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Festschrift 125 Jahre Bürger- und Gschichtsverein Mögeldorf e.V.

 

 

Verein für die Geschichte Mögeldorfs

 Die freie Reichsstadt und ihr Territorium fielen 1806 an das Königreich Bayern. Mögeldorf wurde eine selbstständige, aber bitterarme Gemeinde. Erst mit dem Bau der Ostbahn 1859 von Nürnberg nach Hersbruck begann ein wirtschaftlicher  Aufschwung.

Im ausgehenden 19. Jahrhundert blühte das gesellige Leben in Mögeldorf in zahlreichen Vereinen und Stammtischgesellschaften. Nicht nur die Ortsansässigen trafen sich in den Wirtschaften. Vielmehr kamen Nürnberger dazu, die mit der Ostbahn gerne aufs Land fuhren. So versammelte sich ab etwa 1880 jeden Montag eine Runde in der Franckschen Gaststätte, dem späteren Volksgarten, dann Wiener Wald und jetzt Osteria am Mögeldorfer Plärrer.

 

AQUARELL  AUS  DER  ERSTEN  CHRONIK,  SITZUNG  MIT  FISCHKRÄNZLA  

Dieser Stammtisch nannte sich Montagsgesellschaft und hob sich von anderen etwas ab, da es sich hier um besonders honorige Persönlichkeiten handelte. Aus der Stadt kamen Künstler, Gelehrte und Privatiers. Dazu gesellten sich angesehene Mögeldorfer: der Pfarrer, der Lehrer, der Brauereibesitzer, der Ortsarzt zusammen mit Kaufleuten, Landwirten und Handwerkern. Seele des Ganzen war Professor Ernst Spieß, Gymnasialprofessor und Vorstand der Naturhistorischen Gesellschaft in Nürnberg.

 Die Zahl der Mitglieder nahm immer mehr zu und die Stammtischrunde gewann an Gestalt. Aus dem Jahr 1883 stammt eine erste Chronik, eigentlich mehr ein Protokollbuch. Dieses und zwei weitere sind uns erhalten geblieben. Eines ist in Privatbesitz, die beiden anderen haben wir dem Stadtarchiv übergeben. Die drei Chroniken spiegeln das Vereinsleben von den Anfängen um 1880 bis zur Auflösung im Jahr 1905. Sie sind reich illustriert mit kleinen Dokumenten, Zeichnungen und Malereien, manche von künstlerischem Rang. 

AQUARELL  VON  GUSTAV  SPECKHART

 In der Vorbemerkung zur ersten Chronik schreibt Professor Spieß: „Schon seit vielen Jahren pflegen sich gute Freunde und Gleichgesinnte zur Vesperzeit an den Montagen in Mögeldorf zu versammeln und ein paar fidele Stunden dort bei gutem Stoff zu verplaudern.“

Man wollte sich gut erholen, interessante Gespräche führen, das gute Mögeldorfer Bier und die Schlachtschüssel genießen. Dazwischen erfreute sich die Runde an Spenden von selbst gezüchteten Rettichen oder von Spargel und auch mal an einem Hasen oder einem Reh vom Förster.

 Nach einiger Zeit verlegte man den Stammtisch in die gegenüberliegende Tretterschen Gaststätte, dort wo heute die Deutsche Bank steht.

Das neue Tagungslokal wurde mit alten Mögeldorfer Zeichnungen, Stichen und gerahmten Mögeldorfer Urkunden ausgestattet. Pfarrer Hermann las aus seinem Büchlein „Mögeldorf einst und jetzt.“ Professor Hammer, der Direktor der Nürnberger Kunstschule, der Uhrmachermeister Speckhart und der Bildhauer Blab brachten neues Leben in die Montagsgesellschaft. Die Zahl der Mitglieder wuchs auf 75 an.

 Auf Betreiben Professor Hammers und des Mögeldorfer Bürgermeisters Stiegler beschloss man, die Montagsgesellschaft in einen Geschichtsverein umzuwandeln. Am Montag, dem 29. Dezember 1890 war es so weit. Nach einer kurzen Einführung von Professor Hammer wurde innerhalb von fünf Minuten der „Verein für die Geschichte Mögeldorfs“ gegründet. Als 1. Vorsitzender wurde Professor Hammer gewählt.

 

 Die allerdings erst Jahre später formulierten Statuten des Vereins sind uns in einer kleinen Schrift erhalten geblieben. Neben Mitgliedschaft, Beiträgen und Versammlungen definieren sie das spezielle Vereinsanliegen.

„Der Verein für Geschichte Mögeldorfs bezweckt in erster Linie die Restaurierung und Verschönerung der Pfarrkirche in Mögeldorf, in zweiter Linie die Geschichte dieser Ortschaft und seiner näheren Umgebung durch Sammlung von Aufzeichnungen, Archivalien und sonstigen Altertümern.“ 

MITGLIEDSURKUNDE 

Aus dem ersten Protokollbuch kann man ersehen, wie man versucht hat, diese Ziele zu erreichen.

Die Kirchenrestaurierung war für den Geschichtsverein ein Herzensthema. Der Bezug zur Kirchengemeinde war durch die Mitgliedschaft des Pfarrers gegeben, die Sachkompetenz in Gestalt des 1. Vorstands Professor Karl Hammer, dem Direktor der Kunstgewerbeschule gewährleistet. Nach dessen Tod 1897 trat Archivrat Lehner seine Nachfolge an.

KIRCHENPORTAL  1896      FEDERZEICHNUNG  RUDOLF  GEISSLER 

Speziell für die Renovierung des Kirchenportals sah sich der Verein finanziell gefordert. Professor Spieß beantragte dafür von jedem anwesenden Mitglied 10 Pfennig pro Woche. Darüber hinaus waren die Herren sehr erfinderisch in der weiteren Geldbeschaffung, durch Auferlegung von Strafen für Versäumnisse und vor allem in der Erhebung von Glückssteuern. So zahlt der Herr Pfarrer 1M, weil er entzückt ist vom neuen Hut seiner Frau. Und als der Eisendecker seinen ersten Sohn bekommt, zahlt er für diesen  wohl gelungenen Guss eine Glückssteuer von 5 M. Der Brauereibesitzer Giulini verkauft seine Brauerei an Strebel. Da zahlt Giulini 5M Glückssteuer, weil er einen Dummen gefunden und seine Brauerei gut los gebracht hat und Strebel zahlt 5M, weil er das Glück hat, in Zukunft den berühmten Stoff, das Bier, noch weiter zu verbessern.

 Nachfolgend einige Einträge aus den Protokollbüchern, die das Engagement des Geschichtsvereins bezeugen.

23. März 1891: Pfarrer Hermann teilt mit, dass zur Reparierung des Kirchenportals eine ministerielle Genehmigung notwendig sei und deshalb Pläne vorgelegt werden müssten. Das alte Portal wird vom Architekten Körper aus Berlin fotografiert, die Pläne verspricht Professor Hammer.

11. Jan 1892: Der Uhrmacher Gustav Speckhart findet auf dem Kirchenboden eine abgelegte Kreuzigungsgruppe. Eine Kommission wird gegründet, der Fund für künstlerisch wertvoll erachtet und Professor Hammer ist bereit, sie unter seiner Leitung in der Kunstschule restaurieren zu lassen. Diese Kreuzigungsgruppe befindet sich heute nach weiterer Renovierung im Chorraum der Kirche.

20. Juni 1892: Hammer berichtet über die mühevolle Arbeit, welche die Wiederherstellung der kirchlichen Altertümer und Kunstwerke verursacht. Hammer lädt zur Besichtigung ein.

Die Überbringung dieser Kleinodien in die Kirche soll nicht ohne Sang und Klang geschehen; es wird daher beschlossen, dies in zwei Akten vorzunehmen, von denen der erste in der Kirche, der zweite in der Tretterschen Wirtschaft spielt.  

KREUZIGUNGSGRUPPE, ANF. 16. JH.

 Das Protokollbuch vermeldet, dass am 1. Advent nachmittags (27. November 1892) die feierliche Aufstellung des Golgotha in der hiesigen Kirche stattfindet und dass bei dieser Gelegenheit in der Kirche durch den verehrlichen Singverein und durch den Kantor eine sachgemäße Feier stattfindet. Anschließend solle eine gemütliche Vereinigung der Mitglieder mit Familien im Trettersaale erfolgen

 

Hat der Verein seine Ziele erreicht?

Die Erneuerung und Verschönerung der Pfarrkirche war im Jahr 1907  abgeschlossen. Von staatlicher Seite wurden etwa 80 000 Mark investiert. In der Generalversammlung des Geschichtsvereins am 12. November 1891 war beschlossen worden, den Pfandbrief der Bayerischen Hypotheken-und Wechselbank über etwa 2000 Mark dem Kirchenportal zu widmen, nachdem der Landtag für dieses nur 500 Mark vorgesehen hatte.

Man kann annehmen, dass außer der Kreuzigungsgruppe und dem Kirchenportal  auch noch Totentafeln und Schilde, die Grabplatte Ulrich von Grolands und die Ölberggruppe auf Veranlassung des Geschichtsvereins restauriert wurden. Die finanziellen Beiträge des Geschichtsvereins dürften insgesamt bescheiden gewesen sein. Das Hauptverdienst des Geschichtsvereins war die ideelle Unerstützung und künstlerische Beratung.

Das zweite Ziel, die Erforschung der Geschichte Mögeldorfs mit der Veröffentlichung einer Heimatgeschichte hat der Verein nicht erreicht. Pfarrer Hermann hatte zwar 1887 ein Büchlein herausgebracht, “Mögeldorf sonst und jetzt“, das aber im Wesentlichen auf Kirche und Schule gerichtet war Der Nachfolger von Professor Hammer als 1. Vorsitzender, Kreisarchivfunktionär (Archichvrat) M.J. Lehner hat jahrelang an einer umfassenden Chronik Mögeldorfs gearbeitet und sie auch fertig gestellt wie aus den Protokollen hervorgeht. Warum dann keine Veröffentlichung erfolgt ist, geht wohl auch auf Unstimmigkeiten im Verein zurück.

 

ARCHIVARBEIT  AN  DER  GESCHICHTE  MÖGELDORFS

 

Archivrat Lehner schied aus und Pfarrer Lauter übernahm Ende 1899 den Vorsitz

Die letzte Eintragung im 3. Protokollbuch datiert vom 14. Januar 1901. Man war versammelt bei Nickel. Friedrich Nickel war der Wirt der „Friedenslinde“, bei dem der Verein nach einem kurzen Zwischenspiel bei Rebhahn in der “Ostbahn“ (Freiligrathstraße 19)  seit 1898 tagte.

Nachdem Mögeldorf am 1. Januar 1899 nach Nürnberg eingemeindet war, erfasste die Stadt Nürnberg auch die örtlichen Vereine aktenmäßig. In einem Schreiben an den Magistrat im September 1902 bestätigt der 1.Vorsitzende Pfarrer Lauter, dass der Verein wohl nur noch so lange vegetiert bis die Renovierung des Kirchenportals abgeschlossen sei.

Bereits im Oktober 1905 war es dann so weit, dass Lauter meldete: Der Verein ist faktisch aufgehoben. Am 11. Oktober 1905 wird der Geschichtsverein aus dem Vereinsregister gestrichen.

  

KIRCHENPORTAL  NACH  DER  RENOVIERUNG

  

Vorstadtverein Nürnberg-Mögeldorf

 Die Eingemeindung Mögeldorfs am 1. Januar 1899 nach Nürnberg brachte es mit sich, dass das ehemalige Dorf eine stärkere Beachtung seiner Interessen und Bedürfnisse beim Magistrat der Stadt Nürnberg erwartete. Wie bei anderen neuen Stadtteilen, bildete sich auch in Mögeldorf ein Vorortverein. Er wurde am 17. Januar 1901 gegründet. Unter alten Vereinspolizeiakten findet sich am folgenden Tag der Vermerk, dass sich ein neuer politischer Verein gegründet habe, der „Vorstadtverein Nürnberg-Mögeldorf .“ Als 1. Vorsitzender ist Maurermeister Andreas Munkert eingetragen, als Vereinslokal die Restauration zum Volksgarten (später Wienerwald, heute Osteria). 

In den Vereinspolizeiakten finden sich auch die Statuten des Vereins.

§ 1:“ Der Zweck des Vereins ist die Wahrung und Förderung der gemeindlichen Interessen des Vorstadt - Bezirks Nürnberg - Mögeldorf“.

 Interessant ist § 2:

„Jeder unbescholtene, selbstständige Mann kann Mitglied des Vereins werden.“

Das bedeutet, dass Frauen der Beitritt verwehrt war. Beim Begriff „selbstständigen“ war man nicht so kleinlich. Unter den Mitgliedern waren durchaus Leute, die in angestelltem Verhältnis arbeiteten.

Die Mitgliederzahl wuchs. Im Jahr 1910 waren es 165 Mitlieder, damals 1. Vorsitzender der Fabrikant Laux.

Seinem Zweck entsprechend richtete der Verein die Wünsche der neuen Vorstadt an den Magistrat. Es ging neben kleineren Anliegen um Straßenbeleuchtung und Wegverbesserungen.

DER  EBENSEE-STEG  ENTSTEHT  1908

 Das dringlichste Anliegen des Vereins war der Bau der Straßenbahn nach Mögeldorf. Seit 1900 kämpften die Mögeldorfer um die Anbindung nach Nürnberg. Die Stadt verhielt sich sehr zögerlich, weil die Ostbahn schon seit 1859 Mögeldorf mit Nürnberg verband. Doch die Mögeldorfer ließen nicht locker. Gerade noch vor dem Ausbruch des Ersten Weltkriegs  war es so weit. Am 14.Juli 1914  fuhr die Linie 17 von Muggenhof nach Mögeldorf, allerdings nur bis zur  Bahnunterführung an der Schmausenbuckstraße.

Im Jahr 1908 gab es Unstimmigkeiten mit der „Vereinigung der Vorortvereine“. Der Vorstadtverein Mögeldorf trat aus der Vereinigung aus, weil die Interessen der einzelnen Vorortvereine sich widersprächen, weil die Interessen der Altstadt immer im Vordergrund ständen und weil Politik und Steuerprojekte in die Versammlung hineingezogen würden.

 Während des Ersten Weltkriegs war die Tätigkeit des Vereins sehr eingeschränkt. Es liegt aber aus dem Jahr 1916 ein Schreiben des Vorstadtvereins an den Magistrat vor. „Man habe zwar zu Anfang des Kriegs beschlossen, den hochverehrlichen Magistrat mit Eingaben nicht zu belästigen, aber es wäre in der jetzigen schweren Zeit eine Pflicht, für Schaffung von Arbeitsplätzen nach dem Krieg Sorge zu tragen. Um die Bautätigkeit zu heben, solle bereits jetzt an die baldige endgültige Kanalisierung Mögeldorfs gedacht werden.“

 Von da an bis 1922 sind keine weiteren Aktivitäten bekannt. 1926 wurde der Verein  in einer Generalversammlung von 23 Mitgliedern wieder belebt. Der Kassenbericht entfiel, weil die vorhandenen Gelder der Inflation zu Opfer gefallen waren. Man versammelte sich jeden ersten Dienstag im Monat in der Guthmannschen Wirtschaft (heute Mögeldorfer Plärrer, Deutsche Bank). Vorstand war der Spezereihändler Johann Hormes.

 

MÖGELDORFER  HAUPTSTR. 50,  LEBENSMITTEL  HORMES, 1944  ABGEBRANNT                    HORMES  ALS  FEUERWEHRER

 Erst wieder 1934 findet sich ein Vermerk über den Vorstadtverein. Vom 17. Juli  liegt ein Schreiben der Polizeidirektion Nürnberg-Fürth an die Schutzmannsabteilung XIX vor wegen einer Erhebung über den Vorstadtverein. Der 1. Vorsitzende, Drechslermeister Daniel Meinecke, wird ersucht, Mitgliederverzeichnisse, Satzungen und Berichte über Festlichkeiten für die Akten der Polizeidirektion zu überlassen.

Eine neue Zeit hat begonnen. Die Nationalsozialisten kontrollieren die Vereine und verlangen genaue Einblicke in die Vereinsführung. Das Polizeirevier 10 vermerkt am 30.Juli 1938 über den Vorortverein: Der Termin der letzten Wahl konnte nicht angegeben werden. Der Verein steht angeblich vor der Auflösung. Die Geheime Staatspolizei bestätigt diesen Vermerk. Unterzeichnet und mit Stempel versehen:

Geheime Staatspolizei

Staatspolizeistelle Nürnberg- Fürth

  

Stich von  Autenrieth

 Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs dauerte es nur wenige Jahre bis die Mögeldorfer sich wieder auf ihre Geschichte besannen. Der Ingenieur  Richard Walter veröffentlichte im „Kirchturm“ der evangelischen Gemeinde heimatkundliche Artikel. Der Lehrer Leo Beyer begann mit Archivforschungen zur Geschichte Mögeldorfs. Carolus Link, der Besitzer des gleichnamigen Schlösschens, war ebenfalls hoch interessiert. Man erinnerte sich an den alten Geschichtsverein und beschloss 1949 seine Neugründung. Unter dem Vorsitz von Richard Walter bildete sich zunächst eine lose Arbeitsgemeinschaft, die keinen festen Vereinsbeitrag forderte. Die ersten Vorträge über die Geschichte Mögeldorfs und die Führungen im Stadtteil erfreuten sich großen Zuspruchs. Dabei ergaben sich Fragen zu Problemen des Stadtteils und zu seiner Entwicklung, sodass man auch den Aufgabenbereich des ehemaligen Vorortvereins mit einschließen wollte. Man gründete deshalb eine „Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs“, die am 24. April 1951 als gemeinnütziger Verein ins Vereinsregister eingetragen wurde. Der erste Vorsitzende war Konrad Seyschab. Die Leitung für Geschichte hatte Leo Beyer, die für die Belange Dr. Dr. Dieter Walther. In einer einmaligen Werbeschrift stellte sich der neue Verein den Mögeldorfern vor.

 Der Verein hat seine Ziele bedeutend weiter gesteckt als ein Vorstadtverein. Er gliedert sich in zwei Unterabteilungen.

Die Abteilung Belange Mögeldorfs steht unter dem Motto: „Unannehmlichkeiten beseitigen, Annehmlichkeiten erringen. Wir kümmern uns um Belange und Sorgen unseres Vororts.“

Die Abteilung Geschichte hat zum  Ziel, das neue Mögeldorf so zu gestalten, dass das alte Mögeldorf nicht zerstört wird. Vor allem aber will man mit Vorträgen und Führungen die Vergangenheit Mögeldorfs lebendig halten. Man kündigt das Erscheinen eines Heimatbuches an. 

Leo Beyer: Mögeldorf

 Die Arbeitsgemeinschaft geht die gestellten Aufgaben mit Schwung an. Im ersten Jahr bietet die Abteilung für Geschichte bereits 15 Veranstaltungen an: Lichtbildervorträge und Führungen in Mögeldorf und darüber hinaus. Sie erfahren regen Zuspruch.

Taubershof 1956, Ortsstraße

 Die Unannehmlichkeiten in Mögeldorf zu beseitigen, das geht nicht im gleichen Tempo. Man wird aber nicht müde, sie zu benennen und der Stadtverwaltung vorzutragen. In manchen Straßen kennt man keine Gehsteige. Die Fußgänger quälen sich durch eine aufgewühlte Sandfläche zwischen der Fahrbahn und den Häusern. Nachts ist es düster, weil nur die Hälfte der alten Gaslaternen noch Licht gibt. Es gibt kein Postamt und keine öffentliche Telefonzelle, keine Wartehalle an der Straßenbahnschleife. Und was den Mögeldorfern anscheinend noch mehr fehlt, ist eine öffentliche Bedürfnisanstalt. Die Arbeitsgemeinschaft setzt sich für all diese Belange ein. Die Aufstellung von Ruhebänken nimmt man selbst in die Hand. 

Eichelbauernhof 1965, Schmausenbuckstraße                                 Bauernhof Friedrich, 1969

                                                                                                                                        Schmausenbuckstraße

 Gesellschaftlich tut sich einiges in Mögeldorf dank der vielfältigen Angebote des Vereins.

Regelmäßig am ersten Mittwoch im Monat treffen sich die Mitglieder zu den Vereinsabenden. Fast wöchentlich werden für alle Interessierten weitere Veranstaltungen angeboten: Führungen in Mögeldorf, in der Altstadt oder in der Umgebung, Wanderungen und Omnibusausflüge.

Alle Aktivitäten stoßen auf ein lebhaftes Echo.

Einige Beispiele aus dem reichen Angebot:

Führung durch das historische Mögeldorf. Durch das unterirdische Nürnberg. Im Germanischen Museum.

Besichtigung der Bleistiftfabrik Faber-Castell. Im Brief- und Paketpostamt. Beim Bayerischen Rundfunk.

Vorträge: Die Welt des Islams von Pfr. Dr. Eichner. Die Mögeldorfer Eisenbahn.

Lichtbildervorträge: Reisebericht Griechenland. Tiergartendirektor Seitz zu Gast.

Ausflüge und Wanderungen: In die Blüte nach Kalchreuth. Pilzlehrwanderung.

Omnibusfahrten: Ins Burgenland. Weinfahrt nach Veitshöchheim. 

Gesangsabteilung mit dem Chorleiter Beuschel

 Zur Intensivierung des Vereinslebens bilden sich einige Unterabteilungen.

Der Chor, die Gesangsabteilung, auch Gesangsgruppe genannt, wurde 1952 gegründet. Er wird geschildert als ein Häuflein begeisterter Sänger von fünfzehn Damen und sieben Herren, das sich der Pflege des deutschen Volksliedes widmet. Der Chorleiter Ludwig Beuschel, wird nicht müde, die Mögeldorfer zum Mitsingen zu ermuntern, sich bei Vereinsmitglied Löw in der „Schönen Aussicht“ am Mittwoch zum Gesang einzufinden und die Proben regelmäßig zu besuchen. Der Chor leidet unter Sängermangel, trotzdem lässt er sich bei allerlei Veranstaltungen hören, bei den Weihnachtsfeiern, beim Schlossfest und beim Sonnwendfeuer und bei eigenen Konzerten. Bis 1963 singt er unter der Leitung von Ludwig Beuschel, dann noch drei Jahre unter Gerhard Kindler. 1967 löst sich der Chor auf.

Fotokreis

Weniger abhängig von einer größeren Teilnehmerzahl ist sind die Fotografen, die sich 1954 zusammen finden und später 1960 unter Fritz Hoppert den Fotokreis bilden. Ihnen verdanken wir viele historisch interessante Aufnahmen unseres Stadtteils. Sie sind aktiv bis in die 80er Jahre.

 Die Tanzgruppe unter Käte Meysel trifft sich regelmäßig in der Schönen Aussicht. Frau Meysel studiert mit jungen Mädchen historische Kostümtänze ein, die vor allem das Schlossfest bereichern. 

Ein fester Bestandteil im Jahresablauf sind die Weihnachtsfeiern. Die erste Feier fand 1953 in der Gaststätte am Schmausenbuck statt. In „Alt-Mögeldorf“ finden wir einen detaillierten Bericht. Hier ein Ausschnitt:

Bereits am Nachmittag wurden die Kinder zu einem Kakaotrunk mit Kuchen eingeladen. Etwa 120 waren gekommen und wurden mit Gebäck und Spielsachen beschert. Nach Absingen von Weihnachtsliedern begeisterten sich die Kinder noch an einem Theaterspiel. Die Feier für die Erwachsenen am Abend wurde musikalisch reich gestaltet: Ein Streichertrio wirkte in dezenter künstlerischer Weise, die Solosängerin Frl. Julia Bär sang mit gottbegnadeter Stimme, die Weihnachtsansprache des Pfarrers rührte die Herzen. Der Vereinschor, geleitet vom Chormeister Hauptlehrer Beuschel, weist künstlerische Qualitäten auf, zu seiner vollen Entfaltung bräuchte er noch weitere Damen und Herren.

Eine ähnlich begeisterte und ausführliche Schilderung findet sich im darauf folgenden Jahr, wo die Feier im Saal vom Turnerbund an der Dientzenhoferstraße stattfindet. Zwar gibt es kein Weihnachtsspiel, aber man legt Wert auf künstlerische und weihnachtliche Gestaltung. Dazu gehört immer Kammermusik, eine Sängerin und der gemischte Chor des Vereins.

  Ein weiteres Ereignis sind die Faschingsbälle, die bis in die 60-er Jahre veranstaltet werden, von denen aber nähere Berichte fehlen.

 

Das Hauptereignis im Vereinsleben ist das Schlossfest, das erste im Jahr 1952. 

Tanzgruppe Meysel 1963

Ab 1953 ist Carolus Link der erste Vorsitzende des Vereins. Ein Glücksfall, denn er    ist Besitzer des Schlösschens auf dem Kirchenberg, das jetzt seinen Namen trägt. Er hat den Park des Schlosses zu einem Barockgarten umgestaltet, den er einmal im Sommer für die Mögeldorfer öffnet. Es ist eine einmalige Kulisse: Grüne Rasenflächen, blühende Sträucher, jahrhunderte alte Bäume, steinerne Figurengruppen, eine umrankte Pergola.

 Eine enthusiastische Schilderung vom Schlossfest 1954 sei hier in Kurzfassung wiedergegeben.

„Weit geöffnet stand das schmiedeeiserne Parktor des Linkschen Schlosses, die Rasenflächen in ihrem jungen Grün. Unter festlichen Klängen betritt der Ratsherr aus dem Geschlecht derer von Löffelholz seinen ehemaligen Besitz und dankt dem Fabrikanten Carolus Link, dass er auch heuer wieder die Tore des Parks geöffnet hat.“ Nach seiner blumigen und weit schweifenden Ansprache entfaltet sich die Welt des Rokoko mit Opernarien, Menuetttänzen, Streichquartetten und Chorgesang bis der Glockenklang der Kirche ein feierliche Stille schaffte, in die hinein die Stimme des Nachtwächters erklang:“ Hört ihr Leute, lasst euch sagen, unsre Glock hat zehn geschlagen.“ Nach dem offiziellen Teil krachten die Böller und zischten die Raketen, das Johannisfeuer brannte. „Tief beeindruckt verließen die Besucher den Zaubergarten, ein Fest war ihnen beschieden, das wohl zu den köstlichsten Erinnerungen ihres Lebens zählen dürfte.“

 

Der Nachtwächter im historischen Gewand

 Im darauf folgenden Jahr finden wir eine ähnlich begeisterte Schilderung. „Das Fest war nicht nur ein Fest – es war ein Erlebnis“. Man hat eine präzise Vorstellung von diesem Ereignis: Es ist klar, dass auf diesem historischen Platz kein Fest mit Blechmusik und Maßkrügen, mit Samba- und Boogie-Rhythmen gefeiert werden kann.“ Auch in den weiteren Jahren bleibt das Schlossfest der Vergangenheit treu: Klassische Musik mit der Musikgruppe Friedrich, der Tanzgruppe Käthe Meysel in Rokokokostümen, Opernarien mit wechselnden Sängerinnen, Chorgesang mit Lehrer Beuschel und als volkstümliche Zutat die Hans-Sachs-Spiele-Gruppe. Die Firma Hüttinger sorgt für die Beleuchtung. Das Schlossfest wird ein Dauerbrenner. Die Tageszeitungen berichten.

Und doch wandelte es sich im Lauf der Jahre….

In den 80er Jahren wird es zu einem volkstümlichen Fest. Der Posaunenchor bringt klangliche Fülle, später ergänzt von der Mögeldorfer Kantorei. Franz Männl, Rektor an der Thusneldaschule und 2. Vorsitzender des Vereins, organisiert die Schlossfeste und bringt die Mögeldorfer in gemeinsamen Singen zueinander. Ganz entscheidend wird das Fest durch die Spielscharen der Mögeldorfer Schulen geprägt. Von 1987 bis 1991organisiert Hedi Reim, Billrothschule, von 1993 bis 2000 Gudrun Klein, Thusneldaschule. An die Familie Riedhammer Dank, die trotz relativ gesitteter Besucher manchen Schaden an ihrem Anwesen hinnehmen musste.

Was tut man, wenn das Wetter nicht mitspielt? Gibt es einen Raum mit Dach in der Nähe? Ja, die altehrwürdige Kirche St. Nikolaus und Ulrich! Die evangelische Kirche hat das Schlossfest einige Male beherbergt. Einmal wurde es kritisch. Das war, als die Inlinergruppe ihren ersten Auftritt hatte.

 

Im Jahr 2002 zog das Schlossfest um, in das benachbarte Schmausenschloss. Mit einem vollständig verändertem Konzept ist dieses Event nicht mehr in einem privatem Park durchzuführen.

Jetzt spielen große Musikbands auf, die „Saitenspinner“ sind Dauergäste, ebenso die Inliner von „Mögeldorf 2000“, fetzige Tanzshows fordern entsprechenden Sound, Schulen bleiben weiterhin eingebunden. sogar die Kindergartenkinder brauchen mächtige Musikanlagen und statt des Nachwächters gibt es eine Feuershow! Last not least: Die Bewirtung mit Getränken und Gegrilltem wird ebenfalls von den Inlinern übernommen.

 Die Mögeldorfer Schulen bleiben weiterhin eingebunden. Brigitte Henrich, Gudrun klein und dann Manuela Becker organisieren die Engagements und moderieren den Festablauf. Seit 2014 hat Sabine Deeg von der Billrothschule die Leitung übernommen.

Das Mögeldorfer Schlossfest bleibt auf Erfolgskurs.

 

 Die schon von Hans Sachs gerühmte Mögeldorfer Kirchweih wurde in den ersten Nachkriegsjahren kaum gepflegt. Der Turnerbund Mögeldorf versuchte Anfang der 50er Jahre die Tradition wieder zu beleben. 1555 war damit Ende. Die Stadt stellte 1957 in der Freiligrathstraße ein Gelände zur Verfügung, aber es fanden sich nicht genügend Schausteller. Später standen einige Fahrbetriebe an der Waldstraße.

Ab 1982 hat die Kirchweih ihre Bleibe neben der Satzinger Mühle im Pegnitzgrund.

Auf Iniatiative von Karlheinz Schramm von der SPD gibt es seit 1986 einen Kirchweihzug, der sich am Freitag vor Pfingsten vom Tiergarten zum Festgelände bewegt. Beteiligt sind Schulen, Kindergärten, Vereine, Parteien, Tanzgruppen, Brauerei mit Fuhrwerken, Mögeldorfer Firmen. Drei Musikgruppen sorgen für Stimmung. Seit 1987 betreut unser Verein den Zug und führt mit einer kleinen Kutsche den Zug an. 

Von Anfang an gab es ein kleines Kirchweihprogramm mit Kirchweihlauf und Handballturnier. Nachdem Karlheinz Schramm 1997 ausschied übernahm zunächst Wolfgang Hannwacker. 2002 bis 2013 folgte Jürgen Frost, der zusammen mit den Festwirten immer wieder neue Programmideen entwickelte. So wird seit 2006 am Pfingstmontag ein oekumenischer Gottesdienst gefeiert, der regen Zuspruch findet. 

 2014 stieg Iris Hannwacker als Organisatorin ein. Die Kirchweih gegann nun schon am Donnerstag mit eiem „Firmenabend“, am Samstag kam „Geraldino“ zu den Kindern, am Sonntag waren die Senioren geladen, der Gottesdienst am Pfingstmontag blieb.

Noch etwas Neues hat die Kirchweih aufzuweisen: Die Kirchweihburschen und –madle von Mögeldorf 2000 bringen neuen Schwung in die Kerwa.

 

Hierzu ein „Augenzeugenbericht von Wolfgang Hannwacker, einem geborenen Mögeldorfer.

 

Erinnerungen an die Kirchweih

 

Ich wurde kurz nach dem Krieg geboren und lebte mit meinen Eltern unterhalb des Tiergartens.

Ein alter Brauch wurde dann zu Beginn der 50er-Jahre wieder zum Leben erweckt, nämlich der Kirchweihzug und das große Kirchweihfest auf dem Gelände des Turnerbundes, welches damals sogar noch eine Adresse Schmausenbuckstr. 68a oder b hatte, wobei das Gelände von der Schmausenbuckstraße aus nur über Feldwege erreichbar war.

 

Am Pfingstsamstag begann dann die eigentliche Kirchweih. Der Maibaum wurde aus dem Reichswald geschlagen und der „Verein“ versammelte sich in der Schmausenbuckstraße zum Abmarsch. Für die durstigen Kehlen wurden da schon mal ein oder zwei Fässla Bier gezapft um den Marsch durch Mögeldorf zu überstehen. Die „großen Kinder“ durften sich auf den auf dem Pferdewagen liegenden Baum mit Stolz gefüllter Brust platzieren. Wir „Kleinen“ mussten den ganzen Weg laufen und empfanden das natürlich als Widersinn.

Die Musikkapelle positionierte sich dann nach einem guten Schluck vor den Pferden. Von wegen Musikkapelle, die konnte sich ja keiner leisten. Es waren vier Mann,, ausgerüstet mit „Quetsche“ (Ziehharmonika), Geige, Gitarre und meistens einer Laute. Und dann ging es endlich los. Mit einem lauten „Wiha“ ließ der Friedrich Pausel die Peitsche knallen und der Zug setzte sich mit den schwer stampfenden Ackergäulen langsam in Bewegung. Vorbei an stark kriegsbeschädigten Häusern und Ruinen, die Schmausenbuckstraße entlang Richtung Mögeldorf. Kurz vor der Unterführung hörte man schon die Blasmusik aus dem Volksgarten (heute „Osteria“). Die Familie Memmert hatte sich nicht lumpen lassen und die ersten Freimassen flossen. Der Zug konnte stehen bleiben, denn da gab es noch keinen Mögeldorfer Plärrer. Rechts auf dem ausgebombten Areal des Gutmanns-Garten „tobte“ die Kirchweih. Eine Berg- und Talbahn, eine Schiffschaukel, ein Kinderkarussel, die braune Losbude des evangelischen Kindergartens, eine Fressbude und das war‘s dann schon. Auch roch man, dass es wohl irgendwo einen „Gwedelden“ (Hering (!), gab. Nach einem kleinen musikalischen Intermezzo ging es weiter Richtung Doktorshof, wo uns schon der Eckstein’s Gustl mit seiner Frau Else zu einem weiteren Umtrunk einluden. Dort bogen wir dann in die Mögeldorfer Hauptstraße ein. Manchmal wollte die „Dreier“ an uns vorbei. Nach freundlichem Bimmeln der Straßenbahn wurde das Pferdegespann zusammen mit dem Maibaum einfach auf die andere Straßenseite manövriert. Von wegen laut hupender und schimpfender Autofahrer. Dieser Zug war Tradition und man nahm auf dieses Brauchtum Rücksicht. Man hat sich ohne jegliche Hektik mit Respekt behandelt.

 

Die letzte Tränke war immer an der „Schönen Aussicht“. Frisch gestärkt und leicht bierselig ging es dann langsam zum schwierigsten Teil der Strecke über. Nach einem Linksschwenk durch die Lechnerstraße flankiert von Kirche und Schule wurde der beschrankte Bahnübergang aufgeregt anvisiert (ca. 100 m östlich der heutigen Fußgängerunterführung). Ehrfürchtig salutierte der Bahnwärter und der Kirchweihzug versuchte die holprigen Bahngleise zügig und unbeschadet zu überqueren.

Einmal brach aber der Baum auseinander und verlor im Eifer des Gefechtes die Spitze. Da hatte wohl der schon leicht beschickerte Kutscher aus Versehen die Zügel des Gespanns wieder zu schnell freigegeben. Mit Geholper und Geschepper ging es dann über Feldwege zum Vereinsgelände (heutige Dientzenhoferstraße).

Nach einer allseitigen Stärkung mit Speisen und Getränken (meist Stadtwurst, Presssack und natürlich einer weiteren Maß) wurde der Maibaum in die vorher ausgeschaufelte Grube versenkt.

Wir Kinder „labten“ uns hingegen zu dritt an einer Flasche rotem oder grünem Windsheimer (Limonade), natürlich mit drei Strohhalmen.

Am nächsten Tag  wurde dann der „Petz“ (fränkisch nicht der Betz / ein kleines Lamm) ausgetanzt. Fröhliche Paare  tanzten mit einem Birkenzweig um den Maibaum. Dazu wurden meist mehr als ordinäre Kärwaliedla zum Besten gegeben und jeder versuchte den vorherigen Sänger zu überbieten. Auf Geheiß des Zeremonienmeisters (mit lauter Kommandostimme) wurde der Zweig an das nächste Paar weitergegeben. Am Baum selbst war ein aufgezogener Wecker falschrum (sodass keiner etwas ahnen konnte) festgebunden. Plötzlich schrillte das Unikum und das Paar das den Birkenzweig in Händen hielt, hatte das Lamm  gewonnen. Das war aber in aller Regel ein Pyrrhussieg und kam dem Paar teuer zu stehen, denn das Lamm wurde geschlachtet und von den Festgästen verspeist, naja und zahlen mussten es die Sieger.

Das Sprachrohr des Vereins ist sein Mitteilungsblatt.

Im September 1953 erschien das erste Heft unter dem Namen „Alt-Mögeldorf.“

Es wurde monatlich allen Mögeldorfer Haushaltungen kostenlos zugestellt und zwar durch die Post und das bei einer anfänglichen Auflage von 3000 Stück. 1957 waren es 4000 Exemplare

Das lässt sich nur mit Werbung finanzieren. Die damals zahlreichen Mögeldorfer Einzelhändler inserieren gerne. Von den Geschäftsleuten des ersten Jahres finden wir heute nur noch die Firma Betten-Rüger in unserem Heft. Die Rückseite des Heftes wird jahrelang eingenommen von der Filmbühne, „dem modernen und geschmackvollen Filmtheater“ in der Ostendstraße 193.

Der Vereinshistoriker klagt darüber, dass die Inserate gegenüber dem redaktionellen Teil zu viel Platz einnähmen, nämlich etwa die Hälfte des gesamten Heftes.

Trotzdem ist „Alt-Mögeldorf“ bald nicht mehr wegzudenken. Den größten Raum nehmen die geschichtlichen Artikel ein, die aber mit kurzweiligen und humorvollen Geschichten bereichert sind. Außerdem ist das Heft ein viel beachtetes Podium für die Neuigkeiten, Wandlungen und Probleme im Stadtteil, die Ortsgestaltung, den

Verkehr, die Infrastruktur. In Mögeldorf nennt man es die Belange.

In den ersten Jahren ist es ein bescheidenes Heftchen von etwa 20 Seiten Umfang, das Deckblatt geziert von einer Fotografie aus dem Mögeldorfer Leben oder einer historischen Darstellung, natürlich alles Schwarz-Weiß. Im Laufe der Jahre werden die Mitteilungsblätter umfangreicher und sind auch im Heftinnern durch bildliche Darstellungen aufgelockert. Das Aprilheft 1988 zeigt sich erstmals mit einem Farbfoto. Ab 1991 erhält „Alt-Mögeldorf“ ein neu gestaltetes Titelblatt. Anstelle der “Dreistufenlinde“ steht ein von Prof. Reinhold Fürst gestaltetes Emblem, das den stilisierten Kirchenberg zeigt. Allerdings erscheint es aus steuerlichen Gründen nur noch alle zwei Monate.1997 gibt sich die „Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs“ den neuen Namen „Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf, “beschließt eine neue Satzung und nennt das Mitteilungsblatt „Unser Mögeldorf.“ Ab dem Dezember 2000 erscheint der Einband in Glanzdruck. Die Farbe dringt dann auch ins Heftinnere und im Laufe der Jahre ist „Unser Mögeldorf“ durch und durch farbig geworden.

Heute erscheint zweimonatlich es in einer Auflage von 7700 Exemplaren, wird von unseren Austrägern zuverlässig in jeden Mögeldorfer Briefkasten geworfen oder per Postversand verschickt.  

Bereits dem ersten Heft von „Unser Mögeldorf“ ist eine Beitrittserklärung beigefügt. Monatsbeitrag 1 Mark. Dieser wird je nach Wunsch bei der Geschäftsstelle einbezahlt oder er wird auch zuhause abgeholt. Nach einem Jahr zählt man bereits über 200 Mitglieder. Kein Wunder, dass der Kassier die vorsichtige Bitte äußert, ob man die Mitgliedsbeiträge nicht monatlich, sondern eventuell viertel- halb- oder gar ganzjährig bezahlen möge. „Aber pekuniäre Schwierigkeiten sollen keinen von der Mitgliedschaft abhalten.“

Auch heute findet man in jedem Heft eine Beitragserklärung. Die ist schon etwas aufwändig und nicht besonders übersichtlich gestaltet. Aber es muss heutzutage halt so viel drauf. Wenn wir mit dem anfänglichen Monatsbetrag von 1Mark vergleichen, dann ist die Preissteigerung auf 10 Euro pro Jahr doch sehr moderat.

Unsere Mitgliederzahl ist erheblich gestiegen. Wir konnten schohn einmal unser 1000. Mitglied begrüßen. Leider sind wir jetzt, bedingt durch den hohen Altersschnitt,  etwa 100 weniger

Ein wesentlicher Schwerpunkt der Vereinsgeschichte ist die Sammlung und Erschließung der Mögeldorfer Ortsgeschichte. Die Ergebnisse der geschichtlichen Erkenntnisse hat auch immer wieder in Buchveröffentlichungen gemündet:

 

Beyer, Leo, Mögeldorf, der Schmausenbuck und der Nürnberger Reichswald, Nürnberg, 1952

Beyer, Leo, Der Nürnberger Stadtteil Mögeldorf, Eine Häusergeschichte, Nürnberg, 1964

Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V., Mögeldorf, Ein Streifzug durch die Jahrhunderte, Nürnberg, 2000

Flierl, Franz, Mögeldorf, seine Geschichte, seine Straßen, Nürnberg 1985

Kindler, Gerhard, Mögeldorf einst und jetzt, Nürnberg, 1978

Rapold, Philipp, Mögeldorf, Hör-CD

 

Diese Schriften stellen wichtige Zeitdokumente der Mögeldorfer Geschichte dar – und das in einer langen Tradition. Schon während der lockeren Zusammenkünfte - also vor der formellen Vereinsgründung - hatte Pfarrer Herrmann die erste Beschreibung zur Mögeldorfer Historie herausgegeben. Leo Beyer – ein Mögeldorfer Volksschullehrer – erweiterte diese Ansätze. Mit seinen beiden Werken hat Leo Beyer wesentliche Forschungsergebnisse festgehalten. Die Mögeldorfer Geschichtsdarstellung findet leider ihre Begrenzungen, weil die Unterlagen der bis 1.1.1899 selbständigen Gemeinde Mögeldorf am 2.1.1945 durch Kriegseinwirkungen verbrannten.

 Eine Ergänzung der schriftlichen Geschichtsdarstellung lieferte der Fotokreis des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf, der den Wandel des alten Mögeldorf fotographisch festgehalten hat. Dazu ist 1978 das Buch von Gerhard Kindler „Mögeldorf einst und jetzt“ erschienen.

 Stark beschäftigt mit der Mögeldorfer Geschichte hat sich auch Franz Flierl, der viele Jahre Schatzmeister und Vorstandsmitglied war. Seine Erkenntnisse hat er niedergelegt in „Mögeldorf, seine Geschichte, seine Straßen“ (1985).

Einen weiteren Höhepunkt in der Darstellung Mögeldorfer Geschichte stellte die von Frau Schaller, der 2. Vorsitzenden des Vereins, organisierte Ausstellung zum 100.sten Jahrestag der Eingemeindung im Jahr 1899 dar. Diese großartige Präsentation in den Räumlichkeiten des Business Towers der Nürnberger Versicherung gab einen umfassenden fotographischen Abriss der 100 Jahre Eingemeindung. Die Ausstellung fand hohen Anklang und regen Zulauf. 

 Den Abschluss der langen Reihe von Büchern bildete das im Jahr 2000 anlässlich der 175-Jahr-Feier Mögeldorfs herausgegebene Buch „Mögeldorf“, das in einer Auflage von 3000 Exemplaren erschien. Nachdem alle vorstehende Werke vergriffen waren, verfasste ein Autorenteam zu den verschiedensten Aspekten Mögeldorfer Geschichte Kapitel, die fotographisch ergänzt wurden und so „alten“ Mögeldorfern, aber auch „neuen“ Mögeldorfern den Zugang zu der Geschichte dieses alten Ortes erleichtern soll.

Einen ganz anderen Ansatz zu Mögeldorf fand der bekannte – und in Mögeldorf ansässige – Fotograph Horst Schäfer. Einen kleinen fotographischen Schatz haben die Mögeldorfer 1999 zur Jahrtausendwende von dem bekannten Fotographen Horst Schäfer erhalten. Seine schwarz-weiß Fotographien dokumentieren Mögeldorf an der Jahrtausendwende in außerordentlich beeindruckender Weise.

 Mögeldorf hat rund um den Kirchenberg und darüber hinaus noch ein gut erhaltenes Ensemble historischer Bauwerke.

2007 hat unser Verein mit Einverständnis der Besitzer an 14 Gebäuden Informationstafeln angebracht.

Im Jahr 2001 hat sich der Verein dann auch Dank Herrn Schuster dem Internet geöffnet. Seitdem sind wir unter www.moegeldorf.de aktuell präsent. Hierdurch können wir aktuell allen Mögeldorfern Aktuelles aus dem Stadtteil darstellen. Dieser Auftritt hat auch zu folgender schönen Anekdote geführt:

 

„Lieber Herr Schuster,

mein deutsch ist nicht so gut, aber ich versuche eine Frage zu stellen!

Ich lese das Website http://www.moegeldorf.de/geschichte/grossmutter/grossmutter.html ein bisschen, und ich habe das Wort „Zuckerstuekle“ gesehen“. Meine Familie (Meier genannt) kam im 1865 aus Bayern (Neustadt a/d Waldnaab) und wir haben manchmal bei Weihnachten einen kleinen Kuechen gebackt und wir nennen ihn „Zuckerstickel.“ Wir wissen nichts ueber das Geschichte von dieser Rezept, und unsere Rezept ist sehr schwerig: man muss Butter und Teig draussen im Kalt schlagen, usw. Es macht man sehr muede! Und wir wissen nicht mehr wo kommt diese Kuchen oder wie man es buchstabiert! Wissen Sie ob Zuckerstuekle im Moegeldorf  ist wie unser Zuckerstickel? Haben Sie vielleicht ein Rezept für Ihr Zuckerstuekle? Es wurde meine Mutter sehr froh machen, wenn ich die Raetsel von Zuckerstickel loesen!

 Mit freundlichen Grüßen und Frohe Weihnachten

 

Jeffrey Kurz, Lexington, Kentucky“

  

Eine der jüngeren Veranstaltungsformen – nämlich seit 1998 - ist unsere jährliche Jahresfahrt zur Bayer. Landesausstellung. Mit der Einrichtung der Landesausstellungen durch das Haus der Bayerischen Geschichte sind wir Mögeldorfer treue Anhänger dieses Angebots. Geschichte machen wir somit für unsere Mögeldorferinnen und Mögeldorfer auch in größeren Zusammenhängen erlebbar. 

  

Gegeben durch die Bezeichnung des Vereins „Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.“ erfolgt automatisch auch etwas Geschichtliches. Durch den Verein organisierte Jahresfahrten rücken die „Bayerische Landesausstellungen“ in den Fokus. Es hat schon eine Tradition, in jedem Jahr die aktuelle Landesausstellung zu besuchen und so waren alle Plätze im Bus besetzt. Die Bayerischen Landesausstellungen werden vom Haus der Bayerischen Geschichte alljährlich an wechselnden Veranstaltungsorten durchgeführt. Sie stellen einem breiten Publikum Themen der bayerischen Landesgeschichte dar. Die Themen reichen vom „Aufbruch ins Industriezeitalter“, über Ludwig I., von den Reichsstädten in Franken zur Geschichte und Kultur der Juden in Bayern, von der Säkularisation 1803/06 zur Geschichte der Bauern in Bayern, von den Passionsspielen zum Geschlecht der Andechs-Meranier, von Kaiser Heinrich II. bis zur Geschichte des Salzes, von der Reformation zu den Coburgern in Bayern und Europa, von der Geschichte der Frauen zu den Beziehungen Bayern und Preußen, von Bayern-Ungarn über Bayern-Böhmen zum Winterkönig, von der Geschichte Pfalz-Neuburgs zum Adel in Bayern. Im Jahr 2009 wurde die Epoche der 1950er Jahre, also Wiederaufbau und Wirtschaftswunder, im Jahr 2010 die Beziehung Bayern-Italien thematisiert und 2011 stand König Ludwig II. auf dem Programm. 2013 war das Thema „Main und Meer“ (Kunsthalle Schweinfurt). Die Ausstellung 2014 in Regensburg beschäftigt sich mit dem „Kaiser Ludwig der Bayer“.

Ein kleines gesellschaftliches Ereignis sind unsere Neujahrsempfänge. Seit 2004 veranstaltet der Verein am zweiten Donnerstag im Januar diese Empfänge, die von den Mögeldorferinnen und Mögeldorfern gut angenommen werden. So ist ein Austausch und angenehmer Start ins neue Jahr gewährleistet. Die wiederkehrende Veranstaltung wird organisiert durch den Verein zusammen mit dem jährlich wechselnden Partner, der diese ausrichtet. Für die Förderung durch unsere ortsansässigen Betriebe sind wir dankbar. So erfreut sich die Veranstaltung einer noch wachsenden großen Beliebtheit bei den Mögeldorferinnen und Mögeldorfern. Nach der Begrüßungsansprache folgt jeweils eine individuelle Vorstellung der  jeweiligen Mögeldorfer Firmen, welche von den Gäste begeistert angenommen wird.

 

Für die musikalische Untermalung und sportliche Vorführungen wird gesorgt.

 Seit Dezember 2010 veranstaltet der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. am 2. Adventswochenende seinen Weihnachtsmarkt. Unter Federführung von Stefan Wölfel hat sich der Weihnachtsmarkt zu einem festen Begegnungspunkt im Jahreskalender in Mögeldorf etabliert. Immer wieder stattet auch  das Christkind seinen Besuch ab. Liebevoll werden die Stände von unseren Schulen und Kindergärten gestaltet. Bei Bratwürsten und Glühwein können auch kältere Temperaturen ertragen werden. Für die Weihnachtszeit nicht nur ein Event, sondern ein Fest mit Nikolaus, Christkind und Weihnachtsbaum. So kann sich in Mögeldorf Anfang Dezember eine schöne, adventliche Stimmung ausbreiten. 

 

Ein wesentliches Element unserer Vereinstätigkeit ist auch das Angebot von Führungen durch unser schönes Mögeldorf. Frau Schaller findet hier von Jung – unseren Schülern der Thusneldaschule und der Billrothschule – bis „Alt“- z.B. den Senioren in der Seniorenresidenz Seepark Mögeldorf regen Zuspruch und hohen Anklang. Der Verein bietet diese Führungen kostenlos an.

Bei den Nürnberger Stadtverführungen sind wir ebenfalls mit einer Führung vertreten.

 Die Jahreshauptversammlungen und viele Vorträge finden heute im Seepark Mögeldorf in der Ostendstraße 129 statt.

Zum vielfältigen Rednerkreis gehörten u.a. unserer ehemaliger Ministerpräsident, Herr Dr. Günther Beckstein, die Kulturreferentin Prof. Dr. Julia Lehner, Herr Beckh und Herr vom Busch sowie Prof. Dr. Georg Seiderer, Professor für Geschichte.  Aber auch technische Fragen zum Schutz vor Starkregen von Herrn Hagspiel standen auf dem Programm. Immer wieder laden wir zu Besichtigungen ein, zum Beispiel der Schwurgerichtssaal 600, die Firmen Baumüller GmbH, Riedhammer, Staedtler, Staub & Co sowie der Radio Sender NErgie.

 Zum 100-jährigen Vereinsjubiläum 1990 versprach der Verein zur Verschönerung Mögeldorfs einen Brunnen zu spenden. Um dieses Versprechen auch einlösen zu können, wurden die wirtschaftlichen Aktivitäten des Vereins insbesondere nach 1995 deutlich erhöht. Dies führte dazu, dass nicht nur das Versprechen aus dem Jahr 1990 im Jahr 2000 eingelöst werden konnte, sondern dass auch in der Folgezeit Spenden für Aktivitäten von Schulen, Kirchengemeinden und Vereinen geleistet werden konnten. Dass dies in diesem Umfang möglich wurde, dafür danke ich allen Mögeldorfer Bürgerinnen und Bürgern, die uns mit ihrem Engagement für unseren Verein dabei unterstützen.

 

Insgesamt konnte der Verein in den Jahren 1999 bis 2013 Spenden in Höhe von 148.378,84 € leisten, darunter für den Brunnen am Mögeldorfer Plärrer 89.476,08 €.

Mögeldorfer Entwicklung in den letzten 70 Jahren. Betrachtungen aus dem Blickwinkel unseres Vereins.

 Mögeldorfer Wahrzeichen

 Die Gemeinde Mögeldorf war bis zum 1.1.1899 selbständig, hatte jedoch die längste Zeit kein Wappen. Das empfand auch keiner als Manko, bis der Mögeldorfer Uhrmachermeister Speckhart 1893 auf der Chicagoer Weltausstellung vertreten war und schnell ein Wappen aus dem Boden gestampft werden musste, weil der Veranstalter darauf Wert legte. Man entschied sich für die sog. dreistöckige Linde. Die dreistöckige Linde hatte eine alte Tradition und wurde so zum Wahrzeichen Mögeldorfs. 

 

Der Verein hat sie dann lange auch in den Mitteilungen „Alt-Mögeldorf“ als Emblem und Erkennungszeichen verwendet, bevor heute auf die Silhouette des Kirchenbergs auf unseren Briefbögen und Veröffentlichungen übergangen wurde. 

Der Mögeldorfer Plärrer

Seit wann ist der Mögeldorfer Plärrer der Mögeldorfer Plärrer ? Zunächst einmal muss man sich vorstellen, dass es am heutigen Mögeldorfer Plärrer zwischen der Osteria und der Sparkasse keine Straßenverbindung nach Westen gab. Wo heute die Kreuzung ist, gab es damals nur den Abzweiger in die Ortsstraße. Von der Ortsstraße bis zur Freiligrathstraße befand sich die Guthmann´sche Wirtschaft, die inklusive ihres Gartens die gesamte Länge einnahm. An dieser Ortsstraße, auf dem heutigen Mögeldorfer Plärrer, wurde 1960 eine Busschleife mit Wartehalle  

 eingeweiht. Dieser Bereich wurde zunächst Mögeldorfer Platz genannt. Im Zuge der Einweihung des neuen Postgebäudes im Jahr 1968 bezeichnete Bürgermeister Haas den Platz als Mögeldorfer Plärrer. Bis zur postalischen Benennung als Mögeldorfer Plärrer vergingen dann aber weitere 32 Jahre. Erst im Zuge der Neugestaltung des Mögeldorfer Plärrers im Jahr 2000 anlässlich der 975. Ersterwähnung Mögeldorfs wurde auch die Postzustelladresse offiziell als Mögeldorfer Plärrer ausgewiesen. Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. hat in diesem Zuge sein im Jahr 1990 gegebenes Versprechen einlösen können, 100.000 DM für einen Brunnen zu spenden. 

 Vom alten ins neue Mögeldorf

 Der Stich von Christoph Melchior Roth um 1760 zeigt die wunderschöne Silhouette von Mögeldorf. Das typische Charakteristikum ist zum einen der Kirchenberg als der dominante Ortsmittelpunkt im Nordosten, das sogenannte Doktorschlösschen hingegen die westliche Dominante und Begrenzung des alten Mögeldorf.

Der Umbruch vom „alten“ zum „neuen“ Mögeldorf lässt sich mit dem Jahr 1970 sehr schön in eine prägnante Zahl gießen. Vier Elemente lassen sich beschreiben:

Der Straßenbau

 Bis 1970 führte die Hauptschlagader Mögeldorfs wie der Name schon besagt über die Mögeldorfer Hauptstraße. Von der Schönen Aussicht ging es hinunter in die Senke und auf der Laufamholzstraße wieder hinauf nach Osten. Nur wenige bogen in die Schmausenbuckstraße ein und dann in die Ortsstraße nach Osten, ebenfalls nach Laufamholz.

 

 

Parallel zum  Durchstich der Ostendstraße war noch ein Autobahnzubringer  entlang des Reichswaldes geplant. Für die Zufahrt hierfür gibt es heute noch sichtbare Zeichen, nämlich der breite Ausbau der Dientzenhofer Straße und der Balthasar-Neumann-Straße .

Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf hat den Autobahnzubringer entlang des Waldrandes abgelehnt. Mögeldorf entlang der Schmausenbuckstraße verdankt seinen erhaltenen Villencharakter mit viel Grün dem Wegfall dieser zweiten Verkehrsader entlang des Reichswaldes. Eine hohe Verkehrsdichte auf der Laufamholzstraße und der Ostendstraße sind dafür allerdings die Konsequenz. Diese Entscheidung war natürlich nicht einfach, weil der Erhalt des alten Mögeldorfer Ortskerns durch eine weitläufige Umfahrung – damals war der ganze Bereich des Zubringers nahezu unbebaut – des täglichen Pendlerstroms für das alte Mögeldorf auch seine Vorzüge hatte.   

1961

Der Verein hat sich aber nicht nur mit Verkehrsthemen beschäftigt. Insbesonders auch der Bau einer Postfiliale an der Freiligrathstr.1 – heute die Allianz-Vertretung Stefan Wölfel – war eine jahrzehntelange Forderung des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf. Mit Bedauern haben wir die Aufgabe der Polizeiinspektion Mögeldorf an der Ostseite der Schmausenbuckstraße/Ecke Blütenstraße zur Kenntnis genommen.

Die Silhouette

 Auf einer Faschingsausgabe unseres Mitteilungsblattes in den 50iger Jahren war ein Hochhaus abgebildet. Die Planungen des Wöhrder Sees waren aufgenommen, Hochhäuser sollten das Ufer zieren. Deshalb wurde die Silhouette Mögeldorfs 1970 unwiderruflich zerstört, weil das Doktorschlösschen weichen musste, um einem Hochhaus Platz zu machen. Denkmal- und Ensembleschutz standen damals noch nicht so im Fokus. Nach einem Jahrzehnt wandelte sich jedoch das Bewusstsein für die Bedeutung des alten Mögeldorf. Eine Bebauung des östlichen Mögeldorfer Kirchenbergs zwischen konnte mit Hilfe der CSU und des DKP-Vertreters Herbert Stiefvater verhindert werden. Unser Bürgervereinsvorsitzender Erich Wildner hatte sich hartnäckig für den Erhalt eingesetzt). 

  

Heute ist das Ensemble auf dem Kirchenberg gesichert. Die Familie Riedhammer hat viele Bestandteile aufgekauft und gewährleistet das einmalige Ensemble auf dem Kirchenberg. Der Familie Riedhammer gebührt an dieser Stelle großer Dank.

 Satzinger Mühle und die östlich angrenzende Baderstube waren früher einmal zwei getrennte Gebäude. Mit dem Umbau anfangs der 80iger Jahre hat die „Satzinger Mühle“ ihr heutiges Gesicht erhalten. Zusammen mit dem vom Freistaat Bayern gestifteten Wasserrad ist die Mühle heute ein idyllischer Ort für die Naherholung der Mögeldorferinnen und Mögeldorfer. Die historische Unschärfe – das alte Wasserrad hatte einen etwa vierfachen Durchmesser und war in einem Holzverbau an der Hauswand untergebracht – wird dabei gerne in Kauf genommen. 

  

Ein letzter Einschnitt am Fuße des Kirchenbergs erfolgte im ausgehenden Jahrhundert, als das Mögeldorfer Hirtenhaus (bis 1882 Gemeindeverwaltung, vor dem Neubau in der Freiligrathstraße) abgerissen und einem großen Bürokomplex weichen musste.

 a)    Die Bebauung westlich und östlich der Schmausenbuckstraße ab 1970

 Eine massive Zunahme der Nachfrage von Einfamilienhäusern führte westlich der Schmausenbuckstraße zu einer kompletten Neubebauung von der Böcklerstraße bis zum Ring, östlich der Schmausenbuckstraße bis Rehhof.

b)    Optische Veränderung

Eine starke optische Veränderung erfuhr das Mögeldorfer Ortsbild von Erlenstegen aus betrachtet, weil die weitläufigen Wiesen mit den Flussläufen der Pegnitz durch den Wöhrder See ersetzt wurden. Der Baumbewuchs entlang des Wöhrder Sees und das Wäldchen entlang des Hangs an der Ziegenstraße veränderte den Blick nachhaltig. Über 1000 Jahre freier Blick auf Mögeldorf gehören der Vergangenheit an.  

 Der Erhalt des grünen Charakters in Mögeldorf

 Seit 1997 setzt sich der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. intensiv für den Erhalt des durchgrünten, aufgelockerten Charakters in Mögeldorf ein. Eine Großstadt braucht beides: den verdichteten Stadtraum, aber auch großzügige Ein-, Zweifamilien- und Reihenhausgegenden. Diesem Erhalt diente das Drängen gegenüber der Stadtverwaltung, für Mögeldorf – und das sich in der gleichen Situation sich befindende Erlenstegen – Bebauungspläne zu erlassen. Mit dem Blick zurück muß man feststellen, es hilft etwas, aber auch nicht umfassend. Der Pferdefuß liegt in der Grundstücksteilung. Wird ein Grundstück geteilt, entsteht sofort Baurecht und die großzügigen und weitläufigen, parkähnlichen Gartenanlagen verschwinden. Eine Bestandsaufnahme im Dezemberheft 2013 unseres Vereins hat die Brisanz des Themas mehr als deutlich aufgezeigt. Die Stadt muß an dieser Stelle ständig auf den Willen der Mögeldorfer zum Erhalt der Villenstruktur hingewiesen werden.

  

Der Vorstand

 Ein Verein lebt vom Zusammenhalt und der Gestaltungskraft seines Vorstands. Die Vorstandsmitglieder sind alle ehrenamtlich tätig. Sie bringen sich alle aktiv in das Vereinsleben ein. Als Vorsitzender darf ich an dieser Stelle deshalb allen Vorstandsmitgliedern ein ganz herzliches Dankeschön aussprechen. Im Vereinsjubiläumsjahr sind bei uns im Vorstand tätig:

  •  Frau Elfriede Schaller, 2. Vorsitzende (seit 1993, Beirätin seit 1983). Sie kümmert sich um Führungen, hilft mit Texten und Bildern für unser Mitteilungsblatt, ist die ordnende Hand im Vereinsarchiv, führt die Mitgliederdatei und beglückwünscht unsere Jubilare.

  •  Herr Kurt Körner, Schatzmeister seit 1999, hat die Vereinskasse in bester Verwaltung und sorgt dafür, dass immer etwas Reserven für unsere Veranstaltungen vorhanden sind.

  •  Herr Markus Furthmayr, Schriftführer seit 2007, hält für die Nachwelt die Aktivitäten des Vereins fest.

  •  Herr Werner vom Busch (seit 2011) stärkt das Redaktionsteam des Mitteilungsblattes durch elegante Beschreibungen des aktuellen Vereinsgeschehens.

  •  Herr Mathias Monse (seit 2007) ergänzt ebenfalls unser Reaktionsteam und ist zuständig für Stadtteilkontakte.

 Wir haben ein großes Veranstaltungsteam in unserem Vorstand:

  •  Frau Sabine Deeg ist seit 2013 im Vorstand und ist die Brücke zur Billrothschule, managt aber auch den Kulturteil unserer Schulen beim Schlossfest.

  • Herr Wolfgang Hannwacker ist seit 2003 im Vorstand mit den Schwerpunkten Kirchweihzug und Schlossfest, hierbei insbesondere für die technischen Rahmenbedingungen und das Catering zusammen mit seinem Inlinerteam.

  •  Frau Iris Hannwacker ergänzt seit 2013 das Veranstaltungsteam und kümmert sich insbesondere um Kirchweihangelegenheiten.

  • Herr Stefan Wölfel gehört dem Vorstand seit 2007 an und ist mit dem Schwerpunkt Weihnachtsmarkt tätig.

  •  Herr Oskar Iberler ist seit 1991 im Vorstand und verantwortet als Schriftleiter unser zweimonatlich erscheinendes Mitteilungsblatt.

  •  Herr Wolfgang Sendhardt ist sei 1995 Repräsentant des Loni-Übler-Hauses in unserem Vorstand.

  •  Herr Gerd Schieder ist seit 2001 für handwerkliche Angelegenheiten, insbesondere auch für elektrischen Feinheiten zuständig, betreut aber auch unsere monatliche Sprechstunde in unserem Vereinslokal.

  • Herr Michael Schuster zeichnet seit 2001 für den Internetauftritt unseres Vereins verantwortlich.

  • Frau Roswitha Schuster ist seit 1991 die Anzeigenleiterin unseres Mitteilungsblattes.

 

Vorsitzender des Vereins ist seit 1997 (seit 1995 Beirat) Wolfgang Köhler. 

Persönlichkeiten des Vereins:

  

 Ehrenvorsitzender Erich Wildner (22.01.1927 – 17.09.2011)

 Erich Wildner wurde am 22.01.1927 in Nürnberg geboren. Er durchlief nach Rückkehr aus der Kriegsgefangenschaft eine Ausbildung zum Zimmermann und arbeitete viele Jahre als Sozialberater bei der Landesversicherungsanstalt Oberfranken und Mittelfranken, Bereich Nürnberg. 1947 begann seine Verbandsarbeit in der Katholischen Arbeiterbewegung.

1950 trat Erich Wildner in die CSU ein und gehörte von 1960 bis 1990 dem Nürnberger Stadtrat an, davon 25 Jahre als sozialpolitischer Sprecher der CSU-Stadtratsfraktion und 18 Jahre als stellvertretender Fraktionsvorsitzender. Er war Mitglied in mehreren kirchlichen Gremien, unter anderem 20 Jahre lang im Vorstand des Dekanatsrats. Er gehörte der Synode an und war im Diözesanrat sowie in der Verbandsleitung der Katholischen Arbeiterbewegung. Besondere Verdienste erwarb sich Erich Wildner um unseren Stadtteil Mögeldorf. Von 1977 bis 1997 führte er unseren Verein. Er setzte sich unter anderem für das Ensemble am Kirchenberg, die Wiederbelebung des Kirchweihzugs und die Errichtung des Brunnens am Mögeldorfer Plärrer ein.

 

 Franz Flierl (19. 01. 1929 – 29.12.1997)

Franz Flierl war 22 Jahre Schatzmeister des Vereins. Im Selbststudium entwickelte er sich zu unserem Vereinshistoriker und Mögeldorf-Experten. Er fand auch in Fachkreisen Anerkennung. Erwähnt sei sein 1985 herausgebrachtes Buch „Mögeldorf – seine Geschichte, seine Straßen“. Er veröffentlichte zahlreiche historische Artikel in unserem Mitteilungsblatt.

Hauptberuflich war er im Personalamt der Stadt Nürnberg tätig. Ehrenamtlich engagierte er sich auch bei der Nürnberger Nothilfe. Wie erfolgreich kann man an dem Neubau der WIN gGmbH in der Marthastraße ermessen. 

Franz Männl (1916 – 1992 )

 war von 1977 – 1987  Zweiter Vorsitzender und gleichzeitig Schriftleiter von Alt-Mögeldorf. Er hat das Heft mit vielen Beiträgen bereichert, zeichnete verantwortlich für das Schlossfest und als Rektor der Thusneldaschule die Mögeldorfer Schulen in die Gestaltung einbezogen.

Philipp Rapold (1940 – 2004)

Im Jahr 1995 wurde Herr Rapold Vorstandsmitglied in unserem Verein. Ab 1998 nahm der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. Fahrten zu historischen Stätten und Landesausstellungen auf. Diese Fahrten wurden von ihm liebevoll organisiert und durchgeführt. Neben seinem hohen und unermüdlichen Engagement in seiner Gemeinde St. Karl fand er daneben auch noch Zeit, sich mit dem geschichtlichen Herkommen Mögeldorfs zu befassen. In seiner viel beachteten CD „Mögeldorf“ läßt er die Geschichte Mögeldorf hörbar werden. Auch in unserem zum Jubiläum im Jahr 2000 herausgegebenen Buch „Unser Mögeldorf“ hat er seinen Beitrag zur Kirchengeschichte Mögeldorfs geleistet.  

Ehrenmitglied Kunigunde Trost ( 1925 – 2008 )

Frau Trost war jahrzehntelang von der ersten Stunde an unsere Zustellerin für unser Mitteilungsblatt. Gleichzeitig kassierte sie noch in bar den Jahresbeitrag. Durch ihren unermüdlichen Einsatz bei Wind und Wetter war sie ein Markenzeichen für unseren Verein. Durch ihre nette und verbindliche Art kam sie mit vielen Mögeldorfern ins Gespräch und konnte so auch viele neue Mitglieder für unseren Verein gewinnen.Chronik

  

Zeittafel des Vereins

 

Verein für die Geschichte Mögeldorfs

  • 1883   Erste Aufzeichnungen der „Montagsgesellschaft“ in einer Chronik

  • 1890  „Verein für die Geschichte Mögeldorfs“ wird gegründet

  • 1899    Mögeldorf wird nach Nürnberg eingemeindet.

  • 1902    Renovierung der Mögeldorfer Kirche bis 1907

  • 1905    Der Verein wird aus dem Vereinsregister gelöscht

 

  • Vorstadtverein Nürnberg Mögeldorf

  • 1901   Gründung des Vorstadtvereins

  • 1914    Die Vereinstätigkeit ruht weitgehend währen des Ersten Weltkriegs

  • 1926    Wiederbelebung der Vereinstätigkeit

  • 1938    Vereinsauflösung

 

  • Zeittafel der Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorfs/Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V.

  • 1949   Gründung einer losen Arbeitsgemeinschaft, Vorsitzender Richard Walter

  • 1950 Konrad Seyschab übernimmt den Vorsitz

  • 1951   „Arbeitsgemeinschaft für Belange und Geschichte Mögeldorf“ ins Vereinsregister eingetragen. 1. Vorsitzender Konrad Seyschab

  • 1952  Erstes Schlossfest im Linkschen Schloss

  • 1952  Leo Beyer, Mögeldorf, der Schmausenbuck und der Nbger Reichswald

  • 1953   Erstausgabe des Mitteilungsblattes Alt-Mögeldorf

  • 1953   Carolus Link 1. Vorsitzender

  • 1955   Leo Bayer 1. Vorsitzender

  • 1965: Fritz Hensel

  • 1975: Rudolf Böhland

  • 1977: Erich Wildner

  • 1997: Wolfgang Köhler

  

Mögeldorfer Ereignisse seit Beginn der Montagsgesellschaft:

 

  • 1882: Schulhaus Ziegenstraße 31

  • 1886: Bau des Mögeldorfer Rathauses, Freiligrathstraße 29

  • 1891: Friedhofserweiterung an der Ziegenstraße

  • 1899: Am 1.1. wird Mögeldorf eingemeindet.

  • 1902: Renovierung der Kirche bis 1907

  • 1903: Auf dem Platz des heutigen Diakoniezentrums wird eine Schulbaracke aufgestellt (Abriss 1970)

  • 1905: Einweihung einer Notkirche am Thumenberger Weg für die Katholische Kirche in Mögeldorf, St. Jobst und Erlenstegen

  • 1914: Die Straßenbahn und die Thusneldaschule werden fertiggestellt.

  • 1921: Die große Siedlung („der Block“) an der Ostendstraße entsteht mit 700 Wohnungen

  • 1926: Grundsteinlegung St. Karl Borromäus

  • 1939: Der Tiergarten am Schmausenbuck wird nach zweijähriger Bauzeit eröffnet.

  • 1943: Durch Luftangriffe entstehen in Mögeldorf schwere Schäden

  • 1945: Weitere Zerstörungen am 2. Januar und bei Kriegsende

  • 1961: Die Mögeldorfer Post erhält einen Neubau in der Schmausenbuckstraße 15.

  • 1963:  Evangelisches Gemeindehaus an der Heinemannstraße.

  • 1971:  Die Ostendstraße wird über den Mögeldorfer Plärrer durchgebaut.

  • 1974: Theodor-Billrothschule

  • 1976: Die alte Gerberei Kromwell wird durch den Kaufmarkt ersetzt.

  • 1980 – 1982: Fertigstellung des Ostrings

  • 1981: Die Noris-Brennerei schließt

  • 1982: Einweihung des Wöhrder Sees

  • 1982: Ausbau der Laufamholzstraße

  • 1984: Gräberfeld aus der Hallstattzeit bei Rehhof entdeckt

  • 1984: Bau Westflügel an der Thusneldaschule

  • 1986-1990: Tempo 30 in den Mögeldorfer Wohngebieten

  • 1987: Eröffnung der S-Bahn am Bahnhof Mögeldorf. Lange Zeit müssen die Anwohner noch die alten E-Loks hinnehmen. Ein behindertengerechter Zugang ist bei der Haltestelle Ostring auch 2014 noch nicht vorhanden.

  • 1988: 100 Jahr Schmausenbuckturm

  • 1989: 50 Jahre Tiergarten am Schmausenbuck 

  • 1989: Cristallo öffnet sein Eisparadies

  • 1991 ff: Die „Diehlwiese“ wird bebaut

  • 1991: Die Musikschule zieht ins Schmausenschloß

  • 1994: Ebensee kommt als Ensemble auf die Denkmalschutzliste

  • 1997: Einweihung des Diakoniezentrums „Mathildenhaus“

  • 1998: Einweihung der Nürnberger Versicherung

  • 1.1.1999: 100 Jahre Eingemeindung Mögeldorfs

  • 6.5.2000: 975 Jahre Mögeldorf, Ersterwähnung durch Beurkundung Konrads II. am Mögeldorfer Kirchenberg

  • 6.5.2000: Der Mögeldorfer Plärrer wird eingeweiht.

  • 29.12.2000: 110 Jahre Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf

  • 2001: Der Archäologische Spielplatz öffnet seine Pforten.

  • 30.4.2001: Enthüllung des Brunnens am Mögeldorfer Plärrer, gestiftet vom Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf mit 175.000 DM. Mit der Brunnenplastik wird die Neugestaltung des Mögeldorfer Plärrer vollendet.

  • 2001: 75 Jahre Postsportverein in Ebensee

  • SPVGG Mögeldorf 2000 entsteht aus Turnerbund und TSV Ost

  • 2002:Das Schlossfest im Schmausenschloss

  • 2003: Neugestaltung des Schmausenparks

  • 2004: Erster Neujahrsempfang des BGV Mögeldorf

  • 2007: Informationstafeln an Historischen Gebäuden in Mögeldorf

  • 2010: Erster Mögeldorfer Weihnachtsmarkt

  • 27.2.2012: Der Bürgerverein wendet zusammen mit Herrn Peter Köhler, dem Initiator einer Unterschriftenaktion und dem Vorstadtverein Laufamholz die Einrichtung  von Verkehrsinseln in der Laufamholzstraße ab.

  • 2012: Wasserrad an der Satzinger Mühle: Immer wieder hat der Bürgerverein mit Hilfe von Sponsoren das Wasserrad an der Satzinger Mühle zum Vergnügen der Mögeldorfer laufen lassen können. Aber die Installation fiel auch manchmal mangels Sponsorenunterstützung aus. Nach vielen Jahren des Hin und Her stiftet der Freistaat Bayern dauerhaft das beliebte Wasserrad.

  • 2013: Der Bürgerverein wehrt sich gegen die Ausweisung eines Spielhallengebietes entlang der Laufamholzstraße.

  • Mai 2014: 100-Jahr-Feier der Thusneldaschule

  • Juli 2014: 100 Jahre Straßenbahn nach Mögeldorf.

Letzte Änderung: 16.02.2016