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Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.

 

Mögeldorfer Entwicklung in den letzten 70 Jahren - Betrachtung aus dem Blickwinkel des Verein

 

 
Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. feiert heuer sein
125jähriges Jubiläum in der Nachfolge des
"Vereins für Geschichte Mögeldorfs"
und des
"Vorstadtvereins Nürnberg-Mögeldorf".
Beide Vereine stellten wir in den vorgehenden Heften und Internetauftritt vor.
Unser jetziger Verein wurde am 24. April 1951 in das Vereinsregister
 "
Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs e.V.
"
 

Aus dem Bauerndorf im 19. Jahrhundert hat sich bis zum Beginn des Zweiten Weltkrieges ein beschaulicher Vorort entwickelt, der zwar auch zahlreiche Bombenschäden zu beklagen, aber im wesentlichen sein Gesicht behalten hatte. Nach den ersten Instandsetzungen setzte in den 60er Jahren eine große Bauwelle ein. Im Osten entstanden neue Wohngebiete mit vorwiegend Einfamilienhäusern. Doch auch das zentrale Mögeldorf veränderte sich grundlegend.

 

Den Mögeldorfer Plärrer kennt heute jeder Nürnberger. Genau genommen gibt es ihn aber erst seit fünfzehn Jahren. Man muss sich vorstellen, dass es am heutigen Mögeldorfer Plärrer keine Straßenverbindung nach Westen gab. Wo jetzt die Kreuzung ist, gab es einen Abzweiger von der Schmausenbuckstraße in die Ortsstraße, die in der Ostendstraße aufgegangen ist. An der Ortsstraße wurde 1960 eine Bushaltestelle mit Wartehalle eingerichtet. Dieser Bereich wurde „Mögeldorfer Platz“ genannt, schon bald als „Mögeldorfer Plärrer“ bezeichnet. Erst im Zuge der Neugestaltung im Jahr 2000, anlässlich der 975. Ersterwähnung Mögeldorfs, wurde der Mögeldorfer Plärrer auch offiziell als postalische Adresse ausgewiesen.

 

Ursprünglich führte die Hauptschlagader Mögeldorfs über die Mögeldorfer Hauptstraße. Nur wenige bogen in die Schmausenbuckstraße ein, um dann auf Kopfsteinpflaster auf der Ortsstraße Richtung Laufamholz zu fahren. Durch Abriss von Häusern und Gärten wurde 1970 die direkte Verbindung der Ostendstraße mit der Laufamholzstraße geschaffen. Heute ergießt sich der Verkehr über Ostendstraße, Mögeldorfer Plärrer und Laufamholzstraße. Parallel zu diesem Durchstich war ein Autobahnzubringer entlang des Waldrands geplant. Um den Reichswald zu schonen hat man sich dagegen entschieden. Auch unser Verein hatte sich dagegen ausgesprochen. Hätte der Zubringer die Autoschlangen verhindern können, die sich heute durch Mögeldorf quälen?

 

Die Planungen um den Wöhrde See in den 70er Jahren sahen eine dichte und hohe Bebauung am südlichen Ufer vor. Das Wohnprojekt Norikus sollte nur der Anfang sein. Auch das Doktorsschlösschen musste einem Hochhaus weichen. Aber die Bebauung des Kirchenbergs wurde verhindert. Hier ist besonders das Engagement der Familie Riedhammer zu loben, die sich durch den Erhalt mehrerer historischer Bauten sehr große Verdienste erworben hat. Das Ensemble um die Kirche St. Nikolaus und St. Ulrich ist ein Kleinod, das wir nicht genug schätzen können.

 

Mögeldorf präsentiert sich dem eiligen Durchfahrer als eine autogerechte Vorstadt mit einer vierspurigen Asphaltpiste, gesäumt von Wohnkästen, Bürobauten, Gewerbegebieten und Verbrauchermärkten. Dahinter erstrecken sich aufgelockerte, durchgrünte Wohngebiete, Villengrundstücke, Einfamilienhäuser, kleine Wohnhäuser unterschiedlicher Art. Auch der so genannte „Block“ zählt dazu.

 

Die bauliche Verdichtung der Stadt ist auch in Mögeldorf zunehmend zu beobachten. Das darf aber nicht zu Lasten des grünen Charakters unseres Stadtteils gehen. Wir möchten weiterhin in einem lebens- und liebenswerten Mögeldorf wohnen. Dafür wird sich unser Verein auch in Zukunft einsetzen.




Letzte Änderung: 30.11.2015