Geschichtliches

König Konrad II (990 - 1039)

Dokumentiert erstmals das Dasein Mögeldorfs

Über den Beitrag

König Konrad II ( 990 - 1039 )

Die geschichtliche Überlieferung: Dokumentiert erstmals das Dasein Mögeldorfs

Wo

Mitteilungsblatt Februar 2007

Wann

Februar 2007

- Heftausgabe Februar 2007

König Konrad II ( 990 - 1039 )

 

Dokumentierte erstmals das Dasein Mögeldorfs

Was wissen wir von ihm und seinem Leben ?

GEBOREN um 990 in Speyer

Konrad II. war römisch-deutscher Kaiser von 1027 bis 1039, ab 1024 König des Ostfrankenreichs, ab 1026 König von Italien und ab 1033 König von Burgund. Konrad folgte auf seinen kinderlosen Vorgänger, den Ottonen Heinrich II., und wurde der Gründer des neuen Königshauses der Salier.

Verstorben: 4. Juni 1039, Utrecht, Niederlande

BEGRABEN IM DOM ZU SPEYER

Ehepartnerin: Gisela von Schwaben (verh. 1016–1039)

Kinder: Heinrich III., Mathilde von Franken, Beatrix Salian

Eltern: Heinrich, Adelheid von Metz

Enkelkinder: Heinrich IV., Judith von Ungarn, Beatrix I., Mathilde von Schwaben, Konrad II., Maud d'Este, Adelheid II.

König Konrad II* ( 990 - 1039 )

Konrad war der Sohn de fränkischen Grafen Heinrich von Speyer* und der Adelheid von Metz* , Tochter von Graf Richard* , Ur-Ur-Enkel des König Otto l* . Er hatte seinen Vater früh verloren, und die Mutter hatte ihn, als sie ihre zweite Ehe einging, in die Obhut des Wormser Bischofs Burchard* gegeben, in dessen Umgebung er aufwuchs. lm Kindesalter gingen alle seine Erbschafts- ansprüche durch unrechtmäßige Aneignungen seiner Verwandten verloren. Konrad war macht-und mittellos, konnte weder Lesen noch Schreiben und hat diese Künste auch zeitlebens nicht erlernt. Nach der Ehe mit der klugen, schönen und ehrgeizigen Gisela von Schwaben,*  einer der reichsten und vornehmsten Damen des Reiches, galt er als der kommende Mann.

Nach dem Verzicht Konrads des Jüngeren wurde er am 4.9.1024 zum deutschen König* gewählt; der Dynastiewechsel*  vom sächsischen zum salischen Geschlecht - vollzog sich ohne wesentliche Erschwernisse durch die Feudalgewalten. Konrad ll. distanzierte sich sofort von den Kirchenreformplänen seines Vorgängers. Er besaß den Sinn für Realpolitik* in besonders hohem Maße und richtete sein Augenmerk auf die nächsten erreichbaren Ziele.

Er gab die deutsche Kirche wieder ganz ihren staatlichen Aufgaben zurück und suchte sich ganz von der Kirche unabhängig zu machen, indem er das fränkische Hausgut planmäßig vermehrte, auch veranlasst er reiche Belehnungen seiner weltlichen Anhänger durch die Kirche. Mit seiner Wahl hatte man den Griff getan, den die wählende Fürstenheit gar nicht geplant hatte. Nach der Krönung am 8.9.1024 in Mainz gelang es dem König überraschend schnell, seine Anerkennung im Land durchzusetzen. 1025 trat Konrad die Mark Schleswig* an Knut ll. von Dänemark* ab, mit dem er ein Bündnis schloss. 1026 designierte er seinen Sohn Heinrich zum Nachfolger, dem er 1027 das Herzogtum Bayern* übertrug. Auf seinem ersten ltalienzug (1026/27)* warf Konrad eine gegen die deutsche Herrschaft gerichtete Erhebung nieder, ließ sich 1026 in Mailand* zum italienischen König krönen und erhielt vom Papst Johannes XlX.* am 26.3.1027 die Kaiserkrone.* Es folgte die Untenverfung der langobardischen Fürsten. ln der Auseinandersetzung um die burgundische Herrschaft unterwarf er seinen Stiefsohn Ernst II. von Schwaben,* der 1030 geächtet und umgebracht wurde. 1031 und 1033 ging es gegen Mieszko ll. von Polen,* den ververnichtend schlug.

Dieser unterwarf sich, verzichtete auf den Königstitel und erkannte die deutsche Oberherrschaft an. Es folgten Kriegszüge gegen die Liutizen,*  die sich unterwarfen und Tribute* zahlten. lm gleichen Jahrgliederte Konrad ll Burgund*  auf der Grundlage eines von Heinrich ll.*  1006 abgeschlossenen Erbvertrags*  dem lmperium ein, das sich nun in seiner endgültigen Gestalt aus den Königreichen Deutschland, ltalien und Burgund zusammensetzte. Mit dieser Eingliederung sicherte Konrad die wichtigsten Alpenpässe*  für einen freien Zugang nach Italien. Zweifellos vermehrte er die Macht des Reiches und schaffte mit harter Hand Frieden und Ordnung. Dabei ging es ihm besonders um den Ausbau seiner eigenen Hausmacht, die er auf Kosten von Reichs-, Kirchen- und Privat- besitz häufig rücksichtslos vergrößerte. Mit der Kirche verfuhr er wenig sanft, Amter besetzte er nach rein politischen oder privaten Gesichtspunkten. Die Eignung der Kandidaten spielte dabei keine Rolle, wohl aber deren Geld, denn der Kaiser war sich nicht zu schade, Kirchenämter auch regelrecht zu verkaufen. 1035 setzte er den Herzog von Kärnten*  wegen Hochverrats*  ab. An seine Stelle trat 1036 Konrad der Jüngere,*  ein Vetter des Kaisers.

Auf seinem 2. ltalienzug (1037/38)*  griff er in Unteritalien in Kämpfe der Untervasallen* gegen die großen Feudalherren ein. Wie in Deutschland förderte er die unteren Vasallen* auch in ltalien, denen er die Erblichkeit der Lehen*  und das Recht der Appellation*  an den König zugestand. Nur der Erzbischof von Mailand*  konnte sich in seiner Stadt noch behaupten.

Mit Härte, Glück und Rücksichtslosigkeit, gepaart mit egozentrischem Durchsetzungstrieb, gelang es Konrad ll. während seiner 15-jährigen Regierungszeit* Ruhe, Ordnung und Frieden in das Reich zu bringen. lm Gedenken an seine eigene, für einen Kaiser bescheidenen Herkunft bewahrte sich Konrad Il. auch nach seinem persönlichen Aufstieg den Sinn und das Verständnis für die Nöte des Volkes. Zu diesen charakterlichen Eigenschaften traten sein Mut und sei- ne Tapferkeit, die er in seinen Kämpfen bewiesen hat. Solche Züge waren es, die ihm seine große Popularität verschafften, so dass seine Zeitgenossen*  sich nicht scheuten, ihn mit Karl dem Großen*  zu vergleichen.

Konrad kann zu den größten deutschen Herrschergestalten des Mittelalters gerechnet werden. Er starb mit fast 50 Jahren in Utrecht*  und wurde am 3. Juli 1039 in der bereits fertiggestellten großartigen Krypta*  des erst begonnen Speyer Doms*  beigestzt.


BERICHTSENDE

Heftausgabe Februar 2007 | Auszüge aus Detlev Schwennicke,,Europäische Stammtafeln,

Nähere Infos zum Bericht

Für die allgemein Bildung sehr hilfreich

Erwähte Begriffe aus dem Bericht kurz und bündig erklärt.

Begriffe kurz erklärt

Konrad II Textpassage

Konrad II. (um 990-1039). Urenkel Konrads d. Roten v. Lothringen, der in der Ungarnschlacht auf dem Lechfeld (955) gefallen war, und dessen Frau Liudgard, der Tochter Ottos I. d. Gr. Wurde von der Mehrheit der dt. Stammesfürsten zum König gewählt (1024) und durch Aribo, den Erzbischof von Mainz, gesalbt und gekrönt. Auf seinem Krönungsritt durch die dt. Gaue schlug er feindliche Bestrebungen nieder, zwang seine sächs. und lothringischen Gegner zum Gehorsam. Konrad wurde 1026 in Mailand zum König von Italien und Ostern 1027 in Rom zum Kaiser gekrönt, unterdrückte einen Aufstand der Bürger Roms, festigte seine Herrschaft in Unteritalien (Capua, Benevent, Salerno) und kehrte nach Deutschland zurück, um sich einem Aufstand seines Stiefsohnes, des Herzogs Ernst von Schwaben zu stellen. Dieser hatte sich zur Durchsetzung seiner Erbansprüche auf Burgund mit dem Polenherzog Mieszko verbündet. Ernst fiel im Kampf gegen kaiserl. Truppen (1030), Mieszko musste die Lehnsabhängigkeit von der dt. Krone anerkennen (1033), und Pommern, Lausitz und große Gebiete zwischen Weichsel und Bug abtreten. Im gleichen Jahr wurde Konrad aufgrund der Verträge Heinrichs II. und der verwandtschaftlichen Beziehungen seiner Frau Gisela zum König von Burgund gewählt, das Königreich Burgund wurde in den Reichsverband aufgenommen. 1035 verlobte Konrad seinen Sohn, den er schon als Achtjährigen (1026) zu seinem Nachfolger bestimmt hatte und 1028 als Heinrich III. zum König hatte krönen lassen, mit Gunhild, der Tochter des mächtigen Königs Knut d. Gr. von Dänemark; die Mark Schleswig wurde an Dänemark abgetreten, Nordgrenze des Reiches wurde die Eider. Auf dem Rückweg von seinem zweiten Italienzug (1037) erkrankte Konrad und mit ihm ein Teil seines Heeres und seiner Gefolgschaft an einer Seuche. Konrad starb in Utrecht (1038), und wurde in dem unter seiner Herrschaft begonnenen Dom zu Speyer beigesetzt

Heinrich, genannt Heinrich von Speyer oder auch Heinrich von Worms, aus dem Haus der Salier war der älteste Sohn des Otto von Worms, Herzog von Kärnten, und der Bruder des Papstes Gregor V. Da er aber bereits vor seinem Vater starb, blieb das Amt des Grafen im Wormsgau, das er bekleidete, sein einziges

Begriffe kurz erklärt

Heinrich von Speyer Textpassage

Heinrich, genannt Heinrich von Speyer oder auch Heinrich von Worms, († ca. Ende 990) aus dem Haus der Salier war der älteste Sohn des Otto von Worms († 1004), Herzog von Kärnten, und der Bruder des Papstes Gregor V. (regierte 996–999). Da er aber bereits vor seinem Vater starb, blieb das Amt des Grafen im Wormsgau, das er bekleidete, sein einziges. Er wurde im Dom zu Worms begraben.

Heinrich heiratete Adelheid († 19. Mai wohl 1039/1046), eine Schwester der Grafen Adalbert und Gerhard aus dem Haus der Matfriede, die eine zweite Ehe mit einem fränkischen Grafen – möglicherweise mit Poppo (V.) – schloss. Sie wurde in der Stiftskirche Öhringen begraben.

Heinrich und Adelheid hatten zwei Kinder, eine jüngere Tochter, Judith († wohl 998, sicher aber vor dem 30. April 1034), die ebenfalls im Dom zu Worms beerdigt wurde, sowie einen älteren Sohn, Konrad (* wohl 990; † 4. Juni 1039 in Utrecht), der 1024 als Konrad II. zum deutschen König gewählt und 1027 zum Kaiser gekrönt wurde.

Begriffe kurz erklärt

Adelheid von Metz Textpassage

Gräfin Adelheid von Metz bzw. Egisheim war eine Schwester der Grafen Adalbert und Gerhard aus dem Haus der Matfriede.

Begriffe kurz erklärt

Tochter von Graf Richard Textpassage

Die Buviniden sind die Familie des Grafen Buvinus (oder Bouvin) von Metz, die vom Beginn des 9. bis zur Mitte des 10. Jahrhunderts in der französischen und burgundischen und italienischen Geschichte eine herausragende Rolle spielten

Begriffe kurz erklärt

König Otto l Textpassage

Otto I. der Große (* 23. November 912; † 7. Mai 973 in Memleben) aus dem Geschlecht der Liudolfinger war ab 936 Herzog von Sachsen und König des Ostfrankenreiches (regnum francorum orientalium), ab 951 König von Italien und ab 962 römisch-deutscher Kaiser.

Begriffe kurz erklärt

Wormser Bischofs Burchard Textpassage

Burchard von Worms war Bischof von Worms und ein führender Kirchenrechtler seiner Zeit. In seiner Amtszeit initiierte er den Neubau des Wormser Doms.

Begriffe kurz erklärt

Gisela von Schwaben Textpassage

Gisela von Schwaben, auch Gisela von Limburg, war seit dem 21. September 1024 deutsche Königin und seit dem 26. März 1027 deutsche Kaiserin als Ehefrau des Königs und Kaisers des römisch-deutschen Reiches Konrad II. Sie ist die Mutter Kaiser Heinrichs III.

Siehe Bücher von Prof. Dr Hermann Rusam "Der Verein für Geschichte der Stadt Nürnberg" Band 104

Begriffe kurz erklärt

Deutscher König Textpassage

Als römisch-deutscher König werden in der neueren historischen Forschung die Herrscher des Heiligen Römischen Reiches für die Zeit zwischen ihrer Wahl zum König und ihrer Krönung zum Kaiser bezeichnet.

Ein Lusthaus war in der höfischen Kultur der Renaissance und des Barocks – zumeist in öffentlichen Parks in Residenzstädten – ein größeres Veranstaltungshaus für Feste, Empfänge und gesellschaftliche Veranstaltungen. Hier wurden größere und kleinere Festlichkeiten veranstaltet, Festmähler ausgerichtet und getanzt.

Begriffe kurz erklärt

Dynastiewechsel Textpassage

bezeichnet eine Geschlechterabfolge von Herrschern und ihren Familien und wird heute auch allgemein für Großfamilien gebraucht (Familiendynastie). Ursprünglich beschreibt man damit ein Herrschergeschlecht, dem es gelungen ist, über einen längeren Zeitraum durch Macht-, Wirtschafts- und Heiratspolitik, Diplomatie und Intrigen, sowie letztlich einer gelungenen Erbfolge eine kontinuierliche Besetzung der höchsten Fürstenwürde ihres Landes zu garantieren.

Ein Lusthaus war in der höfischen Kultur der Renaissance und des Barocks – zumeist in öffentlichen Parks in Residenzstädten – ein größeres Veranstaltungshaus für Feste, Empfänge und gesellschaftliche Veranstaltungen. Hier wurden grö ere und kleinere Festlichkeiten veranstaltet, Festmähler ausgerichtet und getanzt.

Begriffe kurz erklärt

Realpoloitik Textpassage

Realpolitik orientiert sich eng an den als real anerkannten Bedingungen und Möglichkeiten. Sie ist auf das rasche Treffen von Entscheidungen gerichtet und zielt auf eine breite Akzeptanz in der öffentlichen Meinung.

Ein Lusthaus war in der höfischen Kultur der Renaissance und des Barocks – zumeist in öffentlichen Parks in Residenzstädten – ein größeres Veranstaltungshaus für Feste, Empfänge und gesellschaftliche Veranstaltungen. Hier wurden größere und kleinere Festlichkeiten veranstaltet, Festmähler ausgerichtet und getanzt.

Begriffe kurz erklärt

Die Mark Schleswig Textpassage

Als Dänische Mark oder Mark Schleswig wird ein Gebiet im heutigen Schleswig-Holstein nördlich der Eider und südlich des Danewerks bei Schleswig bezeichnet. Es soll sich um eine frühmittelalterliche Grenzmark des Fränkischen Reichs gegen die dänischen Könige gehandelt haben. In mittelalterlichen Quellen ist der Begriff Dänische Mark selbst unbekannt. Nach den fränkischen Reichsannalen zum Jahr 828 drangen aber die dänischen Könige mit ihren Truppen „in die Mark“ ein (ad marcam). In den Jahrbüchern von Fulda kommen zu 852 die „Wächter der dänischen Grenze“

Es wird häufig angegeben, dass Karl der Große um 810 eine Dänische Mark errichtet habe, um Herrschaftsansprüchen der Dänen seitens ihres ehrgeizigen Königs Gudfred auf die damals sächsischen Gebiete nördlich der Elbe zu begegnen, die Karl kurz zuvor unterworfen hatte.[1] Inwieweit und wie lange es eine karolingische Grenzmark gab, ist aber nicht gesichert.

Begriffe kurz erklärt

Knut II. von Dänemark Textpassage

Knut der Große war im 11. Jahrhundert Herrscher über ein nordisches Großreich, das England, Dänemark, Norwegen und Südschweden umfasste.

Begriffe kurz erklärt

Herzogtum Bayern Textpassage

1053-1055 für den späteren Kaiser Heinrich IV. (als bayerischer Herzog Heinrich VIII.), dem älteren Sohn Heinrichs III. und für Herzog Konrad jüngereren Sohn König Heinrichs III. regiert in Bayern Bischof Gebhard von Eichstätt (Papst Viktor II. 1055-1057)

Begriffe kurz erklärt

Mieszko II. von Polen Textpassage

Mieszko II. wurde im Jahre 990 als der zweite Sohn von König Bolesław I. in dessen dritter Ehe mit Emnilda, der Tochter des Herzogs der Sorben, Dobromir geboren. Mieszko wurde nach der Enterbung des älteren Halbbruders Bezprym als Thronfolger ausersehen. Er nahm an den Kriegen seines Vaters gegen Kaiser Heinrich II. teil und wurde im Jahre 1013 als Vertreter der polnischen Krone zu den Friedensverhandlungen in Merseburg entsandt. Um den Frieden zu festigen, heiratete er Richeza, Tochter des lothringischen Pfalzgrafen Ehrenfried Ezzo. 1014, nach erneuten Spannungen zwischen dem Kaiser und seinem Vater, wurde Mieszko zunächst gefangen genommen, trat dann als Vermittler auf, konnte aber den Ausbruch neuer Kämpfe 1015 nicht verhindern. An diesem Abschnitt des Krieges beteiligte er sich vor allem mit Plünderungen in Böhmen.

Begriffe kurz erklärt

Ersten ltalienzug (1026/27) Textpassage

Auf seinem ersten Italienzug (1026/27) warf Konrad eine gegen die deutsche Herrschaft gerichtete Erhebung nieder, ließ sich 1026 in Mailand zum italienischen König krönen und erhielt vom Papst Johannes XIX. am 26.3.1027 die Kaiserkrone. Es folgte die Unterwerfung der langobardischen Fürsten.

Begriffe kurz erklärt

Papst Johannes XIX. Textpassage

Johannes XIX. (vorher Romanus von Tusculum; * in Rom; † Oktober 1032 ebenda) war zwischen 1024 und 1032 Papst.

Er wurde als Sohn des Grafen und kaiserlichen Admirals Gregor von Tusculum aus dem Geschlecht der Tuskulaner geboren, das zu dieser Zeit Rom beherrschte. Unter seinem Bruder, Papst Benedikt VIII., war er mit den Titeln Consul, Dux und Senator weltlicher Herrscher in Rom und der Campagna.

Begriffe kurz erklärt

Mailand Textpassage

Mailand, eine Metropole in der norditalienischen Lombardei, ist weltweit als Zentrum für Mode und Design bekannt.

Konrad nun mit seiner Streitmacht auf Mailand vor. Die übliche Taktik des Brandschatzens der umliegenden Städte und Dörfer, die Überwachung der Handelswege sowie das Einnehmen von Vorposten kam zum Tragen. Die kaiserlichen Truppen lagerten vor den Toren Mailand, bis es am 19. Mai zur offenen Feldschlacht kam. Die Truppen der Stadt Mailand setzten sich zum größten Teil aus einer bürgerlichen Miliz zusammen und zu kleineren Teilen auch aus Rittern der Stadt. Eine Besonderheit in dieser Schlacht stellte das sogenannte ״Caroccio“ dar, ein Fahnenwagen, der vor allem durch seine symbolische Macht, die Truppen Mailands anspornte.[41] Nach beidseitig großen Verlusten zogen sich die Parteien vorerst zurück[42]

Begriffe kurz erklärt

Kaiserkrone Textpassage

Die Reichskrone ist die Krone der Könige und Kaiser des Heiligen Römischen Reiches seit dem Hochmittelalter. Sie gehört zum Typus der mittelalterlichen Bügelkronen. Die meisten römisch-deutschen Könige seit Konrad II. wurden mit ihr gekrönt.

Begriffe kurz erklärt

Ernst II. von Schwaben Textpassage

Der historische und zugleich legendäre Herzog Ernst II. von Schwaben, etwa 1010 geboren, war der Sohn und Erbe des Babenbergers Ernst I., der 1015 bei einem Jagdunfall ums Leben kam. Der minderjährige Ernst II. trat unter der Vormundschaft seiner Mutter und seines Onkels, Erzbischof Pippo von Trier, die Nachfolge seines Vaters an. Im Jahre 1016 vermählte sich seine Mutter Gisela in dritter Ehe mit dem Salier Konrad dem Älteren, der 1024 in Mainz zum König und 1027 in Rom zum Kaiser (Konrad II.) gekrönt wurde. Es kam zu Spannungen zwischen Konrad und seinem Stiefsohn. Bereits 1025 trat Ernst in Opposition zum König. Er musste sich 1027 unterwerfen und kam in Haft.

Begriffe kurz erklärt

Liutizen Textpassage

Die Lutizen waren ein loser Bund einiger nordwestslawischer Stämme, die im Mittelalter den Südosten des heutigen Mecklenburg-Vorpommern und den Norden des heutigen Brandenburg bevölkerten. Im Gegensatz zu ihren Nachbarn entwickelten sie keinen zentralistischen Feudalstaat und widersetzten sich einer Christianisierung

Begriffe kurz erklärt

Tribute Textpassage

Tribut bezeichnet historisch eine Abgabe oder Steuer. Der Tribut wurde zum Zeichen der Unterwerfung oder der Vasallentreue geleistet. In der Regel handelte es sich um regelmäßige Geld- oder Sachleistungen, die nicht nur ökonomisch bedeutsam waren, sondern auch die Machtverhältnisse zum Ausdruck brachten.

Begriffe kurz erklärt

Burgund Textpassage

Das Königreich Burgund war ein Staat im Süden des heutigen Frankreichs, der durch die Fränkischen Reichsteilungen entstand. 561 bis 584 und 639 bis 737 waren fränkische Teilkönigreiche in Burgund entstanden, die zunächst an Neustrien, dann wieder an das Gesamtreich fielen. 880 und 888 wurden die Königreiche Niederburgund und Hochburgund gegründet und 930 zum Königreich Burgund vereinigt.

Begriffe kurz erklärt

Heinrich II Textpassage

Heinrich II., Heiliger, aus dem Adelsgeschlecht der Ottonen, war als Heinrich IV. von 995 bis 1004 und wieder von 1009 bis 1017 Herzog von Bayern, von 1002 bis 1024 König des Ostfrankenreiches, von 1004 bis 1024 König von Italien und von 1014 bis 1024 römisch-deutscher Kaiser.

Begriffe kurz erklärt

Erbvertrags Textpassage

Erbvertrag. Anders als beim Testament, dessen Inhalt der Testator im Rahmen des Erbrechts eigenständig verfügte, wurden Erbverträge unter zwei lebenden Parteien geschlossen und waren unumstößlich, wogegen ein Testament nachträglich abgeändert werden konnte. Erbverträge mussten in Anwesenheit beider vertragsschließender Parteien vor Gericht oder in Gegenwart eines Notars geschlossen werden. Von besonderer Bedeutung waren Erbverträge zwischen Angehörigen adeliger Dynastien, da in ihnen Herrschaftsfolge und territorialer Bestand geregelt wurden.

Begriffe kurz erklärt

Alpenpässe Textpassage

Politische, militärische, religiöse und wirtschaftliche Interessen ließen den Verkehr über die Alpen von der Karolingerzeit an wieder kräftig aufleben. Zwar hatten die Römer schon gute Pass-Straßen und Versorgungsstationen angelegt, diese waren jedoch nach deren Abzug verfallen und wurden zudem im Westen durch räuberische Sarazenen, im übrigen durch örtliche Räuberbanden unsicher gemacht. Eine sichere Verbindung zwischen dem Oberrhein und der Poebene führte im FMA. über Julier- (2287 m) und Septimerpass (2311 m).

Begriffe kurz erklärt

Herzog von Kärnten Textpassage

Konrad I., genannt Konrad von Kärnten, (* um 975; † 12. Dezember oder 15. Dezember 1011) aus dem Haus der Salier war Herzog von Kärnten ab dem Jahr 1004. Er war der dritte Sohn des Herzogs Otto I. von Kärnten, der jüngere Bruder Papst Gregors V. und der älteste der vier Söhne Ottos, der seinen Vater überlebte. Bei der Königswahl von 1002 war er einer der Kandidaten. Er wurde im Dom zu Worms begraben. Konrad von Kärnten war seit etwa 1002 mit Mathilde von Schwaben verheiratet, einer Tochter von Herzog Hermann II. Das Paar hatte zwei Söhne:

Begriffe kurz erklärt

Hochverrat Textpassage

Im römischen Strafrecht wurden die perduellio (Hochverrat) und das dieser ähnliche crimen maiestatis als Kapitalverbrechen mit dem Tode bestraft.

Begriffe kurz erklärt

Konrad der Jüngere Textpassage

Konrad der Jüngere (* um 880; † 23. Dezember 918 in Weilburg/Lahn) war von 911 bis zu seinem Tod König im Ostfrankenreich.

Ältester Sohn des Herzogs Konrad I. von Kärnten und der Mathilde von Schwaben, Tochter von Herzog Hermann II.

Begriffe kurz erklärt

2. Italienzug (1037/38) Textpassage

Die Herrschaft Konrads II. über Italien stützte sich weitgehend auf ein Interessenbündnis mit den dortigen Bischöfen. Er versuchte die bedeutenden Bistümer mit deutschen Prälaten und Männern seines Vertrauens zu besetzen. Die Bischöfe trugen dadurch zur Verklammerung der beiden Reiche bei. In den dreißiger Jahren geriet dabei die bischöfliche Stadtherrschaft durch die obersten Lehnsträger der Bischöfe (Capitanei), die sich auf zahlreiche Untervasallen, die Valvassoren stützten, zunehmend unter Druck. Als die Bischöfe sich gegen diesen Machtzuwachs wehrten und Lehen der Valvassoren einzogen, entstanden Unruhen. Insbesondere die energischen Maßnahmen von Aribert von Mailand führten Ende 1035/Anfang 1036 zu einem gewaltigen Aufstan

Begriffe kurz erklärt

Untervasallen Textpassage

Der „mittlere“ Teil des Lehnswesens war das Verhältnis zwischen Kronvasallen und Untervasallen. Untervasallen waren meist Ritter oder Äbte. Die Untervasallen hatten Land oder Ämter als Lehen und mussten Amtdienste oder Kriegsdienste leisten.

Die Lehnsherren oder Kronvasallen gaben das Land meist an untergebene Ritter, die Untervasallen, weiter, die sich besondere Ehren erworben hatten, zum Beispiel im Krieg.

Begriffe kurz erklärt

Vasal Textpassage

Der Vasall war ein Diener seines Herrn, in dessen Abhängigkeit er sich durch den rituellen Akt der Kommendation begab.[3] Der Vasall war seinem Herrn zu Diensten jeglicher Art verpflichtet (auxilium et consilium). Dazu gehörten insbesondere Kriegs- und Ratsdienste wie die Teilnahme an Ratsversammlung der Vasallen unter dem Vorsitz des Feudalherren, aber auch die Zahlung von Lösegeld, wenn der Lehnsherr in Gefangenschaft geraten war. Der Herr musste dem Vasallen den Lebensunterhalt wie Nahrung, Kleidung und Bewaffnung gewähren. Außerdem vertrat der Lehnsherr den Vasallen vor Gericht, der Vasall wiederum war Beisitzer im Gericht des Lehnsherrn

Begriffe kurz erklärt

Erblichkeit der Lehen Textpassage

Das Lehen (beneficium, feudum) sollte es dem Vasallen ermöglichen, seinem Herrn die Dienste zu leisten, zu denen er verpflichtet war. Zu diesem Zweck erhielt er ein Stück Land oder eine andere Einkommensquelle. Er bekam das Lehen nicht als Geschenk, sondern der Herr verlieh es ihm zur Nutzung.

Die Erblichkeit der Lehen hatte aber doch nicht zur Folge, dass die Lehnsnehmer nicht ihren Verpflichtungen gegenüber dem König nachkommen mussten? Der Lehnsnehmer verpflichtete sich als Gegenleistung für das Lehen, dem Lehnsherren, (im Hochmittelalter sicher noch der König, später dann die erstarktenden Herzöge) jederzeit für vielfältigste Dienste zur Verfügung zu stehen. Wurde dem nicht nachgekommen, war man das Lehen schnell los, ob erblich oder nicht erblich.

Später wurden die Lehen erblich, was erstmals im Kapitulare von Quierzy im Jahre 877 festgelegt wurde. Durch Lehnsgesetze im Hochmittelalter war es dem deutschen König nicht mehr möglich, seinen Vasallen ein Lehen zu entziehen. Die Erblichkeit der Lehen wurde nun gesetzlich festgelegt. Der Adel durfte Lehen auch kaufen, verkaufen oder teilen. Ein erledigtes weltliches Lehen musste der König spätestens nach einem Jahr erneut verleihen (Leihezwang)

Begriffe kurz erklärt

Recht der Appellation Textpassage

Konrad der Jüngere (* um 880; † 23. Dezember 918 in Weilburg/Lahn) war von 911 bis zu seinem Tod König im Ostfrankenreich.

Das Privilegium de non appellando (von lateinisch appellare ‚(be)nennen‘, ‚rufen‘; auch Appellationsprivileg) wurde im Mittelalter vom Kaiser vergeben und gab einem adeligen Territorialherrn das Recht (Ius), seinen Untertanen zu verbieten, den Kaiser als gerichtlich höhere Instanz anzurufen (im heutigen Sprachgebrauch: „Berufung einlegen“).

Vor allem aufgrund der Rezeption des römischen Rechts wurde im Heiligen Römischen Reich das Rechtsinstitut der Appellation gebräuchlich. Das heißt, wenn eine Prozesspartei in erster Instanz vor einem Gericht unterlag, konnte sie an ein höheres Gericht appellieren und eine dortige Prüfung des vorinstanzlichen Urteils erreichen. Der römisch-deutsche König bzw. Kaiser war im Mittelalter der oberste Gerichtsherr, von dem alle Gerichtsbarkeit ausging. An ihn konnte in letzter Instanz appelliert werden.

Der Kaiser konnte aber auch entsagen, letzte gerichtliche Instanz zu sein. Dies tat er nicht durch allgemeinen Ausspruch, sondern er verlieh ausgesuchten Fürsten, Grafen oder Reichsstädten das Privilegium de non appellando

Begriffe kurz erklärt

Erzbischof von Mailand Textpassage

Aribert von Mailand, vor allem in der älteren Literatur auch Aribert von Intimiano oder Antemiano (* zwischen 970 und 980; † 16. Januar 1045), war von 1018 bis 1045 Erzbischof von Mailand.

Begriffe kurz erklärt

Regierungszeit Textpassage

Als Regierungszeit im Mitelalter und Amtszeit oder Amtsperiode in der heutigen Zeit, wird diejenige Zeitspanne bezeichnet, in der ein ergriffense, gewähltes oder zugewiesenes Amt durch eine Person ausgefüllt wird.

Begriffe kurz erklärt

Zeitgenossen Textpassage

Ein Zeitgenosse ist eine Person, die zur selben Zeit wie eine andere Person lebt oder (rückblickend betrachtet) gelebt hat. Als Zeitgenossen einer bestimmten Person tituliert werden besonders häufig Persönlichkeiten aus den verschiedenen künstlerischen und kulturellen Bereichen.

Begriffe kurz erklärt

Karl dem Großen Textpassage

Karl der Große (lateinisch Carolus Magnus oder Karolus Magnus, französisch und englisch Charlemagne; * wahrscheinlich 2. April 747 oder 748;[1] † 28. Januar 814 in Aachen) war von 768 bis 814 König des Fränkischen Reichs (bis 771 gemeinsam mit seinem Bruder Karlmann). Er erlangte am 25. Dezember 800 als erster westeuropäischer Herrscher seit der Antike die Kaiserwürde, die mit ihm erneuert wurde. Der Enkel des Hausmeiers Karl Martell war der bedeutendste Herrscher aus dem Geschlecht der Karolinger. Das Frankenreich gelangte unter ihm zu seiner größten Ausdehnung und Machtentfaltung.

Begriffe kurz erklärt

Utrecht Textpassage

Utrecht ist eine Stadt in der geografischen Mitte der Niederlande und seit Jahrhunderten ein religiöses Zentrum

Konrad II. (* um 990; † 4. Juni 1039 in Utrecht)

Begriffe kurz erklärt

Krypta Textpassage

Das Wort Krypta stammt aus dem Griechischen und bezeichnet etwas „Verborgenes“. Auch das deutsche Wort „Gruft“ leitet sich davon ab. Tatsächlich gelten die frühchristlichen, unterirdischen Grabanlagen vor den Mauern des antiken Roms als Vorläufer der Krypten. Über einigen dieser Gräber wurden später Kirchen errichtet – zum Beispiel St. Peter in Rom über dem Grab des Apostels Petrus. Die Kirchengebäude wurden dabei so angelegt, dass der Altar genau über dem Heiligengrab stand. Der Wunsch, den Heiligen nahe zu sein und sie zu verehren, führte schließlich zum Bautyp der Krypta, eines Untergeschosses unter dem Chorraum der Kirche mit dem Heiligengrab als Zentrum. Keiner weiß, ob auch für die Krypta des Speyerer Doms von den kaiserlichen Bauherren der Erwerb besonderer Reliquien vorgesehen war. Jedenfalls beherbergt sie heute kein Heiligengrab.

Begriffe kurz erklärt

Speyer Dom Textpassage

Der salische König und spätere Kaiser Konrad II. ließ vermutlich 1025 den Bau mit dem Ziel beginnen, die größte Kirche des Abendlands zu errichten.

Als Speyerer Dom wird der Kaiser- und Mariendom zu Speyer bezeichnet. Er steht in der rheinland-pfälzischen Stadt Speyer und ist die Kathedralkirche der katholischen Diözese Speyer und Pfarrkirche der Dompfarrei.

Begriffe kurz erklärt

Europäische Stammtafeln Wikipedia

Das Sammelwerk Europäische Stammtafeln ist ein umfangreiches Nachschlagewerk zur Genealogie, einer der historischen Hilfswissenschaften. Es wurde 1935/1936 erstmals in zwei Bänden unter dem Titel Stammtafeln zur Geschichte der europäischen Staaten von Wilhelm Karl von Isenburg (1903–1956) publiziert und hat seitdem nicht nur eine Reihe von Neuauflagen erlebt, sondern – unter Isenburgs Nachfolgern Frank Baron Freytag von Loringhoven (1910–1977) und Detlev Schwennicke (1930–2012) – auch eine Ausweitung auf 29 Bände (die teils in mehreren Teilbänden vorliegen) mit mehr als 4000 Stammtafeln erfahren.

Das König Konrad II.

... und dazugehörige Bilder

König Konrad II. Dokumentierte erstmals das Dasein Mögeldorf

Bildergallerie: König Konrad II


Viel Spaß

Familientafel

Familie: von Speyer, Heinrich / von Metz, Adelheid

Familie: Konrad II. / von Schwaben, Gisela

Familie: Kärnten, Konrad I / von Schwaben, Mathilde 

Familie: von Schwaben, Ernst I. / von Schwaben, Gisela 


Quelle:Genealogische Datenbank Bohrer (Herzlichen Dank)

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