstiges Laufenlassen der Generatoren/Kompressoren der dort abgestellten Züge. Besonders laut sind die Loks der Baureihen 147 und 101. In einem Schreiben von Anwohnern der Gleißhammerstraße heißt es: „Diese Arbeiten werden seit Sommer 2021 bis heute oftmals 24 Stunden durchgehend ausgeführt. Für uns Anwohner ist das gesundheitsgefährdend! Man kann tagsüber ohne massive Beeinträchtigung nicht mehr im Garten sitzen. Schlafen mit geöffnetem Fenster ist unmöglich geworden. Außerdem betätigen die abgestellten Züge vor dem Start jeweils das extrem laute Warnsignal (Signalhorn) insbesondere in den Zeiten von ca. 1.00–6.30 Uhr, was bis vor ein paar Jahren noch nicht der Fall war. Vorher dienten diese Gleise nur als Abstellfläche – ohne große dauerhafte Lärmbelästigung. Die jeweils abgestellten Züge, ob DM-Regio, ICE, S-Bahn etc. (24 h = 3–8 Züge) laufen/dröhnen bis zu 8 oder mehr Stunden durchgehend.“

Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. tritt für eine nachhaltige Emissionsreduktion von Lärm und Energie der Abstellanlage ein.

Köhler

Mögeldorfer Plärrer

In der Bürgervereinsrunde des Oberbürgermeisters am 2.2.2022 wurde durch die Stadt Nürnberg folgende Aussage getroffen: „Im Bereich Mögeldorfer Plärrer ist eine Ab-wicklung von Mehrverkehr nicht möglich. Insbesondere wegen der dort verkehrenden Buslinien ist die Verwaltung bestrebt, den Ablauf im Auge zu behalten und bei Bedarf Modifikationen an den Lichtsignalanlagen zu prüfen.“

Quelle: Mitteilungen des Bürgervereins Jobst-Erlenstegen e.V. Heft 1 2022
Bild Quelle:
www.moegeldorf.de Oktober 2018


Firma Kromwell am Thumenberger Weg 26 muss weichen

Bis Ende der 1960iger Jahre betrieb die Fa. Kromwell auf dem Gelände des heutigen Marktkaufs an der Laufamholzstraße eine Lederwarenfabrik mit Gerberei. Danach hatte sie ihre Betriebsanlagen am Thumenberger Weg 26. Das Gewerbegebiet muss nun einem Wohnkomplex weichen.

Firma Kromwell am Thumenberger Weg 26 muss weichen

Im Heft 1/2022 des Bürgervereins Jobst Erlenstegen heißt es dazu auf S. 9:

„Die neue Eigentümerin, eine Entwicklungsgesellschaft, ist [der Stadt Nürnberg] bekannt. Erste Planungskonzepte wurden entwickelt und dem Stadtplanungsamt vorgestellt. Ein Bauantrag oder eine Bauvoranfrage wurde mit Stand 31.12.2021 nicht gestellt. Dem Invest wurde vor dem Hintergrund der Bedeutsamkeit des Grundstücks bereits nachdrücklich empfohlen, den Kontakt zum Bürgerverein aufzunehmen. Der Bebauungsplan Nr. 4224 ist seit April 1985 in Kraft; wesentliche Festsetzungen beziehen sich auf die Schaffung von Wohnraum und einer Erschließungsanlage sowie Aussagen zum Freiraumschutz im Pegnitztal. Insbesondere setzt sich die Verwaltung dafür ein, dass Elemente des Baulandbeschlusses sowie des Mobiltätsbaukastens trotz des bestehenden Baurechts vom Investor umgesetzt werden. So sollen öffentlich geförderte Maßnahmen zum Thema Klimaschutz, Klimaanpassung und Elemente einer „Kaltluftschneise“, ebenso Dach- und Fassadenbegrünungen in die Umsetzung kommen. In der Begründung zum Bebauungsplan wurde seinerzeit hochgerechnet, dass im Umgriff des Bebauungsplans 193 Wohneinheiten für ca. 425 Einwohner geschaffen werden könnten; dies bezieht jedoch die Grundstücke Thumenberger Weg 30–40 ein. Aktuelle Hochrechnungen aus Erfahrungswerten in Nürnberg lassen erwarten, dass auf den Flächen des ehemaligen Kromwellareals rund 160–175 Wohneinheiten entsprechend der Festsetzungen des Bebauungsplans entstehen könnten. Die Stadt Nürnberg ist sehr darum bemüht, dem dringenden Wohnungsbedarf durch Maßnahmen der Innenentwicklung und dabei insbesondere im Rahmen der Umformung bestehender baulich genutzter Flächen entgegenzuwirken. An einem Standort mit hervorragender Anbindung zu öffentlichen Grünflächen und neu entstehender sozialer Infrastruktureinrichtungen im Umfeld des ehemaligen Branntweinareals erscheint dies zudem verträglich. Daher wird im Zuge der weiteren Planungen an geeigneten Stellen geprüft werden, inwieweit von einzelnen Festsetzungen hinsichtlich der Gebäudehöhe moderat abgewichen werden könnte. Insbesondere hinsichtlich der Entwicklung des städtischen Grundstücks wurden die städtischen Bedarfe abgefragt. Es ist jedoch bislang noch nicht entschieden, welcher Nutzung bzw. welchen Nutzungen das im Bebauungsplan als Baugrundstück festgesetzte Grundstück zukünftig zugeführt wird.“

Kaltluftschneise:
Eine Kaltluftschneise ist ein Gebiet, das in der Lage ist, kühle Luftmassen aus diesen Freiflächen in die angrenzenden Wohngebiete zu transportieren. Damit das funktioniert, dürfen die Kaltluftschneisen auf einer Breite von mindestens 50 Meter nur gering oder am besten gar nicht bebaut sein
Wenn Emittenten in sogenannte Kaltluftschneisen gebaut werden (Verkehrs- und Industrieanlagen), wird die nun langsamer zufließende Kaltluft mit Schadstoffen angereichert. Die erhöhte Partikelkonzentration in der städtischen Luft dämpft ihrerseits nochmals die Abstrahlung von Wärme.

Firma Kromwell am Thumenberger Weg 26 muss weichen

Firma Kromwell am Thumenberger Weg 26 muss weichen

Firma Kromwell am Thumenberger Weg 26 muss weichen

Bild Quelle: Kö.


Mountainbikeanlage am Schmausenbuck

Infrastruktur für den Bikesport: Zabo-Trails und Bikepark
Gemeinsamer Antrag der Fraktionen von SPD und CSU vom 29.01.2020

Die BMX/Mountainbike-Szene stellt eine der größten freien Trendsportszenen in Nürnberg dar. Diese zeichnet sich durch eine Organisationsform aus, die zwar nicht mit der klassischen Organisation eines Sportvereins vergleichbar ist, aber trotzdem gewisse Strukturen und untereinander auch eine gute Vernetzung vorweist. Aus diesem Netzwerk heraus wurden Bedarfe zur spezifischen Infrastruktur formuliert. Die aktuellen Entwicklungen sollen im Folgenden dargestellt werden:

Erhalt der Zabo-Trails

BMX und Dirtbike wird im Raum Nürnberg vor allem im Reichswald an den sogenannten Zabo-Trails ausgeübt. Diese wurden größtenteils in Eigenregie durch die Szene erstellt. Bislang gibt es vor Ort guten direkten Kontakt und Gespräche mit den Akteuren. Die Anlage (inkl. Umgriff) ist in der Vergangenheit immer sehr ordentlich gehalten worden und hat sich in der Flächenausdehnung über die Jahre nicht nennenswert vergrößert. Konflikte mit der erholungssuchenden Bevölkerung sind den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) nicht bekannt.

Wie berichtet, bestehen intensive Bemühungen der aktiven Bikerszene, des Post Sportvereins Nürnberg e.V., BaySF sowie der Stadtverwaltung, um die Voraussetzungen für den Erhalt der Zabo-Trails zu schaffen und diese in eine Vereinsstruktur zu überführen.

Der Post SV ist bei akzeptablen Rahmenbedingungen bereit, in diesem Fall auf Basis eines privatrechtlichen Nutzungsvertrags mit BaySF die Betreiberfunktion zu übernehmen. Die Anlage soll dabei instandgesetzt und TÜV-zertifiziert werden. Dabei geht es um einen Erhalt des Status quo ohne Erweiterung. Auch Fragen der Verkehrssicherung und Haftung können somit gelöst werden. Der Zugang zu den Strecken kann durch ein Sperren bzw. Öffnen der Startrampen geregelt werden. Die bestehende Szene würde sich dabei dem Verein anschließen. Dabei ist also nicht von einer elementaren Änderung der Nutzerstruktur auszugehen. In diesem Zusammenhang wird der Post SV von der Durchführung von Veranstaltungen absehen und sich darüber hinaus im Bereich Umweltbildung engagieren sowie seine Mitarbeitenden und Mitglieder im Sinne des Naturschutzes unterweisen und aufklären.

Der mit dem Amt für Ernährung Landwirtschaft und Forsten, der Unteren Naturschutzbehörde sowie den betroffenen städtischen Dienststellen abgestimmte Nutzungsvertrag stellt sicher, dass die ökologische Funktion der Fläche erhalten bleibt und es sich bei der Sportnutzung nur um eine Zwischennutzung handelt. Die Fläche bleibt somit ausgewiesener Bannwald. Baumfällungen sind ausgeschlossen und es besteht eine Rückbauverpflichtung zur vollständigen Wiedererfüllung der wald- und naturschutzrechtlichen Verpflichtungen im Anschluss an die Sportnutzung. Darüber hinaus ist die vorherrschende Ausstattung zu dokumentieren und sicherzustellen, dass keine Selbstausdehnung der Anlage stattfindet.

Nach der finalen Unterzeichnung des Nutzungsvertrags im Februar sollen die erforderlichen Instandsetzungsmaßnahmen definiert werden. Auf dieser Grundlage plant der Verein eine Informationsveranstaltung an den Zabo-Trails. Sobald es die Wetterlage zulässt, sollen anschließend im Frühjahr die Sanierungsarbeiten durchgeführt werden. Parallel plant der Post SV die Gründung einer Radsportabteilung und somit die Überführung der Sportart Dirtbike in den organisierten Sport.

Planungsstand Bikepark Schmausenbuck

Nachdem die Zabo-Trails aufgrund des anspruchsvollen Streckenprofils weder für eine breitensportliche noch, mit Ausnahme des Pumptracks, für eine schulische Nutzung geeignet sind, hat der Stadtrat die Errichtung eines Bikeparks am Schmausenbuck beschlossen und Haushaltsmittel eingesetzt. Dieser soll Sportlerinnen und Sportlern aus allen Alters- und Leistungsklassen die Möglichkeit bieten, den Bikesport auf einer öffentlich zugänglichen und verkehrssicheren Anlage zu betreiben.

Die Sportkommission hat am 17. Juli 2020 die Planungen zur Erstellung eines Bikeparks am Schmausenbuck befürwortet und der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatungen entschieden, sich in gleicher Höhe wie die Bayerischen Staatsforsten (BaySF) bis maximal 200.000 Euro (brutto) an den Investitionskosten zu beteiligen.

Zur Ausgestaltung des Gesamtkonzepts des Bikeparks wurde am 30. September 2021 ein Planungsworkshop abgehalten. Alle Beteiligten des Workshops konnten zügig einen gemeinsamen Nenner für die Streckenplanung finden. Dabei wurde sich darauf geeinigt, dass folgende Streckentypen benötigt werden: Flowtrail, Jumpline, XC-Strecke, Pumptrack, Uphilltrail, Übungsparcour und ein Trick-Sprung. Da parallel auch ein Trailnetz für die umliegenden Waldbereiche ausgearbeitet wird, soll davon abgesehen werden, Enduro und All Mountain Trails in den Bikepark zu integrieren. Die Vertretungen der verschiedenen Interessensgruppen, die nicht am Workshop teilgenommen haben, wurden im Nachgang informiert.

Die Ergebnisse des Planungsworkshops wurden in den aktuellen Streckenplanungen berücksichtigt. Ein Entwurf dieser ist in der Abbildung rechts dargestellt (Firma DirtWays). Am 10. März 2022 wird die Planungsfirma den Beteiligten des Workshops das Projekt bei einem Ortstermin vorstellen.

Nach der detaillierten Streckenplanung stellte sich heraus, dass das Thema Naturschutz genauer betrachtet werden musste. Daraufhin wurde ein Termin mit der Unteren Naturschutzbehörde und dem Forst vor Ort vereinbart. Um dem Naturschutz gerecht zu werden, musste eine Lösung für das in der Bauzone befindliche Heidekraut gefunden werden. Es wurde sich darauf geeinigt, eine gut geeignete Ausweichfläche oberhalb der Anlage durch eine natürliche Barriere zu schützen, um dem Heidekraut dort eine „Ausgleichsfläche“ zu bieten.

Die Ausschreibung der Bauleistungen soll bis Mitte Februar 2022, die Vergabe bis Mitte März 2022 erfolgen. Sobald das ausführende Unternehmen einen Detailplan mit exakten Angaben zu den Abmessungen der Hindernisse erarbeitet hat, kann der Bauantrag gestellt werden. Die Ausführung der Arbeiten ist für das Frühjahr 2022 geplant. Für den Betrieb des Bikeparks, der durch die Stadt Nürnberg zu leisten ist, stehen Mittel in Höhe von 60 000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Eine stadtinterne Verortung der Aufgaben des laufenden Unterhalts und der Verkehrssicherung ist auf dem Weg.

Die Investitionskosten belaufen sich auf 200.000 Euro. Die laufenden Kosten pro Jahr auf 60.000 Euro.

Erklärungen:
Gelbe Quadrate: = Strommasten
Grüne Linie = XC Bergab
Pinke Linie = XC Bergauf
Gelbe Rahmen = Kreuzungen
Blaue Linie = Flowtrail
Rote Linie = Jumpline

Mountainbikeanlage am Schmausenbuck

Mountainbikeanlage am Schmausenbuck

Mountainbikeanlage am Schmausenbuck


Projekt Seetor

Stand: 2.4.2022

Projekt Seetor Stand: 2.4.2022

Projekt Seetor Stand: 2.4.2022

Projekt Seetor Stand: 2.4.2022

Bilder: Kö.


Heinemannbrücke

Heinemannbrücke

Die westliche Fahrbahnhälfte der Gustav-Heinemann-Brücke ist saniert
Bild: Koe.


Neubau Thumenberger Weg

Neubau Thumenberger Weg

Neubau Thumenberger Weg

Bilder: Kö.



Typisch Franken? Jahresfahrt nach Ansbach

Typisch Franken?  Jahresfahrt nach Ansbach

Typisch Franken?  Jahresfahrt nach Ansbach

Die diesjährige Jahresausstellung des Hauses der Bayerischen Geschichte befasst sich mit Franken. Was ist eigentlich „Typisch Franken?“. Es geht hier um Eigenheiten und Traditionen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten, Befindlichkeiten und Verklärungen. Es gilt, die geschichtliche und regionale Vielfalt zu entdecken. Woher kommt diese Vielfalt in Franken und wie sieht sie aus? Die Ausstellung widmet sich dem Charakter Frankens mit Detailverliebtheit, Präzision und auch Humor. Spannende und manchmal kuriose Exponate aus verschiedenen Jahrhunderten beleuchten was „typisch“ für Franken ist oder sein könnte.

Bei der Zeitreise durch Franken entdecken wir den historischen Reichtum, der viel mit den unterschiedlichen Herrschaftsformen zu tun hat. Wir kommen an Reichsstädten und Reichsritterschaften vorbei, treffen auf geistliche Fürststifte, Klöster und Adelsherrschaften, lernen wilde Markgrafen, mächtige Bischöfe, standhafte Bürgerinnen und jüdisches Leben kennen. Neun fränkische Regionen wurden dafür ausgewählt.

Der Veranstaltungsort, die Orangerie in Ansbach, ist ein beeindruckendes Gebäude aus der Barockzeit. Es schließt sich der prächtige Hofgarten an, dessen Bepflanzung sich an barocken Musterbüchern orientiert. Der Nebenstandort, die Kirche St. Gumbertus liegt im Herzen der Altstadt von Ansbach und ist in die Ausstellung einbezogen. Baustile vom 11. bis zum 18. Jahrhundert sind hier vereint. Bemerkenswert sind der Schwanenordensaltar aus dem 15. Jahrhundert und die mächtige Orgel.

Ansbach, mit seinen 40 000 Einwohnern, ist die viertgrößte Stadt Mittelfrankens, ist Sitz der Regierung und der Bezirksverwaltung Mittelfrankens sowie des Landratsamtes.

Bei unserer Stadtführung werden wir entlang der Markgräflichen Residenz in die Innenstadt schlendern und uns von den Sehenswürdigkeiten der Altstadt verzaubern lassen. Dabei werden wir Einblicke in die Geschichte der Stadt erhalten. In der ehemaligen Hofkirche St. Gumbertus werden wir einen exklusiven Blick in die Schwanenritterkapelle und auf die Markgrafengruft werfen. Wir werden Ansbachs versteckte Schätze, z.B. die Synagoge und idyllische Innenhöfe entdecken.

Nach der offiziellen Führung kann jeder selbstständig den Spuren der Hohenzollern, der Reformation oder des jüdischen Lebens folgen, das Markgrafenmuseum besuchen oder sich mit dem geheimnisumwitterten Findelkind Kaspar Hauser beschäftigen.

Außerdem laden in der Altstadt viele gemütliche Cafés zum Verweilen ein, auch in der Orangerie befindet sich ein gemütliches Restaurant-Café. Vom 30. September bis 3. Oktober findet zudem der „Fränkische Genussmarkt“ mit Gutem aus der Region statt. Für das leibliche Wohl ist also bestens gesorgt.


Fotos. www.ansbach.de

Episoden aus Mögeldorfs Geschichte

19. Folge: Wohnungsnot und wilde Siedlungen, 1930–1933

Horst-Dieter Beyerstedt


Schon seit dem stürmischen Stadtwachstum der Industrialisierung, verstärkt seit dem Ersten Weltkrieg herrschte in Nürnberg wie in anderen Städten eine drückende Wohnungsnot. Ihren Höhepunkt erreichte sie durch die Massenarbeitslosigkeit während der Weltwirtschaftskrise. Angesichts der katastrophalen Lage griffen immer mehr Wohnungslose zur Selbsthilfe. Zuerst vereinzelt, später in ganzen Gruppen errichteten sie „wilde Siedlungen“ aus Baracken, die innerhalb weniger Stunden teils von ihren Bewohnern in Eigenleistung, teils von Unternehmern errichtet wurden. Die Grundstücke hatten die Siedler von deren Eigentümern teils mit, teils ohne reguläre Verträge auf meistens fünf Jahre gepachtet. Für die Eigentümer lohnte sich das Geschäft, konnten sie doch so das Zehnfache von dem bekommen, was ihnen ihre Wiesen sonst gebracht hätten. Seit 1920, verstärkt seit 1927 und in breitem Umfang seit 1930 entstanden so bis Ende 1931 im Stadtgebiet rund 270 Wohnbaracken. In Mögeldorf entstanden bis zum 4. Mai 1931 die Kolonien „Schönsteiner“ (15 Bretterbaracken am 31.3.1931, bis 15.6. auf 21 angewachsen), „Lausiger Ärmel“ (11 Baracken) und „Stippler“ (im Entstehen begriffen, bisher 2 Baracken) zwischen Bahnlinie und Gleißhammerstraße, eine weitere Siedlung südlich davon „im Wiesengrund“ (16 Baracken), eine bei Rehhof und zwei weitere im benachbarten Zerzabelshof.

Die bessergestellte Nachbarschaft war alles andere als erfreut über die neuen Nachbarn. Am 17. November 1930 richteten die gutbürgerlichen Vorstadtvereine Gleißhammer-St. Peter, Mögeldorf und Zerzabelshof einen gemeinsamen Beschwerdebrief an die Stadt: „Am Fuße des Schmausenbuck, in der Nähe von Mögeldorf, Zerzabelshof und des 1. F.C.N. sind in den letzten Jahren eine Reihe von Villen und Einfamilienhäuser sowie größere Siedlungen entstanden, in die sich diese Freilandsiedlungen mischen und das Landschaftsbild auf das miserabelste verschandeln. Die genannten Wohnhütten, die meistens von Arbeitslosen, Kinderreichen und neu nach Nürnberg Zugezogenen errichtet werden, bilden nicht nur für die in Frage kommenden Vororte, sondern bei weiterer Ausdehnung für die ganze Stadt eine große Gefahr, da dieselben sehr häufig auch als Unterschlupf für lichtscheue Personen und solche, die kriminell verfolgt werden, dienen.“ Deshalb forderten die drei Vereine die Stadtverwaltung auf, die Siedlungen zu entfernen.

Die Stadt gab zu, dass der Antrag begründet war, eine Räumung war aber unmöglich, da es Angesichts der Wohnungsnot keinen Ersatzwohnraum gab. Außerdem sah sie die wilden Siedlungen und ihre Bewohner in einem völlig anderen Licht, wie der Referent für Baupolizei Stadtrat Rollwagen am 17. März 1931 in einer Stellungnahme für den Verwaltungs- und Polizeisenat ausführte: „Das Entstehen der wilden Freilandsiedlungen ist nicht etwa auf Böswilligkeit und beabsichtigtes Zuwiderhandeln gegen polizeiliche Vorschriften zurückzuführen, es muss vielmehr aus der bestehenden Wohnungs- und Wirtschaftsnot erklärt werden. … Die Auffassung, als ob es sich bei den wilden Siedlern überwiegend um asoziale Elemente handle, wird durch die Eindrücke, die bei wiederholten Besichtigungen der Siedlungen und bei persönlichen Verhandlungen mit den Siedlungen gewonnen wurden, vollkommen widerlegt. Es kann im Gegenteil festgestellt werden, dass es sich nur zum geringsten Teil um asoziale Menschen, zum weitaus größeren Teil aber um sozial wertvolle Menschen handelt, die aus eigener Kraft, ohne sich auf öffentliche Hilfe zu verlassen, daran gegangen sind, ihr Leben, was Wohnung anbelangt, auch unter erschwerten Umständen selbst zu gestalten.“ Diese positive Einschätzung stand allerdings in krassem Gegensatz zum Lagebericht einer Fürsorgerin des Wohlfahrtsamtes, den diese gerade einen Tag zuvor geschrieben hatte. Danach gab es im Bereich Gleißhammerstraße/Zerzabelshof derzeit etwa 70 Bretterhütten in vier Kolonien und einige Einzelhütten; in der Nähe seien bereits weitere Grundstücke für Wohnzwecke verpachtet worden, in einem Fall sogar mit einem Reklameschild. Von den Siedlern hatte sie keine gute Meinung: „Einige – leider vereinzelte – dieser Familien haben sich noch einwandfrei anständig gehalten… Für die meisten der jetzt durchweg arbeitslosen Männer … ist durch das gemeinsame Stempeln gehen u.s.w. eine solche Zurückhaltung sehr schwer. Sichtlich gewinnen die übleren Elemente die Oberhand und wir können beobachten, wie eine junge Familie nach der anderen in üblen Verkehr, Schlägereien usw. hereingerät.“

Bei allem Verständnis konnte die Stadt die unhaltbaren Wohnverhältnisse nicht ignorieren; so lebten in einer Baracke in der Wiesengrundkolonie, die aus einer Küche und einem Raum mit drei Betten bestand, der Inhaber, seine Frau, ihre zwei Kinder und als Untermieter ein weiteres Ehepaar mit einem Kind. Auf einer Versammlung der Siedler am 20. Dezember 1931 im Beisein Rollwagens suchten diese daher den Vorwurf der hygienisch unhaltbaren Zustände zu widerlegen. In diesem Bemühen malte der Sprecher der Siedler ein geradezu idyllisches Bild vom Leben in den Behelfsbaracken. Nach einer düsteren Schilderung der Verhältnisse in den Hinterhöfen der Nürnberger Altstadt fuhr er fort: „Uns Freilandsiedlern scheint vom frühen Morgen bis zum späten Abend die Sonne in die Wohnung, sogar bis ins Bett. Wir geniesen (!) reine herrliche Luft, weder durch Auto, Grubenentleerungs-Maschinen etc. verpestet. Wir wandeln im Frühling, Sommer und Herbst in herrlichen Gärten, trotz unserer kärglichen Unterstützung gedeihen unsere Kinder vorzüglich und die Gesichter der Freiland-Siedler werden sich wohl unterscheiden von den verblassten Leichengesichtern der Bewohner der alten Schwindsuchts- und Bazillenlöcher der Altstadt.“ Dort gebe es auch mehr Kriminalität. Wenn dagegen ein Siedler einen Baum aus dem Wald geholt habe, sei das nur ein Bruchteil von dem, was „man“ ihm durch die Inflation gestohlen habe.

In den Vorstadtvereinen wuchs indessen der Unmut über die Untätigkeit der Stadt, und am 12. August 1931 reichten sie eine Beschwerde bei der Kreisregierung ein. Am 30. November wies diese den Stadtrat an, künftig keine neuen „wilden Siedlungen“ mehr zuzulassen und die bestehenden Haus für Haus zu überprüfen und unhaltbare Bauten zu entfernen. Angesichts dieser Bedrohung gründeten die Siedler am 20. Dezember 1931 einen „Schutzverband der Freilandsiedler“. Schon am 23. Dezember 1931 kam der Stadtrat ihnen entgegen und gab eine große Zahl von Privatgrundstücken, die laut Generalbebauungsplan ohnehin für eine Wohnbebauung vorgesehen waren, für die Errichtung von Primitivbauten als Kleinwohnungen frei unter der Voraussetzung, dass genau festgelegte Mindeststandards eingehalten wurden. Diese beruhten teilweise auf den kurz zuvor erlassenen „Richtlinien zur vorstädtischen Kleinsiedlung“ des Reichskommissars für die vorstädtische Kleinsiedlung – das Problem hatte deutschlandweit einen solchen Umfang angenommen, dass sich die Reichsregierung darum kümmern musste.

Trotz aller Verbesserungen für die Siedler – es gab jetzt Zuschüsse und den Anspruch auf spätere Umwandlung der Pacht in Eigentum – waren die Bedingungen doch hart: Die bisherige spontane Selbstverwaltung wurde durch öffentliche Maßnahmen ersetzt. Um die geforderten Standards für Hygiene, Qualität und Grundstücksgröße (zur Senkung der Fürsorgekosten durch eigenen Gemüseanbau) zu erfüllen, mussten zahlreiche Baracken beseitigt werden. Die Auswahl der Siedler stand jetzt dem Träger der Maßnahmen zu.

Die Forderung stieß auf heftigen Widerstand nicht nur der Siedler, sondern auch der Grundeigentümer, die um ihre Rendite bangten. So beschimpfte einer der Verpächter „im Verein mit anderen zweifelhaften Elementen“ die Baupolizeibeamten gröblichst und gab der Hoffnung Ausdruck, „dass bald sowjetrussische Verhältnisse in Deutschland Platz greifen mögen“ – es war allerdings keine schnöde Geldgier, weshalb er die Bestimmungen missachten wollte, sondern er selbst war arbeitsloser Invalide (beide Füße amputiert) mit elf Kindern, davon sechs arbeitslos, und auf jeden Pfennig angewiesen. „Es ist leichter, eine Herde Schafe zusammenzuhalten, als solche politisch verhetzte Menschen“ fasste eine Aktennotiz die Lage zusammen.

Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurde die Organisation des Siedlungswesens gestrafft. An die Stelle der chaotisch auf zufällige Pachtgrundstücke verteilten Behelfsbaracken traten standardisierte Einfachholzhäuser, noch immer mit viel Eigenleistung errichtet, auf großflächig bereitgestellten und planmäßig durch Straßen erschlossenen Baugebieten. Die Zahl der Siedlerstellen zwischen Gleißhammerstraße und Bahnlinie stieg rasant: von 45 im Jahre 1933 über 75 bis 1936 auf 100 im Jahr 1938. Die Kehrseite: Neben die sozialen Kriterien der Auswahl der Siedler traten jetzt auch politische und „rassische“ Kriterien. Als die Hütte eines jüdischen Siedlers abgerissen wurde, der einen SA-Mann als Untermieter aufgenommen hatte, erhielt nur dieser einen Platz auf der Warteliste für eine Ersatzstelle. Die Siedler mussten sich anpassen, wenn sie denn eine Stelle bekommen oder behalten und nicht auf der Straße landen wollten. Ein Grundeigentümer – derselbe, der drei Jahre zuvor sowjetrussische Verhältnisse herbeigewünscht hatte – hing jetzt seine SA-Fahne auf. Der „Schutzbund“ beantragte die Benennung der neuen Straßen nach den „Helden der (nationalsozialistischen) Bewegung“, was die Stadt ablehnte. War ihr die Siedlung dafür nicht gut genug? Es blieb bei der Benennung nach Ortsnamen.

Als nach dem Krieg das Wirtschaftswunder einsetzte, bot sich den Siedlern die Möglichkeit, ihre Option zu nutzen, das Pachtgelände zu Eigentum zu kaufen und ihre Einfachbauten durch solide Eigenheime ersetzen. Aus den illegalen Elendshütten von einst war eine normale, schmucke Eigenheimsiedlung geworden.

Horst-Dieter Beyerstedt

Baubeginn der Kindertagesstätte bei Mögeldorf 2000

Baubeginn der Kindertagesstätte bei Mögeldorf 2000


Stahlbogenschützengesellschaft

Teil 2 - Fortsetzung aus der letzten Ausgabe (April 2022):

Stahlbogenschützengesellschaft

Statuten
der
Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft
zu Mögeldorf
Gegründet im Jahre 1857
Nürnberg 1910

Im Jahre 1857 gründete sich eine Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft, welche unterm 10. Januar dess. Js. von einem königl. Landgericht die Genehmigung erhielt. Da nun im Laufe der Zeit die damals entworfenen Statuten sich mangelhaft erwiesen haben, so wurde beschlossen, dieselben zu revidieren und drucken zu lassen.

Vorerinnerung
Im Jahre 1857 gründete sich eine Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft, welche unterm 10. Januar dess. Js. von einem königl. Landgericht die Genehmigung erhielt. Da nun im Laufe der Zeit die damals entworfenen Statuten sich mangelhaft erwiesen haben, so wurde beschlossen, dieselben zu revidieren und drucken zu lassen.

I. Abschnitt
Zweck der Gesellschaft und ihr Schießplatz

§1
Der Zweck der Gesellschaft ist die Übung im Schiessen mit dem Stahlbogen, Schnepper genannt. Gesellige Unterhaltung und überhaupt Beförderung des Anstandes und der Sittlichkeit ihrer Mitglieder.

§2
Der Schießplatz befindet sich gegenwärtig auf einer vom königlichen Forstamt mit Genehmigung hohen Ministeriums gepachteten am Waladsaume gelegenen öden Fläche.

II. Abschnitt
Einkünfte und Verwendung derselben.

§3
Die Einkünfte der Gesellschaft sind: a) Aufnahme-Gebühren,
b) jährlicher Beitrag,
c) Abgaben bei den Schießen und
d) Strafen

§4
Verwendet werden dieselben:
a) zur Beischaffung und Ausbesserung der nötigen Requisiten,
b) zur Entrichtung der nötigen Abgaben,
c) zur Bezahlung des nötigen Personals,
d) zur Bestreitung der Unkosten bei festlichen Gelegenheiten.

III. Abschnitt
Bestand der Mitglieder und Beschluss über die Aufnahme

§5
Die Mitglieder bestehen aus Mitgliedern und Ehrenmitgliedern.

Jeder gebildete Mann, welcher das 18. Lebensjahr zurückgelegt hat, kann Mitglied der Gesellschaft werden, wofern er nicht wegen eines Vergehens oder Verbrechens einer strafrechtlichen Untersuchung unterworfen war, ohne von Schuld und Strafe freigesprochen worden zu sein, sowie derjenige auszuschliessen ist, welcher wegen auffallend unordentlichen Lebenswandels, grober Unsittlichkeit, oder häufiger Übertretung der Polizeigesetze auf das Prädikat eines gebildeten Mannes keinen Anspruch mehr machen kann.

§6
Wer in die Gesellschaft aufgenommen zu werden wünscht, hat sich persönlich oder durch ein Mitglied beim Schützenmeister zu melden, von welchem sein Name an die im Lokal hängende Tafel geschrieben, und bei der nächsten Versammlung welche immer am letzten Sonnabend jeden Monats stattfindet, von den anwesenden Mitgliedern über dessen Aufnahme ballotirt wird.

§7
Jedes Mitglied hat zu zahlen:
a) Aufnahmsgebühr 2 Mk 60 Pfg.
b) Jahres-Beitrag 3 Mk 20 Pfg.
c) 20 Pfg. Leichenbeitrag, wenn ein Mitglied mit Tot abgeht zur Bestreitung der Grabmusik, wenn es aber der Kassabestand erlaubt so kann der 20 Pfg. Leichenbeitrag zeitweise in Wegfall kommen.

§8
Von den benannten Jahresbeitrag ist der 1. Schützenmeister, Kassier und 1. Schriftführer befreit, sowie diejenigen Mitglieder, welche der Gesellschaft 25 Jahre ununterbrochen angehören und zu Ehrenmitgliedern ernannt sind.
Die 20 Pfg. Leichenbeitrag, welche zeitweise erhoben werden, muss jedes Vorstands- und Ehrenmitglied zahlen.

§9
Alle in dem Inventar aufgenommenen Gegenstände sind Eigentum der Mitglieder und Ehrenmitglieder.

§10
Ausgeschlossen aus der Gesellschaft wird:

1) wer die in § 7 bestimmten Verbindlichkeiten nicht erfüllt und
2) wer durch Streitigkeiten oder unsittliches Betragen, trotz wiederholt erhobener Mahnung durch den Schützenmeister oder die Vorstandsmitglieder Veranlassung zu Störungen gibt und die in § 5 vorgeschriebenen Eigenschaften verletzt. Zuständig über den Ausschluss ist eine Mitglieder oder General-Versammlung.

§11
Jedes ausgeschlossene oder selbst austretende Mitgl. kann an das Inventar oder bare Vermgöen keine Ansprüche machen und bei etwaiger Auflösung der Gesellschaft haben die noch zur Zeit eingeschriebenen Mitglieder und Ehrenmitglieder über dasselbe zu verfügen.

IV. Abschnitt
Vorstand der Gesellschaft, dessen Wahl und Pflichten.

§12
Der mittelbare Vorstand der Gesellschaft, welcher durch freie Wahl der Mitglieder bestimmt wird, besteht aus 1. Schützenmeister, einen 2. Schützenmeister, einen Kassier, einen 1. Schriftführer und einen 2. Schriftführer und einen aus 4 Mitgliedern bestehenden Ausschuss, welche bei Beratungen des Vorstandes gleiche Stimmen haben. Alljährlich treten die Vorstände nebst Ausschussmitgliedern nach abgelegter Jahresrechnung aus, sind aber wieder wählbar. Die Wahl geschieht durch Wahlzettel, welche die Mitglieder auszufüllen haben, wenn sie Schützenmeister Kassier, Schriftführer und Ausschussmitglieder wählen, denn mangelhafte Wahlzettel werden nicht angenommen, und hat Aussteller desselben seine Stimme vergeben, sowie auch der bei der Wahl nicht Erscheinende. Mitglieder, welche das 20. Lebensjahr nicht vollendet haben, können nicht als Vorstands oder Ausschussmitglied gewählt werden. Bei der Wahl selbst werden in Gegenwart der Mitglieder die sämmtlichen Wahlzettel In das Wahlverzeichnis eingetragen, worauf die Stimmenmehrheit entscheidet.

§13
Sollte ein erwähltes Mitglied die Wahl nicht annehmen wollen oder können, so wird sofort zu einer neuen Wahl für dessen Stelle geschritten; bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Loos. Wer einmal die Wahl angenommen hat, ist verbunden, ein Jahr die Stelle zu verwalten, wenn ihn nicht triftige Gründe daran hindern. Sollte ein Vorstands- oder Ausschussmitglied mit Tod abgehen, so tritt dasjenige Mitglied, welches bei der letzten Wahl die meisten Stimmen hatte, an dessen Stelle ein, bis zur nächste Wahl.

Stahlbogenschützengesellschaft

§14
Da neue Inventar und Vermögen Eigentum der Mitglieder und Ehrenmitglieder sind, so können blos hier ansässige in guten Ruf stehende Mitglieder zu Vorstandsmitglieder ernannt werden.

§15
Dem Schützenmeister liegt es ob, die Gesellschaft in vorkommenden Fällen zu vertreten, wenn er es nämlich verantworten kann, für die Fortdauer der nötigen Ordnung, die Befolgung der Gesetze und ein den Statuten entsprechendes pünktliches Verwenden des Einkommens der Gesellschaft Sorge zu tragen, etwa entstandene Streitigkeiten unter den Mitgliedern zu schlichten, die allgemeinen Versammlungen und Hauptschiessen ansagen zu lassen und zu leiten, überhaupt auf Alles bedacht zu sein, was zur Eintracht dienet, den Nutzen der Gesellschaft fördern und Nachteile abwenden kann.

§15b
Der 2. Schützenmeister tritt bei Abwesenheit des 1. Schützenmeisters in dessen Pflichten und Befugnis ein.

§16
Ohne eingeholte Zustimmung der Gesellschaft kann der Schützenmeister keine Ausgabe machen, die nicht in den Statuten begründet und den Wert von 10 Mark übersteigt.

§17
Der 1. Schriftführer hat bei den Fest-, Haupt- und gewöhnlichen Sonntagsschiessen die Schiessprotokolle und bei General-, Mitglieder- und Monatsversammlungen die Protokolle zu führen und von den Schützenmeister erlassene Bekanntmachung im Einverständnis mit denselben zu veröffentlichen und mitzuunterschreiben. Bei Abwesenheit des 1. Schriftführers hat der 2. Schriftführer dessen Stelle zu vertreten.

§18
Die Pflicht des Kassier ist, für das Eingehen der jährlichen Beiträge zu sorgen, die Kassa zu führen, über Einnahme und Ausgabe Rechnung abzulegen, bei der jährlichen Wahl der Versammlung Rechenschaft hievon zu geben und niemals eigenmächtig ohne Wissen und Willen des Vorstandes über die Kassa der Gesellschaft zu verfügen. Jede von dem Kassier zu zahlende Rechnung muss vom Schützenmeister bestätigt sein.

§19
Sollte ein Gesellschaftsmitglied gegen ein Vorstandsmitglied eine Beschwerde haben, so kann durch bescheidene Mitteilung Abhilfe unter den Vorstandsmitgliedern versucht werden, es ist deshalb einen Mitglied nicht gestattet auf den Schiessplatz in irgend einer Weise gegen ein Vorstandsmitglied vorzugehen.

V. Abschnitt

V. Schiess-Ordnung

§20
Das Schiessen beginnt in der Regel am 1. Sonntag nach Ostern und wird mit Ausnahme der Festtage an jedem Sonntage fortgesetzt und endet mit dem ersten Advent-Sonntage.

§21
Während der benannten Zeit finden 3 Haupt- oder Fest-Schiessen statt, welche 14 Tage zuvor von den Mitgliedern bestimmt werden und jedesmal nach beendigtem Schiessen Ball oder Tanzunterhaltung veranstaltet wird.

§22
Das Schiessen an den Sonntagen beginnt gewöhnlich um 3 Uhr Nachmittags und nach dieser Zeit ist es Niemand mehr gestattet, einen Probeschuss zu tun; beim Scheibenschiessen können jedoch nach abgeschossenen Nummern 1 oder 2 Schüsse erlaubt sein.

§23
Jeder Schütze hat sein Leggeld bei dem Zirkelscheibenschiessen vom Beginn des Schiessens zu entrichten, wovon 6 Pfennig für die Kassa abgezogen werden, bei den Kegelscheibenschiessen aber hat jeder Schütze das ihn Betreffende nach dem Schiessen zu entrichten und es werden bei 50 Kreis-Ansatz 24 und bei 100 Kreis-Ansatz 48 Kreise für die Kassa verrechnet. Unter 5 Schützen darf kein Schiessen stattfinden. Sollte ein Schütze erwiesen verhindert sein, das begonnene Schiessen selbst durchzuschiessen, so werden seine Schüsse der Reihe nach durchgeschossen.

§24
Die Pflicht eines jeden Schützen ist, sein Geschoss in gutem Zustand zu erhalten und bei aufspannen und zurüsten alle Vorsicht zu gebrauchen. Sollten wiederholte bescheidene Warnungen von einem Schützen nicht befolgt werden, so hat der Schützenmeister das Recht, denselben zu 1 Mark Strafe zu verurteilen oder das Schiessen demselben 3 Monat einzustellen.

§25
Trifft es sich, dass während des Schiessens am Geschosse etwas bricht oder die Sehne abreisst und losgeht, ohne dass der Schütze seinen Stand eingenommen hatte, so ist der Schuss ungiltig.

§26
Die Bolzen müssen mit dem Namen des Schützen bezeichnet sein, damit man weiss, wer den Schuss getan hat, auch müssen dieselben in der Scheibe stecken bleiben, bis sie von einem Ausschuss oder Schützenmitglied abgenommen werden. Bei zweifelhaften Schüssen haben die Vorstandsmitglieder zu entscheiden und erforderlichen Falls auch andere Mitglieder beizuziehen.

§27
Nach dem Hauptschiessen steht es der Gesellschaft frei, so lange zu schiessen, als es ihr beliebt und sogenannte Recreations-Schiessen zu halten. Wenn übrigens bei dem Schiessen kein Vorstandsmitglied mehr zugegen ist, so hat das älteste Mitglied zur Handhabung der Ordnung ausdrücklich aufzufordern und haftet dafür wie ein Vorstandsmitglied, sowie auch vor dessen Entfernung das Schiessen aufzuhören hat.

§28
Da auf dem benannten Schiessplatz alle nur möglichen Vorsichtsmaßregeln getroffen sind, um jede Gefahr zu beseitigen und es sich ältere Schützen zur Pflicht gemacht haben, jüngere zu unterrichten, so ist, um die Gesellschaft zu erhalten, den Mitgliedern kein Schiessen mit dem Schnepper in Häusern oder öffentlichen Orten gestattet.

VI. Abschnitt

Ordnung beim Vogel- oder Sternschiessen

§29
Abwechslungsweise finden auch Stern- oder Vogelschiessen statt, wobei dieselbe Ordnung gehandhabt werden muss, wie beim Schiessen auf der Scheibe.

§30
Die Einlage und wie das Schiessen gehandhabt wird, ist von den beteiligten Mitgliedern zum Voraus zu bestimmen; nur für Haupt- und Königsschiessen liegen allgemeine Regeln vor, nach welchen eingelegt und geschossen werden muss. Beim Königsschiessen ist der Schützenkönig und Schützenmeister von der Lage für ein Loos befreit, wovon der Schützenkönig das erste und der Schützenmeister das zweite Loos zu schiessen hat und in dem Buch mit Nr. 0 bezeichnet werden. Bei den gewöhnlichen Vogelschiessen aber hat blos der Schützenkönig den ersten Schuss, wofür er die treffende Einlage zahlen muss.

§31
Nach dem Vogel oder Stern wird von einem und demselben Standpunkt aus geschossen und kein Schütze hat das Recht, einen anderen zu wählen. Sobald ein Schütze seinen Schuss getan hat und von dem Erfolge überzeugt ist, nimmt der nächstfolgende seinen Standpunkt ein, damit keine Störung im Schiessen eintritt. Ist der Schütze an der Reihe vom Stande gerade abwesend, so schiesst der nächstfolgende vorhandene seinen Schuss weiter.

§32
Der Vogel oder Stern wird bei jeden Schiessen von der Gesellschaft gestellt, deshalb werden bei jedem Schiessen von jeden beteiligten Schützen je nach der Einlage für die Kassa berechnet, daher gelten die Bestimmungen, welche auf den Schiessplatz ausgehängt sind.

§33
Trifft es sich, dass ein Stück vom Vogel losgeschossen ist und der Schütze hat seinen Stand verlassen, der nächstfolgende aber noch nicht zum Schiessen angelegt und das Stück fällt herunter, so fällt der Gewinn der Kassa zu.

§34
Diese Gesetze und Anordnungen, wovon jedes Mitglied ein Exemplar erhält, sollen bleibende Kraft haben und dürfen weder im Ganzen noch Einzeln aufgehoben werden, ober abgeändert insofern nicht Zeit und Umstände ein oder die andere Veränderung erheischen, welche inzwischen nur in Folge einer Generalversammlung der Mitglieder stattfinden und durch Stimmenmehrheit entschieden werden. Zu jeder ordentlichen oder ausserordentlichen Generalversammlung muss jeder Antrag 8 Tage zuvor bei den 1. Schützenmeister eingereicht werden. Alle Jahre im Monat März findet eine ausserordentliche Generalversammlung statt und werden in dieser die Haupt- und Festschiessen und das ganze Schiessen für das laufende Jahr durchberaten und beschlossen.

Stahlbogenschützengesellschaft

Die Verwaltung der Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft Mögeldorf.1)
 – Fundstelle, Stadtarchiv Nürnberg, C7/X Nr. 5 Pos. 1366; C7/X Nr. 7, Pos. 984;E 6 Ver. 1078
 – Mitteilungsblatt des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf, Dezember 2011
 – Bild Buch Seite 122 (1895/1897)
1) Grammatik und Rechtschreibung entsprechend der Originalsatzung.


Neues aus der Freiwilligen Feuerwehr Laufamholz

Neues aus der Freiwilligen Feuerwehr Laufamholz

Die Freiwillige Feuerwehr Nürnberg-Laufamholz ist seit fast 150 Jahren ehrenamtlich für die Bürgerinnen und Bürger im Nürnberger Osten im Einsatz. Das Einsatzgebiet umfasst neben Laufamholz und Rehhof auch weite Teile von Mögeldorf. Viele unserer Aktiven wohnen selbst in Mögeldorf. Deshalb ist es uns ein Anliegen, Sie mit aktuellen Informationen aus der Freiwilligen Feuerwehr Laufamholz künftig in „Unser Mögeldorf“ zu versorgen.

Geplantes Floriansfest am 15. Mai

Nach langer Pause soll es bald wieder so weit sein: das Floriansfest der Freiwilligen Feuerwehr Laufamholz ist für Sonntag, 15. Mai am Gemeindehaus St. Otto geplant! Die endgültige Entscheidung, ob das Floriansfest stattfinden kann, wird erst nach Redaktionsschluss kurzfristig getroffen. Deshalb bitten wir Sie, auf aktuelle Ankündigungen zu achten. Besuchen Sie dazu www.ff-laufamholz.com ì

Neben dem leiblichen Wohl mit Früh-schoppen, Leckereien vom Grill, Kaffee und Kuchen ist ein abwechslungsreiches Programm für alle kleinen und großen Fans der Feuerwehr geplant. Kinder dürfen sich selbst an einigen Stationen als künftige Feuerwehrleute ausprobieren. Und natürlich stehen wir Rede und Antwort zu den Aufgaben und Ausrüstungen der Freiwilligen Feuerwehr in Laufamholz für alle Interessierten.

Was uns besonders am Herzen liegt: wenn Sie Interesse haben, uns aktiv im Feuerwehrdienst zu unterstützen, ist das Floriansfest eine hervorragende Gelegenheit uns kennen zu lernen.

Übungsbetrieb

Endlich sinken die Inzidenzen und wir dürfen ab sofort wieder unseren Übungsbetrieb aufnehmen. Wir freuen uns darauf, unser Wissen und Können auf neuesten Stand zu bringen. Vor allem die routinierte Hand-habung unserer Ausrüstung garantiert, dass wir auch in fordernden Situationen schnelle Hilfe leisten können. Unser Einsatzspektrum ist breit, von Unwettereinsätzen, über Brände bis zu Verkehrsunfällen. Auch unsere Jugendgruppe darf nun wieder loslegen, damit wir top ausgebildeten Nachwuchs in unseren Reihen begrüßen dürfen.

Frühlingszeit – Grillzeit

Bestimmt freuen Sie sich mit uns auf den Frühling. Für viele wird es nun Zeit, den Grill wieder in Betrieb zu nehmen. Bitte achten Sie beim Grillen immer auf den Brandschutz – besonders wenn Sie in der Nähe von brennbarem Material grillen. Auch Elektro- und Gasgrills entwickeln eine enorme Strahlungswärme und können Gegenstände in Brand setzen. Und wenn Sie auf Holzkohle setzen: bitte achten Sie auf sichere Anzündhilfen. Bitte niemals flüssigen Grillanzünder auf bereits glühende Holzkohle spritzen. Sicherheit beim Grillen – wir wünschen guten Appetit!


Unsere Aufgabe

Das Mitteilungsblatt in digitaler Form an die Leser weiter zu vermitteln.

Aufbereitung

Die technologischen Entwicklungen verändern zunehmend unser Alltagsleben. Dies wird verstärkt durch die Möglichkeit der mobilen Nutzung des Internets.

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Wir gedenken unserer Verstorbenen:

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Frau Dietlinde Kunad
Frau Gabriele Krammel
Herr Dr. Erich Müller
Frau Irmgard Müller
Herr Gerhard Reß, Stadtrat a.D

Wir danken unseren Spendern herzlich:

Herrn Fritz Neuser

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder:

Sonja und Claus Fiederer
Frau Christina Herzog
Victoria, Andreas und Sophia Meißel

Wir sind im Internet erreichbar: www.moegeldorf.de

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