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Die Brief von Kurt Heindel 

  

Sehr geehrter Herr Iberler,

ich bin zwar kein Mögeldorfer mehr und deshalb auch nicht Mitglied des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf, aber ich erhalte von Frau Beier, Ziegenstraß17, immer Ihre Mitteilungen nachgeliefert.

Der Hinweis auf die Schwedenkapelle auf Seite 11 des Februarheftes ist nun der Anlas meines Schreibens. Erstens erfuhr ich dadurch wie der Name Schwedenkapelle entstand. Zweitens bin ich zur Zeit dabei meine alten Fotos zu sortieren und fand diese 2 Bilder in doppelter Ausfertigung. Zur Entlastung der Erben würde ich sie wegwerfen, aber oft hört man dann hinterher, dass das doch zur Geschichte gehört und irgend jemand Interesse daran haben könnte. Ihre Frau sagte mir am Telefon, dass in Ihrem Archiv evtl. Interesse besteht.

Ich selbst lebte in Mögeldorf von ca. 1932 - 1949. Etwa 1939 knipste ich die beiliegenden Fotos. Die Schwedenkapelle war zu einem Jungvolk-Heim ausgebaut worden. Wahrscheinlich war auch die HJ und der BDM darin. Wer den Ausbau veranlasste und finanzierte ist mir nicht bekannt. Das gleiche gilt auch für das Pulvermagazin an der Marthastraße, von dem ich leider keine Fotos habe.

Diese beiden Heime waren für uns etwas völlig Neues, denn vorher hatten wir unsere Heime (u. a. in einer Remise in der Schmausenbuckstraße und in einer früheren Scheune oder Geräteschuppen im Schmausenpark) mit Kistenbrettern und Sackleinwand selbst eingerichtet. Die Glühlampen wurden auf Wagenrüder oder Balken mit Querleisten montiert. Da hatten wir viel von den Pfadfindern, die anfangs unsere Führer waren, übernommen. Jetzt wurden die Möbel von fachlich gut arbeitenden Schreinereien geliefert, die Elektro-Installation wurde durch eine Fachfirma ausgeführt. Wir bekamen das alles erst zu sehen, als es schon bezugsfertig war. Die Stuckdecke war damals für uns etwas ganz besonderes.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Kurt Heindl

 

 

Autor und Bilder: Kurt Heindel | 24.06.2019