Unser Mögeldorf


Titelbild 2022 Februar

Mitteilungsblatt des Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e. V.


Heft 2 - April 2022  - 70. Jahrgang

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Titel Bild:
A. Hennig, Die Mögeldorfer Kirche, undatiert,
Öl auf Leinwand, 49 x 74 cm,
Sammlung Hölzl in Kunstsammlungen der Museen der Stadt Nürnberg, GM 3435


Lieber Leserinnen und Leser,

Am 20. Januar 2022 hat der Stadtrat im Verkehrsplanungsausschuss die Neuplanung der Ostendstraße beschlossen. Dem Vernehmen nach erfolgt der Umbau nicht vor Ende 2024.

Unser Vorsitzender

Wolfgang Köhler

Mit Skepsis und kritischem Blick verfolgen die aufmerksamen Mögeldorfer die Tätigkeiten der Umweltreferentin im Pegnitztal Ost. Die Zone 1 des Naturschutzgebietes sieht ein 9-monatiges Betretungsrecht des Bürgers vor. Für den aufmerksamen Spaziergänger bestehen Zweifel, ob die neuen Barrieren und Beschilderungen dieses Betretungsrecht nicht faktisch konterkarieren sollen. Wir werden es beobachten.

Das Jahr 2021 hat uns intensiv mit der Frage beschäftigt, wie kann es gelingen, den Charakter Mögeldorfs mit seinem schönen Grünanteil zu erhalten. Unsere Bemühungen dazu können Sie in unserem April-Mitteilungsblatt 2021 Seiten 5, 16 und 19 sowie in unserer Dezemberausgabe 2021 auf Seiten 35 und 39 nachlesen. Die Stellungnahmen des Oberbürgermeisters und der Verwaltung klingen wohlwollend, aber faktisch können wir keine wirkliche Umsetzung des Bürgeranliegens erkennen. Der grüne Charakter wird durch weitestgehende Flächenversiegelung und Beseitigung unserer Gärten zerstört. Wer seinen Sonntagsspaziergang durch Mögeldorf macht, kann im Brombeerweg 3a und in der Eichenstraße 1 die letzten aktuellen Beispiele sehen.

Ihr Wolfgang Köhler


Jahreshauptversammlung
des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf e.V.

Dienstag, 5. April 2022, 18.30 Uhr

Ort: Restaurant „Zum Stamos“, Dientzenhoferstraße 26, 90480 Nürnberg


Tagesordnung

  1. Vortrag von Hr. Forstdirektor Wurm zum Klimawandel im Nürnberger Reichswald
  2. Aktuelles aus dem Verein
  3. Bericht des Schatzmeisters
  4. Entlastung des Vorstands
  5. Sonstiges

Auch Nichtmitglieder sind herzlich willkommen.

Es gelten die zum aktuellen Tagesdatum gültigen Coronaregeln.

Wolfgang Köhler

Neuanfang – Restart der Mögeldorfer Kärwa 2022

2. bis 6. Juni 2022

Do, 2.6., 18.00 Uhr: Bieranstich
Fr, 3.6., 18.45 Uhr: Kirchweihzug
So., 5.6., 10.30 Uhr:
Festgottesdienst auf dem Festplatz Mo., 6.6., 16.00 Uhr: Kirchweihausklang

Das ist wohl nicht nur in einer Ehe so, sondern auch bei uns.

Als die Pandemie im Jahr 2020 uns einen Strich durch die Kärwa gemacht hat, bestanden wir nämlich das 7. Jahr, auch das Verflixte genannt.

Diese Pandemie ist für uns alle eine harte Bewährungsprobe. Am Ende muss man dann schauen wer bzw. was noch übriggeblieben ist.

Die Mögeldorfer Kärwaleut waren in dieser Zeit nicht wirklich aktiv, aber sie existieren noch und werden auch dieses Jahr wieder tatkräftig an der Kärwa mitwirken.

Ihr habt richtig gelesen, dieses Jahr findet voraussichtlich die Kärwa Mögeldorf wieder statt.

Aufgrund der sich aber dauernd verändernden Corona-Maßnahmen und Regeln, wissen wir ehrlich gesagt noch nicht genau, was wir dürfen und was nicht.

Was uns aber das Jahr 2019 gelehrt hat, ist, dass wir spontan sein können und dies auch dieses Jahr wieder umsetzen werden.

Der Termin für die Kärwa steht definitiv fest. Bitte tragt Euch diesen Termin schon mal in Eure Kalender ein:

Die Genehmigung für den Festzug am 3.6. haben wir bereits bei der Stadt beantragt und hoffen, dass wir dieses Jahr wieder mit möglichst vielen Institutionen und Vereinen aus Mögeldorf starten können.

Ihr werdet Euch nun fragen, welches Programm Euch am Festplatz erwartet. Das ist eine gute Frage, denn dieses wird ziemlich spontan gemacht werden müssen.

Eine gute Nachricht haben wir aber schon jetzt. Wir haben unsere Schausteller kontaktiert und können Euch versprechen, dass wieder die Spikerbude / Entenangeln / Kinderkarussell sowie eine Losbude am Festplatz die Kinderaugen zum Leuchten bringen werden.

Natürlich wird es auch etwas zum Essen und Trinken geben. Aber ob wir ein Zelt aufbauen dürfen und können, das ist noch nicht abzuschätzen. Einen Biergarten werden wir auf alle Fälle aufstellen dürfen.

Wir freuen uns, Euch auf der Kärwa (höchstwahrscheinlich in abgewandelter Form) begrüßen zu dürfen.

Bis Pfingsten - Eure Iris Hannwacker

Verkehrsausschuss vom 20.1.2022

TOP 1 – Ostendstraße

Bereich zwischen Cheruskerstraße und Lechnerstraße – Tektur zu den Planfeststellungsunterlagen hier: Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 30.06.2020

Entscheidungsvorlage
Historie / Einwendungen und Änderungen in der Straßenplanung

Bereits am 01.03.2012 wurde ein Straßenplan für die Ostendstraße im Verkehrsausschuss beschlossen. Diese Straßenplanung diente dann als Grundlage für das, wegen der wesentlichen Veränderungen von Gleisanlagen der VAG, notwendige Planfeststellungsverfahren. Nach einer Projektpause, u.a. aus Kapazitätsgründen, wurden die für das Genehmigungsverfahren erforderlichen Planunterlagen, Gutachten und Berichte erstellt. Die Auslegung der Unterlagen fand vom 30.04.2019 bis 31.05.2019 statt. Bis zum Ende der Einwendungsfrist wurden insbesondere folgende Einwendungen von Privatleuten, Verbänden und Anliegern zur Planung geäußert:

  1. Starke Eingriffe in das vorhandene Straßenbegleitgrün, vor allem im Bereich der Thusneldaschule,
  2. starke Eingriffe in das vorhandene Straßenbegleitgrün, vor allem im Bereich der Thusneldaschule,
  3. Einwendungen von Anliegern wegen der – aus deren Sicht – sinkenden Flexibilität für den Kraftfahrzeugverkehr und den Eingriff in Privatgrund

Seitens der Regierung von Mittelfranken wurde den verantwortlichen Planern empfohlen, die Planung zu überarbeiten. Vor allem der Eingriff in das Bestandsgrün sowie die unvollständige Radinfrastruktur, könnten im weiteren Verfahren und letztendlich in der Abwägung der Verhältnismäßigkeit zu Problemen führen.

Original Größe: Bild anklicken


Durch Beschlüsse des Stadtrats, u.a. Mobilitätsbeschluss, haben sich die Vorgaben für die Verkehrsplanung verändert. Die Stadt soll grüner werden. Radverkehrsanlagen sollen nicht nur durchgängig, sondern auch komfortabel konzipiert werden. Dass die Straßenbahn Vorrang genießen soll, bleibt zentrale Planungsgrundlage, erst recht unter der Maßgabe, dass das Angebot verdichtet werden soll.

In der vertieften Planung hat sich herausgestellt, dass der vierspurige Querschnitt, mit Fahrbahnbreiten, die teilweise unter den Regelwerten liegen, ungünstig ist und, dass die drei signalisierten Knotenpunkte bei einem dichten Straßenbahntakt die Koordinierung äußerst erschweren und somit die Leistungsfähigkeit nicht mehr berechenbar ist. Im Bereich der Thusneldaschule wurde deshalb ein neuer Querschnitt mit einem Richtungsfahrstreifen und Haltestellen am Fahrbahnrand, in nahezu symmetrischer Position, gewählt.

Damit kann der teure und gravierende Eingriff in das Schulgrundstück komplett vermieden werden. Aus drei „mittelgroßen“ Knotenpunkten werden ein „mittelgroßer“ Knoten an der Breitengraserstraße und eine reine Fußgänger-LSA auf Anforderung. Der großzügig bemessene Fahrstreifen ermöglicht sicheres und stetiges Fahren.

Die Leistungsfähigkeit bleibt nachgewiesen. Wichtiger als die Leistungsfähigkeit ist der Aspekt, dass die Unterbrechungen im Verkehrsfluss, wenn keine Straßenbahn sie anfordert, minimiert werden.

Am Knotenpunkt Cheruskerstraße / Ostendstraße, der für die Streckenleistung maßgebend ist, ändert sich in der Planung nichts. Ebenso bleibt der ökologisch, verkehrlich, gestalterisch und lärmtechnisch vorteilhafte Rasengleiskörper erhalten.

Der im Verfahren von einzelnen Anliegern geäußerten Kritik am Rasengleis kann weiterhin nicht entsprochen werden. Aus Sicht der Verwaltung sind diese Eingriffe zur Ordnung des Verkehrsgeschehens gerechtfertigt. Sie dienen dem öffentlichen Interesse nach Funktion und Sicherheit im öffentlichen Raum

Aufgrund zahlreicher Wünsche von Anliegerinnen und Anliegern wird in Höhe der Stichstraße, östlich des Bauvorhabens „Seetor“, eine signalisierte Fußgängerquerung vorgesehen, die auf Anforderung „grün“ für die Fußgänger zeigt. Somit besteht eine sichere Verbindung zwischen dem (Alten)wohnen auf der Nordseite der Ostendstraße und dem Einzelhandel auf der Südseite.

An der Breitengraserstraße bleibt der vollsignalisierte Knoten erhalten. Die Nebenrichtung wird radfahrtechnisch an die Radwege auf beiden Seiten der Ostendstraße angeschlossen. Die Radstreifen werden im Bereich der Haltestelle auf dem Bordstein geführt und bis zum Planende verlängert.

Die Haltestellen wurden in Zusammenarbeit mit der VAG barrierefrei konzipiert. Dies war wegen der Grundstückszufahrten mit notwendigen Absenkungen auf der Nordseite äußerst anspruchsvoll. Die zukünftig vorgeschriebene barrierefreie Einstiegsmöglichkeit an Tür 2 oder Tür 3 ist gegeben. Stadtauswärts ist nach wie vor eine Schleusenschaltung zur Einfädelung der Straßenbahn in die Fahrbahn erforderlich. Stadteinwärts fließt die Straßenbahn im Verkehr mit und hält auf Anforderung. Alle LSAs (Ampeln) werden durch die Straßenbahn sekundengenau beeinflusst. Das Ausfahren aus der Lindnerstraße wird durch eine vorgezogene Haltlinie erleichtert.

Im Vergleich zur vorhergehenden Planung verbessert sich die Grünbilanz durch den Erhalt von mehr Bäumen und zahlreiche Neupflanzungen erheblich.

Die Radverkehrsanlagen sind nun durchgängig und wurden – soweit möglich – verbreitert. Insbesondere im Bereich von Parkbuchten dient dies der Sicherheit der Radfahrenden. Die Vorgaben des Mobilitätsbeschlusses werden eingehalten. Vor dem Grundstück des Bauvorhabens „Seetor“ musste aufgrund der zu geringen Querschnittsbreite auf öffentliche Parkbuchten verzichtet werden. Ersatzweise stehen zukünftig auf Privatgrund und in der Stichstraße zusätzliche Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Mit dem durchgängigen Grünstreifen und den Bäumen wird dem attraktiven Neubau Rechnung getragen. Die Planung wurde in der Verwaltung und mit dem Behindertenrat der Stadt Nürnberg abgestimmt. Einige vorgebrachte Anregungen wurden eingearbeitet. Die Vorgaben aus dem Mobilitätsbeschluss wurden vollumfänglich berücksichtigt.

Antrag der SPD-Stadtratsfraktion vom 30.06.2020

Die SPD beantragt einen Bericht über den aktuellen Sachstand und wünscht eine bessere Erfüllung der Belange von Verkehrsteilnehmern jenseits des Lkw- und Autoverkehrs. Durch die Planänderungen werden die Vorgaben des Mobilitätsbeschlusses und somit die Förderung von Radverkehr, Fußverkehr und ÖPNV erfüllt. Es sind durchgehende Radverkehrsanlagen vorhanden. Die Fahrzeit der Straßenbahn wird verkürzt und verstetigt und die Gehwege sind ausreichend breit und zum Teil durch Grün von der Fahrbahn abgesetzt. Die Grünbilanz hat sich im Vergleich zur ursprünglichen Planung erheblich verbessert. Hierbei wird insbesondere auf den Verzicht eines Eingriffs in den Schulhof der Thusneldaschule mit wertvollem Baumbestand verwiesen.

Leistungsfähigkeitsprüfung

Das Verkehrsaufkommen im Planungsabschnitt wird durch die vierphasige LSA-Schaltung Cheruskerstraße / Ostendstraße und die dreiphasige LSA-Schaltung Mögeldorfer Plärrer maßgeblich begrenzt, d.h. die Leistungsfähigkeit der Straße wird den beiden angrenzenden Knoten außerhalb des Planungsabschnitts determiniert. Grundlage der Leistungsuntersuchung ist die Verkehrsbelastung vom Juli 2016. Mit einer Querschnittsbelastung von 26.000 Kfz in 16 Stunden zählt die Ostendstraße eher zu den moderaten Radialen in Höhe des Rings B4R in Nürnberg

Betrachtung der LSA Breitengraserstraße / Ostendstraße als maßgebliche Stelle für den Leistungsnachweis innerhalb des Planungsabschnitts

Die verkehrsabhängige Steuerung der LSA ist Grundlage der Strategie bei der Verkehrsabwicklung im Planungsabschnitt und wird so konzipiert, dass ohne Anforderung einer Tram in der Hauptrichtung und ohne Anforderung der Kfz bzw. Zufußgehender aus der Nebenrichtung die Ostendstraße als Hauptverkehrsstraße Dauergrün erhält. Bei Anforderung einer Tram stadteinwärts wird die Grünzeit für die Ostendstraße verlängert bis zum Erreichen der Haltestelle. Bei Anforderung der Tram stadtauswärts wird die Grünzeit für die Ostendstraße minimal unterbrochen, damit die Tram von der Mittel- in die Seitenlagen wechselt um ihre Haltestelle zu erreichen.

Im Schatten der Fahrgastwechselzeit mit Rot für die Ostendstraße wird synergetisch Grün für die Kfz und Zufußgehenden aus der Nebenrichtung geschalet. Mit Intelligenz (an der LSA) statt Beton (mehr Fahrspuren) kann so die erforderliche Leistungsfähigkeit der Straße vollständig abgebildet werden. Die Straßenbahn wird sekundengenau in die Steuerung der LSA eingepasst.

Für die Berechnung der Leistungsfähigkeit der verkehrsabhängigen Steuerung wurden Anforderungen der Nebenrichtung in jedem Umlauf (eher konservativ) sowie ein FünfMinuten-Takt für die Tram angenommen (12 Trams je Richtung und Stunde). Die Leistungsfähigkeit der Planung mit verkehrsabhängiger Steuerung („VA“) und ohne („in Festzeit“) wurde der vorhandenen Verkehrsbelastung gegenübergestellt (siehe Mitteilungsblätter Dezember 2021 und Februar 2022).

Deutlich erkennbar sind die Leistungsgewinne durch Synergien bei der Verkehrsabwicklung mit verkehrsabhängiger Steuerung gegenüber der Leistungsfähigkeit ohne verkehrsabhängiger Steuerung. Eine reine Festzeitsteuerung wäre nicht so leistungsfähig, da für die Tram stadtauswärts in jedem Umlauf ein Grün geschaltet wird, auch wenn keine Tram da ist und somit zu Lasten der Grünzeit der Ostendstraße geht. Mit verkehrsabhängiger Steuerung an der LSA Breitengraserstraße / Ostendstraße ergeben sich Leistungsreserven von wenigstens 20 Prozent, wodurch der Planungsabschnitt auch für unvorhergesehene Verkehrsbelastungsspitzen gewappnet ist.

Fazit und weitere Vorgehensweise/Kosten

Das Verkehrsaufkommen in der Ostendstraße wird durch die im Planungsabschnitt flankierenden LSA Cheruskerstraße /Ostendstraße und LSA Mögeldorfer Plärrer maßgeblich begrenzt.

Die verkehrsabhängige Steuerung an der LSA Breitengraserstraße/Ostendstraße hält sogar Leistungsreserven von mindestens 20 Prozent gegenüber der vorhandenen Verkehrsbelastung vor. Insgesamt betrachtet ist die Planung vor allem durch die gewonnenen Verkehrsflächen für Radfahrende, Zufußgehende und Fahrgäste des ÖPNV quantitativ und qualitativ die beste Lösung.

Der Beschluss dient als Grundlage für die zu ändernden Unterlagen im laufenden Planfeststellungsverfahren und für die erneute Auslegung. Gegebenenfalls geäußerte Einwendungen werden in einem Erörterungstermin, unter Federführung der Regierung von Mittelfranken, diskutiert und dann durch die Genehmigungsbehörde abgewogen. Mit dem Erlass des Planfeststellungsbeschlusses, gegebenenfalls unter Auflagen, erhält die Stadt das Baurecht.

Die Umsetzung der Planung ist dringlich, da die Straße und die Gleisanlagen bereits am Ende der Lebensdauer angelangt sind.

Die Bruttokosten der Planung betragen nach einer Kostenschätzung des planenden Ingenieurbüros 11,5 Mio. Euro (Stand 2021). Die Maßnahme ist bereits im MIP – allerdings mit zu niedrigeren Kosten – enthalten und muss somit im Rahmen der künftigen MIP-Beratungen fortgeschrieben werden. Die VAG hat für die Gleisanlagen Gelder in Höhe von 3,5 Mio. Euro im Wirtschaftsplan eingeplant. Für die Maßnahmen werden auch Zuschüsse vom Freistaat Bayern erwartet.

Online-Bürgerbeteiligung im Oktober 2021
Am 21.10.2021 fand auch auf Veranlassung des Bürgervereins eine Online-Informationsveranstaltung statt, die von in etwa 180 Bürgerinnen und Bürgern sehr gut angenommen wurde. Die Verwaltung wollte möglichst vielen Interessierten die Chance geben, sich mit der Thematik zu befassen, weshalb unter den Unwägbarkeiten der Corona-Pandemie auf einen Präsenztermin verzichtet wurde. Im Rahmen der Erörterung zur Planfeststellung wird aber auch das Format „Präsenz“ angeboten. (Siehe ergänzend hierzu Dezemberausgabe 2021 des Mitteilungsblattes).

Gespräch mit dem Bürgerverein sowie Gewerbevertretern der südlich angrenzenden Grundstücke am 25.11.2021
Am 25.11.2021 fand im Baumeisterhaus nochmals ein Gespräch mit dem Vorsitzenden des Bürgervereins sowie Vertretern des Gewerbes der südwestlich angrenzenden Grundstücke statt. Schwerpunkt war eine detaillierte Erläuterung der Leistungsfähigkeitsberechnung durch einen Fachingenieur des Verkehrsplanungsamtes.

Modifikation der Planung bei den südlich angrenzenden Grundstücken
Der Grunderwerbsbedarf zulasten zweier gewerblicher Anlieger wurde im Nachgang zu den Gesprächen reduziert. Vor den beiden Grundstücken Hs. Nrn. 124 und 132 wird ein privater Streifen beibehalten, in dem ein Teil der vorher vorhandenen privaten Stellplätze in neuer Lage wiederhergestellt werden kann. Ein Teil dieser Privatlächen kann begrünt werden. Ein Grunderwerb ist nur noch in geringem Umfang für den öffentlichen Gehweg neben der Fahrbahn erforderlich, verzichtet wurde dabei auf mehrere Bäume an dieser Stelle.

Stadt Nürnberg


Verkehrsausschuss vom 20.1.2022

TOP 7 – Siedlerstraße zwischen Haselnussweg und Sportplatz

Sachverhalt (kurz):
In der Siedlerstraße zwischen dem Haselnussweg und dem Zugang zum Sportplatz existiert nördlich der Straße entlang der Bebauung kein ausgebauter Gehweg. Seit Jahren beschweren sich die Anwohner über den nicht befestigten Streifen. Kraftfahrzeuge werden ungeordnet dort geparkt.

Der Servicebetrieb öffentlicher Raum möchte im Jahr 2022 hier einen Gehweg und einen Längsparkstreifen anlegen. Aufgrund vorhandener Sparten sind Baumpflanungen leider nicht möglich. Zur besseren Erreichbarkeit des stark frequentierten Weges zum Tiergarten soll in der Siedlerstraße in Höhe der Einmündung Haselnussweg eine Fußgängerschutzinsel eingebaut werden.

Für den Ausbau des Gehweges und des Längsparksteifens fallen Kosten in Höhe von ca. 420.000 Euro an. Die Maßnahme wird aus dem Ansatz der KAG-Pauschale (P5413900000U) finanziert.


Pegnitztal-Ost

In der Zone 1 des Naturschutzgebiets im Pegnitztal Ost besteht ein neunmonatiges Betretungsrecht des Bürgers. Aufmerksame Bürger haben festgestellt, dass der Zugang zum Pegnitzgrund sukzessive erschwert wird. Der Bürger sieht es und ist verstimmt

Pegnitztal-Ost

Pegnitztal-Ost

Pegnitztal-Ost



Laufamholzstraße 35 – Mauer/Portal

Laufamholzstraße 35 – Mauer/Portal

Laufamholzstraße 35 – Mauer/Portal



Eichenstraße 1

Wieder fällt ein schönes altes Gartengrundstück der Nachverdichtung zum Opfer.

Eichenstraße 1



Neues in Sachen Osteopathie bei health-concept

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, welche die Selbstheilungskräfte im Körper aktivieren soll. Für den ersten Termin planen wir etwa eine Stunde um nach einem Vorgespräch und ausführlicher Untersuchung einen genauen Plan für Ihre Behandlung aufstellen zu können. Im Sinne der ganzheitlichen Behandlungsphilosophie der Osteopathie wird dabei nicht nur der schmerzhafte Bereich betrachtet, sondern das Zusammenspiel vieler Körperregionen und ihrer Gewebseigenschaften. Ziel ist es Ihre Beschwerden an der Ursache zu behandeln statt lediglich Symptome zu lindern. Unsere Therapeuten Thorsten Wallstab und Susanne Liebl sind überzeugt von der Wirksamkeit der medikamentenfreien Behandlungsweise

Neu bei uns: Osteopathie für Babys und Kinder. Wir haben unser Behandlungsangebot für Sie erweitert. Die erfahrene Therapeutin Lina Schammann ist seit Mitte Januar Teil des Teams Osteopathie Mögeldorf. Über ihren Ansatz sagt sie: „Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich Kinder während einer Behandlung sehr wohl fühlen, weil sie auf einem sehr sanften Weg in eine Entspannung geführt werden können.“ Die perinatale Osteopathie ist eine besonders einfühlsame Behandlungsform für Kleinkinder und Babys. Sie bezieht muskuläre, knöcherne und organische Strukturen, sowie das Craniosakrale System in die Behandlung mit ein. Die Therapeutin kann mit ihren Händen mögliche Dysbalancen im Gewebe erspüren und diese vorsichtig lösen. Ziel ist es die individuelle Entwicklung Ihres Kindes zu fördern. Lina Schammann ist darüber hinaus auch als Physiotherapeutin in der Praxis health-concept für Sie da.

Erfahren Sie mehr über unser Therapiespektrum auf:
https://www.osteopathie-moegeldorf.de ì oder Sie uns an unter: 0911 540 558 57.
Sie finden uns im Mögeldorfer Ärztezentrum in der Ostendstraße 229.

Wir freuen uns auf Sie!


Projekt Seetor

am 4.2.2022

Projekt Seetor

Projekt Seetor

Projekt Seetor

Projekt Seetor


Rauschende Feste in Mögeldorf

Das Schmausenschloss in der Ziegenstraße 12 ist auch heute noch ein Ort des Feierns. Ob der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. das Schlossfest ausrichtet oder auch die beheimatete Städtische Musikschule ihr Sommerfest feiert. Hier fanden schon Jahrhunderte zuvor prunkvolle Feierlichkeiten statt.

Hierfür – insbesondere für Hochzeiten – gab es jedoch intensive Vorschriften. Von 1450 bis 1650 erließ die Stadt Nürnberg auch für das „Nürnberger Land“, also Mögeldorf geltend, rund zwei Dutzend selbstständige Hochzeitsordnungen, zunächst handschriftlicher Natur.

In der Präambel besagen die Hochzeitsordnungen sehr genau, warum sie erlassen werden: Unkosten, Pracht, Hoffart will die Stadt unterbinden. „Bei diesen ohne das schweren gefährlichen Läufften 1) und kundbaren Geldmangels“, heißt es 1652.

Die „Verneuerte Ordnung Wie es hinfüro auff den erbarn und verlegten Hochzeiten in der Statt Nürnberg gehalten werden soll“ aus dem Jahre 1619 2) unterscheidet sehr genau, ob es sich um Patrizierfamilien oder Handelsfamilien handelt. Hierin wurde auch genau der Wert der Geschenke, die ein Patrizier seiner Verlobten überreichen durfte, festgelegt. Verstößt der Bräutigam dagegen, wird er mit einer Strafe belegt. Ein Handelsmann durfte nur Geschenke von geringerem Wert an seine Braut geben. Im Jahre 1662 liest man in einer Verordnung 3), dass „Pracht und schändliche Hoffart“ sich nicht mit den Kosten einer Hochzeit aufrechnen ließen.

In den Hochzeitordnungen, die seit dem 14. Jahrhundert erlassen und laufend ergänzt wurden, was zu immer strikteren und detaillierten Regularien führte, waren in einzelnen Kapiteln genaue Regeln beschrieben. Das ging vom Kleid der Braut über die Zahl der geladenen Gäste, über das gewährte Hochzeitsessen, die Hochzeitsgeschenke, die Bezahlungen der Musiker, die in der Kirche spielen. Bei Nicht-Beachtung drohten heftige Strafen. Nach der Hochzeit wurden die Brautleute „examiniert“, d.h. sie wurden unter Eid zu der Einhaltung der Regeln befragt. Der „Hochzeitslader“, der schon bei der Vorbereitung und Durchführung der Hochzeitsfeier verpflichtend tätig war, war auch bei der Befragung zugegen. Dieses Prozedere, das übrigens auch für Bestattungsfeierlichkeiten galt, wurde erst im Jahre 1800 aufgehoben.4)

Nicht allen waren diese Regelungen von Vorteil. So kann man in den Aufzeichnungen einer im Jahre 1526 in Nürnberg gehaltenen Hochzeit lesen, dass der Freier sein Bedauern ob solcher strenger Ordnungen äußerte, wären ihm doch um die tausend Gulden [an Geschenken] entgangen.5)

Warum solch doch sehr präzise, ja strikt klingende Verordnungen? Es war wohl so, dass die nicht so wohlhabenden Bürger aus dem Handelsgewerbe versuchten, das Auftreten der Patrizier zu imitieren. Das konnte schon mal zu Verschuldung und Insolvenz führen. Nun könnte man dem Rat, der die Verordnungen zugutehalten, dass er diese Verarmung verhindern wollte. Andererseits muss man aber auch sehen, dass eine gewisse Sorge um den Steuerausfall und nicht zuletzt die strikte Einhaltung der Ständegliederung eine Rolle spielte.

Die gescheitere Hochzeit im Hause Schmaus in Mögeldorf Im Jahre 1667 hatte der wohlhabende Nürnberger Bierbrauer Georg Schmaus den Mögeldorfer Herrensitz in der Ziegenstraße erworben. Dessen Tochter Anne Susanne errichtete mit Hilfe ihrer beiden Vettern, dem Rotbierbrauer Johann Schmaus 6) und dem Weißbierbrauer Konrad Schmaus ein neues Schlösschen, das in damaliger Form noch heute (mit Ausnahme der Nebengebäude in der linken Bildhälfte) 7) so existiert.

Rauschende Feste in Mögeldorf

Während der allseits beliebte Vater – der auch einen Platz im engeren Rat der Stadt innehatte – als bescheiden und sparsam geschätzt wurde, war seine Tochter wohl genau das Gegenteil. Nicht nur, dass sie ein Barockschloss errichten ließ, sie umgab das Gebäude mit einem prachtvoll angelegten Park. Vorbild fand sie in dem bereits vom Vater sehr schön angelegten Schmausenpark hinter der Veste.8) „A la Versailles“ hieß es im Volksmund.

Mit dem Bräutigam, ihrem Vetter Johann – diese nahe verwandtschaftliche Verbindung wurde vom Rat der Stadt genehmigt – führte Anne Susanne einen sehr aufwändigen Lebensstil: Mit prachtvollen Kutschen, die von edlen Pferden gezogen wurden, teurer Kleidung und dementsprechend umfangreicher, prunkvoll gekleideter Dienerschaft zeigte man sich gern in der Öffentlichkeit und präsentierte sich. Spektakulär müssen auch die rauschenden Feste mit Hunderten von Gästen aus Nürnberg und Umgebung gewesen sein 9), aber so, dass der Rat der Stadt aufmerksam wurde und diese Prunksucht nicht mehr akzeptieren wollte. In einem Ratsverlass vom 19. Februar 1683 stand:

Es sei hinterbracht worden, welcher Gestalt Herr Johann Schmaus neben seiner Basen in der gestrigen Communion eine große, ihme ganz ungeziehmende Pracht in Kleidern und dem ihm schon öfters ernstlich verbotenen Kutschierens getrieben und es den Laut habe, dass er bei seiner auf den Mittwoch über acht Tagen zu Mögeldorf angestellten Hochzeit große Weltläufigkeit mit prächtigen Traktamenten und anderen pompösen Anstalt zu machen gewillet, auch sogar schon zwei Consulenten zu Ehrenvätern erbeten habe.“10)

Der Rat ging soweit, wegen der bereits gelebten, aber auch noch geplanten Prachtentfaltung dem Johann Schmaus bei Nicht-Beachtung eine deftige Strafe anzudrohen. Selbst der Mögeldorfer Pfarrer wurde angehalten, die Trauung nicht durchzuführen, wenn er „obigem Befehl zuwider einen großen Apparat und Pracht verspüren werde.“ So kam es, dass die prachtvolle Hochzeit insbesondere am Einspruch des Nürnberger Rats nicht zustande kam.

Stattdessen heiratete Anne Susanne 1693 den Ansbacher Hofkavalier und Fabrikbesitzer Daniel von Lierd. Der Besitz des Schmausenschlösschens ging von Johann Schmaus auf Anne Susanne Schmaus, verh. von Lierd über. In einem Duell in Triesdorf 1724 mit dem Freiherrn von Seckendorf fiel Daniel von Lierd.

Vergeblich forderte Frau von Lierd beim Markgrafen Sühne für diese Tat. Auch der Rat schaltete sich ein. Es war aber alles vergeblich. Nachdem nun auch der junge Seckendorf, der die Tochter Lierd bei Festlichkeiten in Ansbach kennengelernt hatte, von Schönberg bei Lauf aus mit ansbachischen Knechten in Mögeldorf einfiel, um die Tochter zu entführen, fühlte sich die Familie in Mögeldorf aus nicht mehr sicher, verließ Mögeldorf und zog sich hinter die schützenden Mauern der Stadt Nürnberg zurück.

Das Anwesen wurde am 8. August 1725 an den Nürnberger Kugelapotheker (gegenüber dem Rathaus) Johann Wilhelm Neubauer verkauft.

Rauschende Feste in Mögeldorf

Neben dem Schmausenschloss blieb der Name Schmaus auch am heutigen Schmausenbuck erhalten. Georg Schmaus hatte den Reuhelperg erworben, um dort einen Vogelherd begründen zu können [und wohl auch das Bier zu lagern].

Auch danach fanden große Feste statt, z.B. 1735:

Rauschende Feste in Mögeldorf

1) der Zeit, es ist 4 Jahre nach Ende des 30-jährigen Krieges
2) Deneke, Hochzeit S. 18, 19
3) Verneuerte Hochzeit-Ordnung der Stadt Nürnberg, Wie es mit/und bey den Erbarn und andern verlegten Hochzeiten allhier in der Stadt gehalten werden soll. Gedruckt bei Michael Endter.
4) Informationen entnommen aus: Diefenbacher, Michael / Endres, Rudolf (Hrsg.): Stadtlexikon Nürnberg. Nürnberg 1999.
5) Deneke, S. 21.
6) Bitte zu beachten, dass hier das Schmausenschloß nicht Georg, sondern dem Neffen Johann zugeschrieben wird. Die Tochter (von Georg Schmaus) Anne Susanne wird erst später als Inhaberin geführt.
7) Mögeldorf, Ein Streifzug durch die Jahrhunderte, 2000, S. 74.
8) Dieser Park, der noch bis in das 19. Jahrhundert existierte, ist heute nicht mehr vorhanden. Nur die Straßenbezeichnung „Schmausengartenstraße“ erinnert an ihn.
9) Leo Beyer, Der Nürnberger Stadtteil Mögeldorf, Eine Häusergeschichte, 1964 S. 142 sowie Leo Beyer, Mögeldorf, S. 40 und 183/186
10) Zitiert nach: Mitteilungen der Arbeitsmeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs, April 1968, S. 50.


Episoden aus Mögeldorfs Geschichte

18. Folge: Kriegsgefahr um Mögeldorf

Horst-Dieter Beyerstedt


1697: Wieder einmal tobte am Rhein der Krieg gegen Frankreich (diesmal der Pfälzische Krieg, 1688-1697), und Markgraf Georg Friedrich II. von Ansbach warb Truppen an, um die Reichsarmee am Oberrhein zu unterstützen. In Nürnberg und seinem Landgebiet aber ging die Sorge um: Wollte er wirklich gegen Frankreich kämpfen, oder war es auf Nürnberg abgesehen?

Der Grund des Misstrauens: Ende Oktober 1696 hatte sich der Dauerstreit über Nürnberger Hasenjagden und das Bierausschenken des markgräflichen Wildmeisters in Mögeldorf gefährlich zugespitzt. Als der Wildmeister Christoph Heinrich Strehan seinen im 30-jährigen Krieg zerstörten Stadel wieder aufbauen und einen Keller hinzufügen wollte, hatte das Waldamt die Erlaubnis erst erteilt, als der Kastner zu Schwabach als Vorgesetzter des Wildmeisters schriftlich versichert hatte: Der Keller sei nur zur Aufbewahrung von Rüben und Kraut gedacht, nicht aber zur Lagerung von Bier (außer zum Eigengebrauch), und der Wildmeister werde niemals Bier ausschenken und den Mögeldorfer Wirten damit Konkurrenz machen.

Natürlich scherte sich der Wildmeister nicht um diese Abmachung und schenkte fleißig Bier aus. Das schadete nicht nur den Mögeldorfer Wirten, sondern auch der Nürnberger Stadtkasse, da seine Getränkesteuer nach Ansbach ging. Als Nürnberg sich beschwerte, mahnten seine Vorgesetzten Strehan ab, aber der Wildmeister kümmerte sich nicht darum – vielleicht war die Abmahnung auch nicht gar so ernst gemeint. Nürnberg schickte einen Amtsboten, um den Mögeldorfern durch öffentlichen Ausruf den Kauf des Wildmeister-Biers zu verbieten; Strehan ließ ihn durch seinen Jagdknecht auf offener Straße zusammenschlagen. Jetzt schickte Nürnberg am 17. Oktober einen Korporal mit acht Musketieren (Soldaten) und acht Stadtschützen (Polizisten) nach Mögeldorf. Strehan und sein Knecht bedrohten sie am Eingang mit geladenen Gewehren, die Nürnberger drangen durch den Stadel ein und entrissen ihnen die Waffen, „wobei derselbe einen Stoß in das Gesicht, der Knecht aber etliche trucke-ne Schläge bekommen haben mag.“ Die Waffen wurden beschlagnahmt und den Bierfässern die Böden eingestoßen, ausgenommen ein kleines Fässchen für den Eigenbedarf.

Der Markgraf zeigte sich höchst „irritiert“ über den Nürnberger Einfall bei seinem Wildmeister, obwohl sich die Reichsstadt auf ein Privileg Kaiser Friedrichs III. von 1479 berufen konnte, das die Eröffnung neuer Wirtshäuser im Umkreis Nürnbergs gegen den Willen des Rates verbot. Aber nicht nur das! Ende Oktober hatte Nürnberg wieder einmal sein Recht auf Ausübung des kleinen Waidwerks wahrgenommen, also das Recht der Reichsstadt und aller ihrer Bürger zur Jagd auf Hasen, Füchse und ähnliches Kleingetier, das vom Markgrafen bestritten wurde. Seiner Auffassung nach hatten seine Vorfahren nur gnadenhalber und aus nachbarlicher Freundschaft den Ratsmitgliedern die Hasenjagd erlaubt, aber niemandem sonst. Gerade deshalb aber führten die Nürnberger ihre Jagden durch, um durch regelmäßigen Gebrauch ihren Rechtsanspruch zu demonstrieren und nicht „aus der Possess zu kommen“.

Georg Friedrich reagierte mit Repressalien, schikanierte Nürnberger Untertanen mit seinen eigenen Jagden und beschlagnahmte Nürnberger Biertransporte. Befürchtet wurde aber noch mehr. Schon im Oktober gingen Gerüchte um, dass die Rüstungen des Markgrafen eine Vergeltungsaktion in Mögeldorf vorbereiten sollten; am 2. November hieß es gar, er sei gesonnen, „Mögeldorf totaliter zu ruinieren“. Zweimal, am 28. Oktober und 6. November, berieten die zuständigen Ratsherren die Lage. Die Meinungen waren geteilt. Sie reichten von: Man solle Mögeldorf vorsorglich besetzen, weitere Truppen zwischen Mögeldorf und Lichtenhof in Stellung bringen und die Angreifer in die Zange nehmen, bis zu: Wenn der Markgraf den Nürnberger Wirten im „Goldenen Ochsen“ und „Schwarzen Adler“ in Mögeldorf die Fässer einschlagen wolle, könne eine hinreichend große Schutzmannschaft doch nicht rechtzeitig ankommen. Also bleibe nichts übrig, als nachträglich zu protestieren – „wie schon oft“, wie der Gutachter resigniert hinzusetzte. Besonderes Kopfzerbrechen machte dem Rat die vom Markgrafen geforderte Rückgabe der Gewehre. Sie wollte man unbedingt nur den Behörden in Ansbach übergeben, nicht in Mögeldorf dem Wildmeister selbst; man fürchtete sein „unverschämtes Gloriieren“, wenn man sie ihm selbst vor den Augen aller Mögeldorfer zurückgeben müsste.

Am 6. November 1696 kam es in Mögeldorf zum großen Showdown. Nicht weniger als 40 bis 50 Musketiere quartierten sich im Wildmeisterhaus ein. Der Rat war ratlos: Man konnte dem Markgrafen nicht verbieten, in einem markgräflichen Anwesen so viele Soldaten einzuquartieren wie er wollte. Aber dabei blieb es nicht. Um 11 Uhr vormittags ritt ein Korporal vor das Haus des Nürnberger Dorfhauptmanns Karl Kiesel und verlangte ein Ersatzpferd für sein altes, ermüdetes. Kiesel lehnte ab: Erstens war kein Pferd da, und zweitens stand dem Korporal keines zu, da es sich nur um eine rein Ansbacher Truppenbewegung handelte und keinen Marsch im Auftrag des Fränkischen Reichskreises. Ein Mögeldorfer Dorfhauptmann oder Vierer musste sich – obwohl selbst nur einfacher Bauer oder Handwerker, Kiesel war Metzger – gut in den Feinheiten des Reichsrechts auskennen, wollte er sein Dorf vor unrechtmäßigen Ansprüchen schützen! Jetzt verlangte der Korporal die Stellung von drei Mögeldorfern als Boten. Kiesel brachte ihm drei Ansbacher Untertanen, aber der Korporal lehnte sie ab: Er wollte Nürnberger Untertanen mit dieser Fron belasten, nicht seine eigenen markgräflichen Leute und auch keine Rieterschen Untertanen (diese waren seit dem Ausscheiden Paul Albrecht Rieters aus dem Nürnberger Bürgerrecht am 11. August 1696 keine Nürnberger Untertanen mehr). Ein zweiter Korporal mit einem Trommler und zwei Musketieren kam hinzu und verstärkte die Forderung. Wieder blieb Kiesel hart: Für rein Ansbacher Belange hatten die Ansbacher nur auf ihre eigenen Untertanen Zugriff, nicht auf Nürnberger Untertanen. Verärgert kehrten die Neuankömmlinge ins Wildmeisterhaus zurück; der erste Korporal ließ seine Wut an einer alten Witwe aus, die ihm gerade in die Quere kam, und prügelte grundlos mit seinem Stock auf sie ein. Jetzt kam der Leutnant selbst herangeritten und verlangte die Boten. Wieder lehnte Kiesel ab, der Leutnant schlug ihn mit seinem spanischen Rohr, doch Kiesel „entsprang“. Dann wandte sich der Leutnant gegen den Wirt des Goldenen Ochsen; dieser rettete sich mit einem Sprung in sein Haus und versperrte die Tür. Der Leutnant kehrte zum Wildmeisterhaus zurück, und die ganze Truppe zog ab.

Damit war die Krise für Mögeldorf ausgestanden, aber noch nicht für Nürnberg. Im April 1697 errichtete der Markgraf ein Lager bei Zirndorf, drangsalierte die Nürnberger Untertanen in den Dörfern westlich Nürnbergs und blockierte die Ferna-Brücke. Erst am 22. Mai brach er überraschend sein Lager ab und zog zur Reichsarmee am Oberrhein, um – Seite an Seite mit dem Nürnberger Kontingent – das Reich vor den Angriffen Frankreichs zu schützen.

Der Wildmeister setzte seinen Bierausschank fort.

Horst-Dieter Beyerstedt


Touristen-Klub „Kletterfreunde Mögeldorf“

„Satzungen des Touristen-Klub „Kletter-Freunde“ Mögeldorf

Touristen-Klub „Kletterfreunde Mögeldorf“

§1
Der Verein hat den Namen: Touristenklub Kletterfreunde Mögeldorf mit dem Sitz in Mögeldorf und unterhält die Mitglieder durch sein Unternehmen mit Gesellschaft und Touristik.

§2
Jede ordentliche Person, die das 18. Lebensjahr überschritten hat, kann im Verein aufgenommen werden; jedoch darf dieselbe keinem anderen Touristenverein angehören.

§3
Der Austritt eines Mitglieds steht jederzeit frei. Dem Vorstand muss es schriftlich mitgeteilt werden. Von dem Tage des Austritts oder Ausschlusses hat das betreffende Mitglied keinen Anspruch mehr an irgendwelches Vereinsvermögen. Ausgenommen von dieser Bestimmung sind die Schuhplattler. Diese haben bei Austritterklärung einen halbjährigen Beitrag zu entrichten

§4
Der Verein besteht aus aktiven und passiven Mitgliedern.

§5
Die Aufnahmsgebühr beträgt 1 Mk. Monatsbeitrag 50 Pfg. Die Beiträge werden in monatlichen Raten vom Vereinsdiener eingehoben.

§6
Das Mitglied, welches 3 Beiträge rückständig ist, kann aus dem Verein ausgeschlossen werden.

§7
Die Verwaltung besteht aus:
dem 1. und 2. Vorstand
dem Kassier
dem Schriftführer
dem 1. und 2. Tourenführer 3 Ausschussmitglieder, zugleich 2 Revisoren u. eine Revisorin. Dieselben können alle Jahre in der Generalversammlung neu gewählt werden. Lässt sich ein Verwaltungsmitglied in dieser Zeit etwas zu Schulden kommen, so kann es nur durch die Verwaltung ausgeschlossen und neu ersetzt werden. Auch für Mitglieder behält sich die Verwaltung das Ausschließungsrecht vor.

§8
Am 1. Januar jeden Jahres findet Generalversammlung statt. Jede weitere Versammlung ist am 1. Donnerstag jeden Monats. Alljährlich im August machen wir eine Gründungstour zum Gedenken an die Gründung des Vereins. Sollte bei Touren ein Unfall vorkommen, so haftet der Verein nicht.

§9
Ein Strafregister liegt im Verein auf; demselben hat jedes Mitglied Folge zu leisten.

§10
Im Falle, der Verein auf 3 Mann zusammenschmilzt, kann er aufgelöst werden und die übrigen haben Anspruch auf das Vereinsvermögen.

§11
In allem im vorstehenden Statut nicht vorgesehenen Fällen entscheidet die Verwaltung, sowie bei einer Wahl, bei Stimmengleichheit der Vorstand.

Die Verwaltung


Stahlbogenschützengesellschaft

Stahlbogenschützengesellschaft

Die Stahlbogenschützengesellschaft, im Volksmund „Schnepperschützen“ oder noch einfacher die „Schnepperer“ genannt, wurde am 10. Januar 1857 gegründet. Außer dem Schießen mit dem Stahlbogen (Armbrust) und dem Schnepper, der kleinen Armbrust, wurde vor allen Dingen die vater-ländische Gesinnung im Sinne des Vormärz gepflegt und man befleissigte sich laut ihren Statuten mit geselliger Unterhaltung und „Beförderung des Anstands und der Sittlichkeit ihrer Mitglieder“. Idol war logischerweise der Schweizer Freiheitsheld Wilhelm Tell. Die Schützenscheibe war ein aus Holz geschnitzter Reichsadler mit Krone, Zepter und Reichsapfel. Dazu hat sich ein kleiner Filmausschnitt aus dem Jahr 1938 erhalten, den man unter www.moegeldorf.de als Videoausschnitt ansehen kann.

Auch dieser traditionsreiche Verein wurde aufgelöst, als andere Sportarten in Mode kamen. Nach dem zweiten Weltkrieg wurde der Sportbetrieb gänzlich eingestellt, nur einige in Ehren ergraute Mitglieder trafen sich noch in der „Eiche“ und frönten bei einem Glase Bier der guten alten Zeit. Insbesondere schwärmte man von dem so glanzvoll verlaufenen Schützenfest von 1907. Höhepunkt dieses Festes war der Festzug, an dem alle zwölf Mögeldorfer Vereine teilnahmen. An der Spitze marschierte der Musikzug des 14. Infanterieregiments zusammen mit dem Schützenkönig der Schnepperer. Eine besondere Attraktion war auch das Schiessen selbst, denn der Schützenvogel musste auf einer Höhe von 27,5 Metern geschossen werden. Mit viel Bier wurde dann der Schützenkönig gefeiert, ein grosser Festball im Volksgarten rundete das Ereignis ab.

Die Tätigkeit der Schützengesellschaft kam nach 1945 vollständig zum Erliegen. 1957 wird berichtet, „dass die Gesellschaft, die so tief mit der Mögeldorfer Bevölkerung verwurzelt war, … seit einigen Jahren als solche nicht mehr besteht und daher im Jahre 1957 anlässlich der vor 100 Jahren erfolgten Gründung kein ihrer Vergangenheit würdiges Fest feiern kann.“ Nur noch 8 frühere Mitglieder kamen in der Eiche zusammen, um der 100 Jahre zu gedenken.

In der Ausgabe der Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs e.V. vom Juni 1957 Seite 2ff gibt es eine ausführliche Schilderung der Jubiläumsfeierlichkeiten des Jahres 1907.

Frau Schaller hat in der Dezemberausgabe 2011 Seite 54f aus den Lebenserinnerungen der Familie Präg eine anschauliche Beschreibung der Mögeldorfer Schnepperschützen veröffentlicht.

Auch in Laufamholz gab es eine Stahlbogenschützengesellschaft. Sie wurde 1862 von Johann Oertel in Hammer zusammen mit Christoph von Forster gegründet und bestand bis 1943. Die Vereinsstatuten vom 8. März 1887 haben sich erhalten. Der Erste Schiessplatz war am sog. Weiherlein, der Eigentum der von Forster´schen Fabrikherrschaft in Hammer war. 1901 wurde er auf eine Waldwiese ins Freiland verlegt. Ganz besondere Ehre erlangte die Gesellschaft 1927 in München. Beim 1. Deutschen Armbrustschiessen erkämpfte sich die Stahlbogenschützengesellschaft Hammer den ersten Hauptadler unter grosser Konkurrenz. Quelle: Mitteilungsblatt Laufamholz 2003, letzte Ausgabe, S. 2.

Statuten
der
Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft
zu Mögeldorf
Gegründet im Jahre 1857
Nürnberg 1910

Im Jahre 1857 gründete sich eine Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft, welche unterm 10. Januar dess. Js. von einem königl. Landgericht die Genehmigung erhielt. Da nun im Laufe der Zeit die damals entworfenen Statuten sich mangelhaft erwiesen haben, so wurde beschlossen, dieselben zu revidieren und drucken zu lassen.

Vorerinnerung
Im Jahre 1857 gründete sich eine Stahlbogen-Schützen-Gesellschaft, welche unterm 10. Januar dess. Js. von einem königl. Landgericht die Genehmigung erhielt. Da nun im Laufe der Zeit die damals entworfenen Statuten sich mangelhaft erwiesen haben, so wurde beschlossen, dieselben zu revidieren und drucken zu lassen.

I. Abschnitt
Zweck der Gesellschaft und ihr Schießplatz

§1
Der Zweck der Gesellschaft ist die Übung im Schiessen mit dem Stahlbogen, Schnepper genannt. Gesellige Unterhaltung und überhaupt Beförderung des Anstandes und der Sittlichkeit ihrer Mitglieder.

§2
Der Schießplatz befindet sich gegenwärtig auf einer vom königlichen Forstamt mit Genehmigung hohen Ministeriums gepachteten am Waladsaume gelegenen öden Fläche.

II. Abschnitt
Einkünfte und Verwendung derselben.

§3
Die Einkünfte der Gesellschaft sind: a) Aufnahme-Gebühren,
b) jährlicher Beitrag,
c) Abgaben bei den Schießen und
d) Strafen

§4
Verwendet werden dieselben:
a) zur Beischaffung und Ausbesserung der nötigen Requisiten,
b) zur Entrichtung der nötigen Abgaben,
c) zur Bezahlung des nötigen Personals,
d) zur Bestreitung der Unkosten bei festlichen Gelegenheiten.

III. Abschnitt
Bestand der Mitglieder und Beschluss über die Aufnahme

§5
Die Mitglieder bestehen aus Mitgliedern und Ehrenmitgliedern.

Jeder gebildete Mann, welcher das 18. Lebensjahr zurückgelegt hat, kann Mitglied der Gesellschaft werden, wofern er nicht wegen eines Vergehens oder Verbrechens einer strafrechtlichen Untersuchung unterworfen war, ohne von Schuld und Strafe freigesprochen worden zu sein, sowie derjenige auszuschliessen ist, welcher wegen auffallend unordentlichen Lebenswandels, grober Unsittlichkeit, oder häufiger Übertretung der Polizeigesetze auf das Prädikat eines gebildeten Mannes keinen Anspruch mehr machen kann.

§6
Wer in die Gesellschaft aufgenommen zu werden wünscht, hat sich persönlich oder durch ein Mitglied beim Schützenmeister zu melden, von welchem sein Name an die im Lokal hängende Tafel geschrieben, und bei der nächsten Versammlung welche immer am letzten Sonnabend jeden Monats stattfindet, von den anwesenden Mitgliedern über dessen Aufnahme ballotirt wird.

§7
Jedes Mitglied hat zu zahlen:
a) Aufnahmsgebühr 2 Mk 60 Pfg.
b) Jahres-Beitrag 3 Mk 20 Pfg.
c) 20 Pfg. Leichenbeitrag, wenn ein Mitglied mit Tot abgeht zur Bestreitung der Grabmusik, wenn es aber der Kassabestand erlaubt so kann der 20 Pfg. Leichenbeitrag zeitweise in Wegfall kommen.

§8
Von den benannten Jahresbeitrag ist der 1. Schützenmeister, Kassier und 1. Schriftführer befreit, sowie diejenigen Mitglieder, welche der Gesellschaft 25 Jahre ununterbrochen angehören und zu Ehrenmitgliedern ernannt sind.
Die 20 Pfg. Leichenbeitrag, welche zeitweise erhoben werden, muss jedes Vorstands- und Ehrenmitglied zahlen.

§9
Alle in dem Inventar aufgenommenen Gegenstände sind Eigentum der Mitglieder und Ehrenmitglieder.

§10
Ausgeschlossen aus der Gesellschaft wird:

1) wer die in § 7 bestimmten Verbindlichkeiten nicht erfüllt und
2) wer durch Streitigkeiten oder unsittliches Betragen, trotz wiederholt erhobener Mahnung durch den Schützenmeister oder die Vorstandsmitglieder Veranlassung zu Störungen gibt und die in § 5 vorgeschriebenen Eigenschaften verletzt. Zuständig über den Ausschluss ist eine Mitglieder oder General-Versammlung.

§11
Jedes ausgeschlossene oder selbst austretende Mitgl. kann an das Inventar oder bare Vermgöen keine Ansprüche machen und bei etwaiger Auflösung der Gesellschaft haben die noch zur Zeit eingeschriebenen Mitglieder und Ehrenmitglieder über dasselbe zu verfügen.

IV. Abschnitt
Vorstand der Gesellschaft, dessen Wahl und Pflichten.

§12
Der mittelbare Vorstand der Gesellschaft, welcher durch freie Wahl der Mitglieder bestimmt wird, besteht aus 1. Schützenmeister, einen 2. Schützenmeister, einen Kassier, einen 1. Schriftführer und einen 2. Schriftführer und einen aus 4 Mitgliedern bestehenden Ausschuss, welche bei Beratungen des Vorstandes gleiche Stimmen haben. Alljährlich treten die Vorstände nebst Ausschussmitgliedern nach abgelegter Jahresrechnung aus, sind aber wieder wählbar. Die Wahl geschieht durch Wahlzettel, welche die Mitglieder auszufüllen haben, wenn sie Schützenmeister Kassier, Schriftführer und Ausschussmitglieder wählen, denn mangelhafte Wahlzettel werden nicht angenommen, und hat Aussteller desselben seine Stimme vergeben, sowie auch der bei der Wahl nicht Erscheinende. Mitglieder, welche das 20. Lebensjahr nicht vollendet haben, können nicht als Vorstands oder Ausschussmitglied gewählt werden. Bei der Wahl selbst werden in Gegenwart der Mitglieder die sämmtlichen Wahlzettel In das Wahlverzeichnis eingetragen, worauf die Stimmenmehrheit entscheidet.

§13
Sollte ein erwähltes Mitglied die Wahl nicht annehmen wollen oder können, so wird sofort zu einer neuen Wahl für dessen Stelle geschritten; bei gleicher Stimmenzahl entscheidet das Loos. Wer einmal die Wahl angenommen hat, ist verbunden, ein Jahr die Stelle zu verwalten, wenn ihn nicht triftige Gründe daran hindern. Sollte ein Vorstands- oder Ausschussmitglied mit Tod abgehen, so tritt dasjenige Mitglied, welches bei der letzten Wahl die meisten Stimmen hatte, an dessen Stelle ein, bis zur nächste Wahl.

Die Verwaltung
(Fortsetzung in der nächsten Ausgabe!)

Seniorennetzwerk Mögeldorf/Zabo

Verschiedene Angebote und Möglichkeiten zur Information oder Beratung in Nürnberg und speziell im Seniorennetzwerkgebiet Zabo und Mögeldorf.

Viele Bürgerinnen und Bürger wünschen sich besonders im Alter weiterhin eigenständig und selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden wohnen und am Leben im Stadtteil teilnehmen zu können. Die Seniorennetzwerke verstehen sich daher als Anlaufstelle zu allen Fragen rund um Lebensqualität im Alter für alle Interessierte aus dem jeweiligen Stadtgebiet. Im 2017 gegründetem Seniorennetzwerk Mögeldorf / Zabo haben sich in den Jahren seines Bestehens verschiedene kulturelle und gesundheitsfördernde Angebote fest etabliert. Seit einiger Zeit gibt es im Treff Bleiweiß und der Oase Begegnungsstätte Mögeldorf zudem spezielle Angebote zum leichteren Umgang mit den digitalen Medien – wie Kurse oder Sprechstunden.

Alle Seniorennetzwerke laden Sie herzlich zur Teilnahme und Mitwirkung ein! Ansprechpartnerin für das Seniorennetzwerk Mögeldorf / Zabo bin ich Andrea Leretz, Sie erreichen mich unter der Tel.-Nr. 99 541 95. Falls sie direkt Kontakt aufnehmen möchten oder ein konkreter Beratungsbedarf besteht nenne ich hier einige Stellen beispielhaft:

- Pflegestützpunkt der Stadt Nürnberg Tel.-Nr. 231 87 87 8
- Beratungsstelle Fachdienst zur Existenzsicherung und sozialen Integration Tel-Nr. 231-8103
- Seniorenamt Tel.-Nr. 231-6701
- Stadtseniorenrat Tel.-Nr. 231-6629
- Angehörigenberatung Adam-Klein-Straße Nürnberg Tel.-Nr. 272 3730
- Alzheimer Telefon – Nr. 030 259 37 95 14 mit seiner bundesweiten Hilfe und Beratung
- Malteser Telefonpaten Koordination Nürnberg Tel.-Nr. 96 89 150
- Zentrum Aktiver Bürger Tel.: 92 97 170 mit seinen Freiwilligenprojekten
- Dr. Uli Glaser mit seinem Team Bürgerschaftliches Engagement am Bürgertelefon „Nürnberg engagiert sich“ Tel.-Nr. 231 2344

A. Leretz Gemeinsame Modellverantwortung

Frauenkabarett 2022 im Loni

Seit März läuft die Frauen-kabarettreihe 2022 bereits und hat zwei großartige Kabarettistinnen auf die Bühne gebracht. Am 9. April präsentiert Anka Zink ihre Show Gerade nochmal gutgegangen!, gefolgt von Lizzy Aumeier am 23. Juni mit ihrem Damen SalonOrchester Lizzy und die weißen Lilien; eine brillante Mischung aus Konzert, Kabarett und Musik-theater. Zum Abschluss präsentiert Andrea Bongers erstmals in Nürnberg am 23. Juli ihr Programm Bis in die Puppen – Abgründiger, nachdenklicher und cleverer Humor.

Frauenkabarett 2022 im Loni

Anka Zink

Gerade nochmal gutgegangen!

Ein visionäres Programm, das ein bisschen Mut gegen das „Zurück-zur-Normalität-Virus“ einimpft. Ganz nach dem Motto: Hurra wir leben noch! Hatten wir nicht vor, etwas aus den Lockdowns zu lernen? Knüpfen wir nach dem ganzen Corona, Flut- und Feuerdesaster zuverlässig ans Wirtschaftswachstum an? Lassen wir die Frauen nach Homeoffice, Kinder-betreuung und Home Schooling am liebsten gleich auf dem Sofa sitzen? Wenigstens kann man mit Applaus die Miete bezahlen, Pfleger motovieren und Hilfskräfte trösten. Wer soll das ganze Durcheinander in Ordnung bringen? Bleiben Arnold Schwarzenegger, Greta Thunberg und Anka Zink!

Vorverkauf

Tickets bei allen bekannten VKK-Stellen, online über www.eventim.de ì und bei uns im Haus ohne VVK-Gebühren:
VVK 20 / 16 E (erm.), AK 23 / 20 E (erm.), Nbg.-Pass 5 E

Bilder: © Linn Marx, Ingo Burbach

34. FolkClubreihe

The Sands Family

Songs and Stories from the North of Ireland

34. FolkClubreihe

Berühmt für perfekten Harmoniegesang, die meisterhafte Handhabung vielfältiger Instrumente, eine enorme Bühnenpräsenz und nicht zuletzt als wunderbare Geschichtenerzähler: The Sands Family spielen eine bedeutende Rolle bei der Schaffung des phänomenalen, weltenweiten Interesses am Irish Folk.

Sa., 7.5., 20 Uhr, Eintritt: 25 / 22 € (erm.), VVK 22 / 18 E (erm.), 5 € (Nbg.-Pass)

Paul McKenna Band. © Martin Forry



The Paul McKenna Band

15 Years Anniversary Tour

34. FolkClubreihe

Die Band um Singer-Songwriter Paul McKenna ist einer der gefragtesten Acts der schottischen Szene und feiert weltweit große Erfolge. Selbst die New York Times ist voll des Lobes. Kopf- und Bauchmusik vom Feinsten - clevere und sozialkritische Texte treffen auf fetzige Tunes und tanzbare Arrangements.

Sa., 21.5., 20 Uhr, Eintritt: 23 / 20 € (erm.), VVK 20 / 16 E (erm.), 5 € (Nbg.-Pass)
www.paulmckennaband.com ì

The Sands Family © Siegfried Maeker


Tiergarten Nürnberg

Ein neuer Luchs im Tiergarten

Im Tiergarten der Stadt Nürnberg ist ein neuer Luchs eingezogen. Das eineinhalb Jahre alte Männchen – bei Luchsen nennt man die Männchen Kuder – ist am Abend des 18. Januar aus dem Zoologischen Garten Magdeburg nach Nürnberg gekommen.

Hier wird er sich das Gehege mit dem dreieinhalb-jährigen Luchsweibchen Sansa teilen, das seit 2020 im Tiergarten Nürnberg lebt.

Tiergarten Nürnberg April 2022

Nürnberger Bartgeierweibchen hat zwei Eier gelegt

Das Bartgeierweibchen im Tiergarten der Stadt Nürnberg hat zwei Eier gelegt. Das erste Ei kam am ersten Februarwochenende, das zweite Ei legte es am 15. Februar 2022. Die Nürnberger Bartgeier sind Teil des europäischen Zuchtprogrammes EEP (EAZA ex situ Programm), das den Erhalt der Art und auch deren Wiederansiedelung in der Natur zum Ziel hat.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Tiergartens haben das erste Ei nach gut einer Woche aus dem Nest genommen und in einen Brutkasten gelegt, um zu verhindern, dass es beim Brüten zu Schaden kommt.

Anstelle des echten Eis haben sie in Anwesenheit der Vögel ein künstliches Ei ins Nest gelegt – weil die Tiere ihre Pfleger gut kennen und ihnen vertrauen, war das problemlos möglich. Auch das zweite Ei ist nach gut einer Woche auf diese Weise ausgetauscht und in einen Brutkasten gelegt worden.

Tiergarten Nürnberg April 2022

Tiergarten der Stadt Nürnberg i.A. Dr. Nicola A. Mögel


Unsere Aufgabe

Das Mitteilungsblatt in digitaler Form an die Leser weiter zu vermitteln.

Aufbereitung

Die technologischen Entwicklungen verändern zunehmend unser Alltagsleben. Dies wird verstärkt durch die Möglichkeit der mobilen Nutzung des Internets.

Umsetzen

Viele Menschen nutzen soziale Netzwerke und geben dabei so viele personenbezogene Informationen preis wie nie zuvor.

Vermitteln

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Mitglieder Info


Wir gedenken unserer Verstorbenen:

Herrn Hans Bauer
Herrn Lothar Bendull
Herrn Wigand Melzl
Herrn Christian Wengrzi
Frau Ursula Werte
Herrn Georg Stammel

Wir danken unseren Spendern herzlich:

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Herrn Klaus Ulrich

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder:

Frau Erika Baumann
Frau Gerda Holzinger
Herrn Herbert Klemm
Herrn Dr. Roland Ritter
Herrn Harald Wagner

Wir sind im Internet erreichbar: www.moegeldorf.de

Unsere E-Mail-Adresse: buergerverein@moegeldorf.de
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Tel. 0911/63 25 140
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Vorsitzender

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Vorsitzender
Ute Köhler

Dr. Ute Köhler

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Stadt Nürnberg

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