Aktuelle Themen April 2014
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mit folgenden Themen - April 2014

Liebe Leserinnen und Leser,

1. Vorsitzender Hr. Wolfgang Köhler

der Januar 2014 war der Monat der Kindertagesstätteneröffnungen in Mögeldorf. Die Lebenshilfe eröffnete zwei integrative Kindertagesstätten, die eine in der Marthastraße in den Räumen des Neubaus der WIN GmbH, die andere in der
Ostendstraße 125, einem von der WBG errichteten Kindertagesstätte. Die Eröffnung fand unter regem Anklang am 18. Januar statt. Am 31. Januar zog die Kindertagesstätte der Johanniter in der Eslarner Straße nach. Idee, Konzeption und Entwurfsplanung stammen von der Familie Falge aus Mögeldorf. Alle neuen Kindertagesstätten sind wunderbar gelungen und gleichen das Defizit aus, das bislang in Mögeldorf bei Kindertagesstättenplätzen bestand. Gleichzeitig wurde bekannt, dass der AWO-Kindergarten in Mögeldorf zum 31.7.2014 schließt.

 

Bei so vielen neuen Kindertagesstätten in Mögeldorf passen keine Spielhallen, Wettbüros und Swingerclubs hierher. Leider kann ich bislang nicht berichten, dass dieser Kelch an uns Mögeldorfern und Laufamholzern vorbeigeht. Lesen Sie hierzu näheres unter Mögeldorf Aktuell. Unterstützen Sie uns weiter in dieser Frage.

 

 

Ihr Wolfgang Köhler

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Landesfahrt zur Landesausstellung "Ludwig der Bayer" in Regensburg



Die Schlacht bei Gammelsdorf

Zeit:                                                   Samstag, 20. September 2014, 7.30 Uhr

Ort:                                                    Abfahrt Ecke Ostendstraße/Lindnerstraße (St. Karl)

Kosten:                                              45 Euro

Anmeldung:                                       Tel. bei Herrn Köhler 5 46 07 65 oder per

                                                          Fax: 5 48 77 01

Programm:                                         Besuch der Landesausstellung,

                                                           Besuch des Alten Rathauses („Immerwährender Reichstag“),

                                                           Schlossbesichtigung Thurn und Taxis.

Abfahrt:                                              7.30 Uhr, Ecke Ostendstraße/Lindnerstraße

Besuch des Alten Rathauses:             9.30 Uhr

Landesausstellung im

Minoritenkloster:                                10.45 Uhr

Mittagessen:                                      12.30 Uhr im Bischofsheim

Diözesanmuseum und

Domkreuzgang:                                  14.00 Uhr:

Schloß Thurn und Taxis:                      16.00 Uhr

Freie Zeit:                                           17.00 Uhr bis 19.00 Uhr

Rückfahrt:                                           19.00 Uhr

Rückkehr:                                            20.30 Uhr

 

 Homepages Haus der Bayerischen Geschichte: www.hdbg.de
 

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Einweihung der Kindertagesstätte der Lebenshilfe in der Ostendstraße


 


 
Am 18. Januar 2014 wurde die Kindertagesstätte der Lebenshilfe in der Ostendstraße offiziell ihrer Bestimmung übergeben. Pfarrer Kuno Hauck segnete die Einrichtung und wünschte allen Kindern und Jugendlichen, aber auch den Erziehern und Eltern glückliche und erfolgreiche Stunden in der integrativen Kindertagesstätte. Der Vorsitzende der Lebenshilfe MdB a.D. Horst Schmidbauer begrüßte alle Anwesenden herzlich und freute sich, dass die Lebenshilfe, die bisher ihren Schwerpunkt ganz im Westen der Stadt hatte, nunmehr auch im Nürnberger Osten angemessen vertreten ist. Sozialreferent Reiner Prölß wies darauf hin, dass mit der Eröffnung dieser Einrichtung nunmehr der Nachholbedarf im Osten der Stadt befriedigt worden sei und mit der integrativen Einrichtung nunmehr ein optimales Angebot für behinderte und nichtbehinderte Kinder und Jugendliche im Stadtteil angeboten werden könne.                        


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Neues aus Mögeldorf

Lebenshilfe Nürnberg

Neue Kindertagesstätte in der Ostendstrasse 125

Fotos: F. Schaller

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Die Fundgrube



Als „BLOCK“ wird meist noch heute die große Siedlung zwischen der Martha-Straße und der Dr.- Gustav-Heinemann-Straße bezeichnet.

 

Über die Geschichte dieses größten Wohnungsbauprojekts Mögeldorfs liegen nur sehr spärliche Unterlagen vor. Die meisten Dokumente sind im zweiten Weltkrieg verbrannt. In Zeiten größter Wohnungsnot wurde 1919 der Block mit etwa 100 Häusern gebaut, die zusammen 600 - 700 Klein- und Mittelwohnungen umfassen. Man hat sich viele Gedanken um die Aufteilung und Gestaltung dieser Wohnungen gemacht. So stellte man über die Gestaltung der Küche besondere Überlegungen an und kam zu dem Ergebnis, dass die fränkische Kochküche besser als die Wohnküche sei. Um das Wohnen in der Küche zu verhindern, wurde sie so klein wie möglich gebaut, damit nur die nötigsten Küchenmöbel und eine Badewanne darin Platz finden konnte. Letztere war mit einer Holzplatte überdeckt, sodass sie als Tisch dienen konnte.                                          FS   

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Aktueller Sachstand zu den Spielhallen

Am 14. Januar 2014 lud die Verwaltung die Bürgervereine zur Erörterung der Sachlage in den Südpunkt ein. Die Verwaltung legte dar, dass sie ein Konzept beabsichtigt, wonach durch den Ausweis von „Zulässigkeitsbereichen“ nur in diesen noch Spielhallen, Wettbüros und Swingerclubs zulässig sein würden.

 

Hierzu gebe es zwei Varianten:

 

Variante 1: Sechs Zulässigkeitsbereiche: Südliche Altstadt, Aufseßplatz, Frankenzentrum in Langwasser, Gebiet rund um den Mercado, Laufamholzstraße und Regensburger Straße

Variante 2: Vier Zulässigkeitsbereiche: Wie Variante 1, nur ohne die Sondergebiete Laufamholzstraße und Regensburgerstraße.

 

Die Bürgervereine stimmten zu, dass es grundsätzlich richtig ist, durch Ausweis von Gebieten den Zuwachs von o.g. Einrichtungen zu beschränken. Sie stellten neben einer Reihe weiterer Forderungen drei Kernforderungen auf:

  1. Auf Bundes- und Landesebene muß die Zulässigkeit von o.g. Einrichtungen nachhaltig weiter beschränkt werden. Durch die Massierung von 150 genehmigten und unzähligen illegalen Einrichtungen werde die Spielsucht gefördert und den Menschen ohne jegliche Gegenleistung das Geld aus der Tasche gezogen, die ohnehin keine hinlänglichen Mittel hätten.

  2. Das Konzept müsse auf seine Sozialverträglichkeit überprüft werden. Es sei derzeit noch nicht hinreichend erkennbar, ob die sozialen Standorte wie Kindertagesstätten, Schulen, Sportvereinen, Behinderteneinrichtungen ausreichend einbezogen worden seien.

  3. Die Findung der bislang sechs Zulässigkeitsbereiche sei für die Bürgervereine nicht schlüssig. Die Frage, ob nicht weniger belastende Standorte gefunden werden könnten, werde durch das Gutachten bisher nicht beantwortet.

Die Bürgervereine Mögeldorf, Laufamholz, Erlenstegen und Zabo wiesen zusätzlich darauf hin, dass es keinen Sinn mache, Gebiete auszuweisen, die noch gar keine solchen Einrichtungen hätten. Am 22. Januar 2014 fand dann eine weitere Veranstaltung für alle Bürger der Stadt Nürnberg ebenfalls im Südpunkt statt. Diesmal waren auch neben den Bürgervereinen Vertreter aus der Politik wie etwa die Fraktionsvorsitzenden von CSU und Grünen vertreten. Auch die Vertreter der Automatenindustrie, vom Bundesverband, vom Landesverband und vom örtlichen Bereich waren anwesend.

 

Die Verwaltung legte den gleichen Sachverhalt wie am 14. Januar dar. Aufgrund der intensiven Nachfrage der Bürger wurde dabei eingehend auf die Folgen für die sechs „Zulässigkeitsbereiche“ eingegangen. Dabei stellte die Verwaltung klar, dass in den Bereichen Altstadt, Aufseßplatz und Langwasser keine neuen Spielhallen mehr zugelassen würden, da die Abstandsflächen keine neuen Genehmigungen zuließen. Nur in Mögeldorf, Zabo und im Nordosten rund um den Mercado könnten noch neue Genehmigungen erteilt werden!

 

Die Vertreter der Spielautomatenindustrie wiesen darauf hin, dass in Nürnberg eine besonders hohe Quote illegaler Einrichtungen bestünde, ohne dass die Stadt hierbei erkennbare Anstrengungen unternehme. Auch nach dem Empfinden des örtlichen Bürgervereins und der Interessensgemeinschaft der Geschäftsinhaber der Südstadt (Südstadt Aktiv e.V.) liege der Verdacht auf eine erhebliche Quote ungenehmigter Einrichtungen nahe. Ausgelöst von dieser intensiven Debatte im Südpunkt am 22. Januar fand dann im Stadtrat am 29. Januar die Behandlung des Dringlichkeitsantrags der CSU zu der Thematik statt, ob die Kontrolldichte bezüglich ungenehmigter Spielhallen hinreichend sei und welche Verbesserungsoptionen es gebe. Obwohl die Frage der Zulässigkeitsbereiche für Spielhallen, also das Vergnügungsstättenkonzept, gar nicht zur Debatte stand, attackierte der Fraktionsvorsitzende der SPD den Vorsitzenden des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf e.V., was nur den Schluß zulässt, dass zumindest für Herrn Vogel Mögeldorf ein geeigneter Standort für Spielhallen ist.

Wolfgang Köhler

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Sicherheitstechnik: So schützen Sie sich im Fensterbereich gegen Einbruch

Die Schwachstelle Nummer eins zuverlässig sichern

 

Die beliebteste Einbruchsmethode ist das Aufhebeln von Fenstern und Fenstertüren. 80% der Einbrüche erfolgen über diese Einstiegsvariante. Dazu braucht es nur einen Schraubendreher. Er lässt sich leicht transportieren und unter der Kleidung verstecken. Ungesicherte Fenster und Türen sind mit diesem Werkzeug fast ohne Beschädigung in wenigen Sekunden aufgehebelt – perfekte Bedingungen für Gelegenheitstäter.

 

Automatische Rollladensysteme bieten Schutz

Um Eindringlingen den Zugang über das Fenster zu erschweren, erfüllen als erste Hürde automatische Rollläden eine wichtige Funktion. Sie täuschen durch Zeitsteuerung nicht nur Anwesenheit vor und schrecken damit Einbrecher ab. Hochwertige Antriebe verfügen auch über eine Doppelscheibenbremse. In Kombination mit glasfaserverstärk-ten Schnellverbindern, die den Rollladenpanzer an der Welle fixieren, bieten sie auch eine zuverlässige Hochschiebehemmung. Das kostet den Täter wertvolle Zeit. Denn fast die Hälfte aller geplanten Wohnungseinbrüche wird nach maximal 5 Minuten abgebrochen, wenn der Langfinger nicht zum Ziel kommt.

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Am 1. Mai: 10 Jahre in Mögeldorf - Dekanin Ursula Seitz - Zehn Fragen zum Jubiläum:

 

  

München - Mögeldorf

Seit 10 Jahren arbeiten Sie nun als Dekanin in Nürnberg-Ost und als Pfarrerin in Mögeldorf. 17 Jahre haben Sie in München gewirkt und sind im Jahr 2004 wieder in die fränkische Heimat  zurückgekehrt. Welche Unterschiede in Ihrer Arbeit haben Sie empfunden?

 

Die Unterschiede sind nicht so groß, wie man denken könnte. München ist tendenziell etwas weltstädtischer, Nürnberg etwas traditioneller. München war ursprünglich katholisch geprägt, Nürnberg evangelisch. Aber in beiden Großstädten muss sich das Christentum im säkularen Umfeld bewähren. Und innerhalb der Kirche gibt es hier wie dort funktionierende und weniger funktionierende Kommunikationsstrukturen. Ich habe in 6 Gemeinden als Pfarrerin gearbeitet und insgesamt 27 Gemeinden als Dekanin begleitet. Die Langwassergemeinden sind eher mit München-Neuperlach zu vergleichen als mit Mögeldorf und Mögeldorf eher mit München-Bogenhausen als mit Langwasser.

 

Predigt

Ich höre Ihnen gerne zu. Ihre Predigt ist farbig, aber Sie drängen sich nicht auf. Es ging Ihnen der Ruf voraus, dass Sie gerne über die Liebe reden, aber nicht nur. Was ist Ihnen bei der Predigt besonders wichtig?

 

Die bedingungslose Liebe Gottes zu uns ist das A und O unseres Glaubens. Sie trägt uns. Unsere Liebe zu Gott und zu den Mitmenschen ist nach Jesu Aussage das größte Gebot. In ihm sind alle anderen enthalten.

 

Allerdings ist diese Liebe nichts Harmloses oder Gefühlsseliges. Sie bewährt sich in der Krise. Sie hat vor allem da ihren Platz, wo Menschen leiden. Sie beleuchtet die dunklen Seiten des Lebens. Deshalb ist mir die Botschaft so wichtig, die im Kreuz Jesu Christi verborgen ist. Sie lautet: Gott kennt meine Ängste und Schmerzen, jedes Unheil der Welt aus eigener Erfahrung. Er ist an der Seite derer, die ihn brauchen. Er leidet mit ihnen und er beendet ihr Leid. Er erweckt den Gekreuzigten auf und alle Gekreuzigten mit ihm. Der leidensfähige Gott und der Leben schaffende Gott sind eins.

 

Ökumene

Als vor Jahrzehnten in anderen Gemeinden noch Abstand zwischen den beiden Kirchen herrschte, haben Mögeldorfer Frauen gemeinsame Projekte gestartet und später wurde das Gemeindefest ökumenisch und vieles andere auch. Wo sehen Sie, auch unter dem neuen Papst, noch Chancen für erweiterte  Zusammenarbeit?

 

Zunächst bin ich dankbar für die hervorragenden Beziehungen, die wir mit St. Karl Borromäus haben. Sie äußern sich in freundlicher Nachbarschaft, in schönen gemeinsamen Gottesdiensten und in sozial-diakonischer Arbeit, die die beiden Gemeinden gemeinsam tragen. Papst Franziskus ist für mich ein Hoffnungsträger für die katholische und damit auch für die evangelische Kirche. Wie der Heilige, nach dem er sich genannt hat, legt er den Finger in die große Wunde der Welt. Lebensbedrohliche Armut darf es nach dem Willen des liebenden Gottes nicht geben. Sie muss strukturell und individuell überwunden werden. Deshalb ist der Platz der Christen an der Seite der Armen.

 

 

Bauen und Bauten

Unter Ihren Vorgängern hat die Gemeinde und der Gemeindeverein nach dem zweiten Weltkrieg viel investiert: Gemeindehaus, Geschäfts- und Miethaus Ostendstraße, Diakoniestationen Ziegenstraße, Hospiz und in Ihrer Zeit den Neubau des integrierten Kindergartens. Ich finde wir sind sehr gut ausgestattet. Steht genügend Geld für den Erhalt dieser Gebäude zur Verfügung?

 

Nach der Aufbauzeit ist jetzt die Zeit der Konsolidierung. Die Rücklagen der Gemeinde für Bauunterhalt sind eher bescheiden. Viele Jahre hat man sich darauf verlassen, dass die Landeskirche die Kosten für unsere Bauten übernimmt. Dies ist nicht mehr so. Das Gemeindehaus muss nach 50 Jahren generalsaniert werden. Dafür werden wir auf Spenden dringend angewiesen sein. Der Gemeindeverein hat die Herausforderungen angenommen, die sich ihm gestellt haben. Zu den genannten kommt noch der Seepark hinzu. Da ging es um hohe Investitionen, die nötig waren und sinnvoll eingesetzt wurden. Aber auch der Gemeindeverein befindet sich finanziell am Limit. Wir werden in den nächsten Jahrzehnten keine neuen Projekte stemmen können. Wichtig ist, die vorhandenen auf stabilen Boden zu stellen.

 

Singen und Musik

Sie können so schön und sicher singen und das schon Sonntagvormittag um 10 Uhr solo die oft so schweren Antiphonen ? Hatten Sie Gesangsunterricht oder waren Sie in Chören? Wer ist ihr Lieblingskomponist, was ist Ihr Lieblingschoral?

 

Als Jugendliche habe ich Klavier und Orgel gespielt, so dass ich Noten lesen und Melodien einüben kann. Im Vikariat habe ich Stimmbildung gemacht. Singen im Chor habe ich mir für den Ruhestand vorgenommen, wenn ich mehr freie Abende habe und meine Stimme es dann noch hergibt. Ich liebe J. S. Bach und die Choräle von Paul Gerhardt. Unüberbietbar ist jeder einzelne Vers von „Der Mond ist aufgegangen“. Trotzdem spricht auch nichts gegen Tina Turner, Rod Stewart, Katie Melua …

 

Gottesdienstbesuch

Kirche und Diakonie haben in Mögeldorf einen riesigen Mitarbeiterstab, woran Sie bestimmt große Freude haben, abgesehen von hunderten normalen Kirchenmitgliedern. Weshalb sind die Gottesdienste (wie auch in anderen Gemeinden) so schlecht besucht? Was könnte man da tun?

 

Untersuchungen haben ergeben, dass sporadische Besucher/innen die traditionelle agendarische Gottesdienstform bevorzugen. Regelmäßige Besucher/innen freuen sich auch über alternative Formen. Wir versuchen, beiden sowie verschiedenen Zielgruppen (z.B. in Kleinkindergottesdiensten) gerecht zu werden. Ansonsten setzen wir auf die Qualität der Gottesdienste und das Wirken des Heiligen Geistes.

 

Jugendarbeit

Soweit ich dies mitbekomme, machen unsere Seelsorger eine sehr gute Konfirmandenarbeit. Aber was kommt darnach? Vom CVJM finde ich nur eine Rufnummer! Ohne Nachwuchs werden die schönsten Einrichtungen Mögeldorfs umsonst sein.

 

Nach der Konfirmation werden einige Jugendliche zu ehrenamtlich Mitarbeitenden. Sie sind hoch aktiv. Die Mehrheit macht allerdings Pause von der Kirche. Das ist in fast allen Gemeinden so. Beruhigend ist, dass viele wieder zurück kommen – zur Trauung, zur Taufe ihrer Kinder. Die Wellenlinien der Lebensphasen spiegeln sich auch in der Nähe und Distanz zum Glauben und zur Kirche.

 

Privat

Aus Ihren Predigten entnehme ich, dass Sie viel lesen und auch ab und zu interessante Filme ansehen. Bei einem Fest der Mitarbeiter haben Sie für fast 100 Leute sehr gut gekocht. Treiben Sie auch Sport? Ist es nicht recht einsam im großen Pfarrhaus?

 

Der Sport kommt zu kurz. Ich habe einen Crosstrainer und eine Sauna, im Urlaub schwimme ich gern, aber es muss schon das Meer oder wenigstens ein großer See sein. Zum Glück bin ich gesund und habe eine gute körperliche Konstitution, so dass sportliche Betätigung nicht zwingend ist.  Im Pfarrhaus ist während der Woche ziemlich viel los. Es beherbergt ja auch das Pfarramt. An den Abenden und am Wochenende bin ich oft unterwegs. Wenn ich dann mal allein bin, kann ich das durchaus genießen.

 

Terminkalender

Ihre Arbeitsbereiche finde ich sehr interessant. Sie managen Gemeinde und Dekanat, halten Gottesdienste, Pfarrereinführungen, Beerdigungen, Konferenzen und führen Besuche bei Kranken, Leidtragenden und Feiernden in der Gemeinde durch. Was wird Ihnen in Zukunft am meisten fehlen ?

 

Mir werden einige liebe Menschen fehlen. Was mir beruflich am wichtigsten war – Gottesdienste, Glaubensgespräche, Seelsorge, Musik – kann ich ehrenamtlich noch eine Zeitlang weitermachen. 

 

Berufung, Anfang und Ende

Sie waren wohl eine der ersten Pfarrerinnen in der bayerischen Landeskirche. Was hat Sie erwogen, diesen Beruf zu ergreifen ? Ihr Ruhestand ist in greifbarer Nähe. Hoffentlich feiern Sie mit uns noch das 600jährige Jubiläum unserer Kirche St. Nikolaus und St. Ulrich?

 

Neben dem Beruf selbst, der ja eine Berufung ist, hat mich auch die Pionierfunktion gereizt, die ich als Frau damals hatte. Das Jubiläum unserer Kirche werde ich noch mit vorbereiten. Wenn es gefeiert wird, bin ich bereits im Ruhestand.

 

Der Fragensteller war Fritz Schaller

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Einweihung der Kindertagesstätte in der Marthastraße 

Herr Deraed, Geschäftsführer der Lebenshilfe, Frau Kranich-Pöhler für den Bauträger WIN GmbH und sitzend der Architekt der Anlage mit 62 Einheiten



Anschließend wurde der zweite Teilbereich der Kindertagesstätte der Lebenshilfe in der Marthastraße 31 eingeweiht. Auch diese Einrichtung trägt dem Gedanken der Inklusion Rechnung. Auch diese Einrichtung besticht durch großzügige Planung und viel Licht.  

 
 

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Lesebrief von Hr. Markov

Anm.: Leserbriefe geben die Meinung des Autors, nicht die Meinung des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf e.V. wieder.

 

Sehr geehrter Herr Köhler,

Sie berichten in Ihrem Heft von Projekten und Ereignissen rund um Mögeldorf. Erfreu-licherweise handelt es sich dabei meistens um gelungene Neuerungen oder Veränderungen des Stadtteils. Nun liegt uns am Herzen über etwas zu informieren, dass aus unserer Sicht zu den weniger erfreulichen Eingriffen in das Ortsbild gehört. Es betrifft den Neubau in der Marthastraße. Die Bauarbeiten neigen sich dem Ende zu und das ganze Ausmaß ist langsam sichtbar – es ist ein einfallsloser monolyther Betonklotz geworden, der die Straße von vorne bis hinten zu erdrücken scheint. Um alle Irritationen vorwegzunehmen, unsere Kritik betrifft nicht das Projekt (Generationen übergreifendes Wohnen), sondern nur die Bauform.

 

Bevor ich mir erlaubt habe, Sie anzusprechen, habe ich unzählige Gespräche mit den  Anwohnern der Straße geführt, allgemeine Bestürzung über den Anblick auf der gegenüberliegenden Seite ist eine milde Zusammenfassung der überwiegenden Meinung. Nicht nur die Größe ist sehr bedrückend, sondern vor allem die äußerst einfallslose Architektur. Wie kann man aus den gestalterischen Möglichkeiten die die heutige Zeit bietet, so  wenig machen. Weder an der Form, noch an den Materialien ist zu erkennen, dass man sich ein bisschen Mühe in dieser Richtung gegeben hat. Unschwer zu erkennen ist, dass das leitende Motiv einzig und alleine die maximale Raumnutzung gewesen ist. Einer der Anwohner hat es ein „Ghetto“ genannt. Was mich aber endgültig ermutigt hat, Sie anzusprechen, waren meine Gespräche mit den zukünftigen Bewohnern des Blocks. Die meisten von ihnen haben es unumwunden bestätigt, dass sie mit der Architektur nicht  zufrieden sind. Einer (der Name ist mir bekannt) meinte sogar, dass der Architekt des  Projekts bekannt sei für seine nüchternen Bürobauten. Was wollen wir mehr an Argumenten, wenn es schon den meisten Bewohnern nicht gefällt.

  

Als das Gelände der damaligen Firma Reim, geräumt wurde, ist eine Bestandsaufnahme der Bepflanzung gemacht worden, insbesondere der erhaltenswürdigen Bäume. Es wurde uns erklärt, dass für jeden der gefällten Bäume ein neuer gepflanzt wird. Was uns anscheinend verborgen wurde ist, dass diese Bäume nicht auf der Straßenseite gepflanzt werden. Denn so wie wir den Platz jetzt einschätzen, reicht er nicht für die in der Skitze  vorhergesehenen Laubbäume. In diesem Punkt fühlen wir uns massiv getäuscht. Denn es mag sein, dass die Bausubstanz in diesem Abschnitt der Marthastraße in die Jahre gekommen ist, durch das üppige Grün früherer Tage war es ein sehr angenehmer Strassenzug in unserem Viertel. Auf meine Frage bezüglich der Bäume, antwortete mir die Projektleiterin, es werden schmale kerzenförmige, wie in den mediterranen Ländern, Bäume gepflanzt. Diese Aussage bedarf keines weiteren Kommentars.

 

Dieses Verhalten ist noch ein Beweis dafür, dass die Interessen der Anwohner in keinster  Form berücksichtigt wurden, die haben nicht einmal jemanden wirklich interessiert. Dabei sollten doch die alten und die neuen Bewohner Nachbarn sein…

 

Ich möchte noch einen Schritt weiter gehen – es gibt wenige Straßen, die sich nicht gegen so ein Mammutprojekt gewehrt hätten. Sowohl der Projektleitung, als auch den  Verantwortlichen der Stadt, die es genehmigt haben, ist bewusst gewesen, dass die soziale Struktur der Marthastrasse so ist, dass kein Widerstand zu erwarten ist.

 

Natürlich sind wir nur ein Bruchteil der Bewohner von Mögeldorf. Außerdem ist uns bewusst, dass wir nur der etwas unschöne und vielleicht nicht ganz so beliebte letzte „Zipfel“ des sonst so gepflegten Stadtteils sind. Trotzdem sind wir auch Mögeldorfer und würden uns freuen, wenn auch unsere Meinung durch Ihr Heft Gehör finden würde.

 

Mit freundlichen Grüßen

Kliment Markov

 

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Schutz vor Kellerüberflutungen - Starkregen – was nun?“

Wie schützen Sie Ihren Keller?

Zu diesem Thema lud der Bürger- und Geschichtsverein e. V. am Donnerstag, 23. Januar 2013 in die Seniorenresidenz Seepark Mögeldorf ein.

Der Einladung folgten interessierte Mögeldorferinnen und Mögeldorfer. Diese begrüßte der Vorsitzende des Bürgervereins herzlich, dankte Frau Goercke, der Verwaltungsmanagerin des „Seeparks“ für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und begrüßte den Referenten des Vortrages, Herrn Burkard Hagspiel, technischer Werk-leiter der Stadtentwässerung Nürnberg. Herr Köhler verwies auf die Situation, die im vergangenen Jahr am 19. August viele Mögeldorfer überraschend traf: Die Überschwemmung der Keller. Es traf Firmen wie auch Privathaushalte. Hier nennt er bereits die zwei für ihn wesentlichen Problembereiche: den Einbau eines Rückstauventils und die Dachentwässerung.

Zu Beginn seines Vortrages brachte der Referent zum Ausdruck, dass die Mögeldorfer mit der von Herrn Köhler genannten Situation umgehen müssen, da die Stadt Nürnberg das Kanalnetz nicht weiter ausbaut. Es gilt also, sich den Gegebenheiten anzupassen und die technische Gestaltung im Haus anzupassen. Es ist nicht leicht, sich auf einen Starkregen einzustellen, denn der Deutsche Wetterdienst berichtet zwar über das Regenaufkommen, kann aber keine spezifisch genaue Daten herausgeben, lediglich Tendenzen.

Nun ging Herr Hagspiel kurz auf die Geschichte des Kanalbaues in Nürnberg ein, der im Jahre 1874 beginnt – der erste Hauptsammler wurde 1879 fertig gestellt. In den sechziger und siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Kanalnetz bedeutend erweitert. Das Entwässerungssystem Nürnbergs ist ein sog. Mischsystem, eine Mischkanalisation. Das Schmutzwasser wird in einem Rohr abgeleitet, auch das Regenwasser kommt dazu, d. h. nur ein Kanal, aber der Kanal muss sicher sein.

In Nürnberg gibt es ca. 1465 km Kanalsystem, 195 km sind davon begehbar. Der Kanaldurchmesser ist im Wesentlichen 4,40 m. Es gibt 28 Pumpwerke, 61 Regenbecken und einen Stauraum mit 490.000 m³ Speichervolumen.

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Letzte Änderung: 11.07.2014