Archiv - Aktuelle Themen August 2010
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mit folgenden Themen - August 2010

 

Mögeldorf Aktuell
 
  1. Liebe Leserinnen und Leser
  2. Ausbau der Ostendstraße wird in das Jahr 2015 verschoben.
  3. Fahrradweg in der Mögeldorfer Hauptstraße
  4. Stadt sucht Mithilfe

Andere Themen

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Mögeldorf Aktuell
Liebe Leserinnen und Leser,

 

ein fulminantes Schlossfest erfreute Jung und Alt am 3. Juli 2010. Das Cateringteam der SpVgg Mögeldorf 2000, das wieder perfekt und mit größtem Engagement bewirtete, versammelte sich mit ersten frühen Gästen vor einer großen Screenwand und verfolgte mit Staunen und Begeisterung das glatte 4:0 gegen Argentinien. Froh gelaunt trafen die Gäste zum 57. Mögeldorfer Schlossfest ein, das mit Sicherheit den Hitzerekord aufstellte. Die Darbietungen der Künstler waren daher schweißtreibend, insbesondere wenn noch Kostüme den Auftritt perfektionierten. Bei warmen Temperaturen bis spät in die Nacht gab es bei kühlem Bier und hitziger Feuershow eine prächtige Schlossfestatmosphäre. Wir haben diese schöne Stimmung in unserem Heft in Bildern festgehalten. Allen Mitwirkenden, dem Cateringteam, Frau Becker sowie allen Sponsoren wie der Gärtnerei Basler und der Sparkasse Nürnberg sei an dieser Stelle herzlich gedankt.

 

Wenn Sie dieses Heft in Ihrem Briefkasten vorfinden, bricht der August an. Schulferien beginnen in Bayern. Allen in den Urlaub Verreisenden, aber auch den Daheimgebliebenen wünsche ich erholsame Sommertage.

  

 

Ihr Wolfgang Köhler

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Ausbau der Ostendstraße wird in das Jahr 2015 verschoben.

Aufgrund der Finanzkrise fehlen der Stadt Nürnberg in den nächsten Jahren zusätzliche 180 Mio. Euro. Aus diesem Grunde plant die Stadt, den 2. Bauabschnitt der Ostendstraße, also den Ausbau zwischen der Lechnerstraße und der Kreuzung Ostendstraße/Cheruskerstraße in das Jahr 2015 zu verschieben.

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Fahrradweg in der Mögeldorfer Hauptstraße   

Wenn die Stadt Nürnberg schon kein Geld hat, was bei 1,8 Mrd. Schulden unbestreitbar ist, könnte auf den Fahrradweg durch die Mögeldorfer Hauptstraße bestens verzichtet werden. Im Herbst soll allerdings die Baumaßnahme anstehen.

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Stadt sucht Mithilfe

Noch mehr Besucher wünscht sich die Stadt Nürnberg auf unserem Aussichtsturm auf dem Schmausenbuck. Der im Eigentum der Stadt stehende Aussichtsturm auf dem Schmausenbuck ist in den Monaten Mai bis September sonn- und feiertags, am Sonntag des Reichswaldfestes sowie an den Osterfeiertagen jeweils von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Kartenverkauf und Aufsicht während der Öffnungszeit sind derzeit fremdvergeben.
 

Der Eintrittspreis für Erwachsene beträgt 2,30 Euro und für Kinder bis 14 Jahre 1,50 Euro.

 

Trotz der ansehnlichen Besucherzahlen ist der Betrieb des Turmes nicht kostendeckend. Deswegen gehen Sie nicht nur am Turm vorbei, sondern genießen Sie die herrliche Aussicht auf unsere Stadt von diesem Aussichtspunkt.

 

Wer Zeit und Muße hat, der könnte auch die Öffnungszeiten verantworten. Beides zusammen würde das Defizit für die Zukunft ausgleichen können (ohne Bauunterhalt).

 

 Wolfgang Köhler

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Der Turm hat gute, aber noch verbesserungsfähige Besucherzahlen: 

Besucherzahlen 2005 2006  2007 2008 2009
Erwachsene 677 625 981 598 854
Kinder 137 140 121 57 162
Summe 814 765 1102  655 1016

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Impressionen vom Schlossfest

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Liebenswertes Mögeldorf
St. Nikolaus und Ulrich: Empore mit Pfeiler und Gewölbe
Pfarrhofmauer: Hier stand bis 1882 das alte Schulhaus

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 Bombenstimmung von Anfang an

Deutschland hatte an diesem Nachmittag gegen Argentinien 4:0 gewonnen, die Luft war samtweich, kein Regen weit und breit: Das diesjährige 57. Mögeldorfer Schlossfest stand unter einem besonders guten Stern.  Prima Stimmung herrschte mit der Begrüßung durch den 1. Vorsitzenden Wolfgang Köhler von Anfang an.

 

Der war fulminant mit dem Auftritt der Inliner auf der Bühne im Schlosspark, sicher sehr schwierig zu befahren, so  viele Akteure auf so kleinem Raum und keine Unfälle, dafür präzise, synchron ablaufende Figuren perfekt getimt und präsentiert: Eine tolle Leistung, wie auch der spätere Auftritt der Inliner-Truppe,  mit einer choreografierten Darbietung des Songs „The Omen“ die mit rauschendem Beifall bedacht wurden.

  

Bratwurstduft lag in der Luft, die Hitze war getränkefreundlich.  Bei ihnen herrschte reißender Absatz: Das kühle und kühlende Nass war stark gefragt an diesem warmen Sommerabend.  Es ist immer wieder ein bemerkenswertes Beispiel von Bürgerengagement, wie hier eine Gruppe, wie die Inliner der Spvgg Mögeldorf, nach dem Motto: „Es geschieht nichts Gutes, außer man tut es“ die Organisation dieses mittlerweile traditionellen Festes in ihre Hände nimmt und mit Freundlichkeit und Effizienz dafür sorgt, dass dieses Fest auch wirklich eines wird. Da werden Bratwürste gebrutzelt, Steaks gebraten, Biere gezapft, Käseplatten hergerichtet und Silvaner in bauchige Gläser gefüllt. Die unsichtbaren Helfer, die quasi hinter den Kulissen dafür sorgen, dass alles klappt sollten dabei nicht vergessen werden. Auch ausgefallene Steckdosen und Aggregate werden ersetzt, das Bier blieb kühl und die Mannschaft in den roten Trikots ließ sich nicht verrückt machen.

 

Natürlich gab es auch 2010 wieder ein reichhaltiges Show-Programm: Die kleinen Tänzer und Tänzerinnen aus der Billroth-Schule, die ihr Lampenfieber überwanden und eine ausdrucksstarke Dance-Performance hinlegten „How can we hang on to a dream“, mit der sie auch in Berlin auftreten werden. Eine Irish Dance Show, die beim Publikum schon bei Zuschauen den Schweiß ausbrechen ließ. Deren frische, fröhliche Melodie und das taktvolle Auftreten mit den „hard shoes“ zeigte äußerste Präzision und Taktfestigkeit der Paare. Das Bläserensemble der Musikschule brachte eine barocke Note in das Fest. Das kleine Amphitheater im Mögeldorfer Park bietet solchen Formationen ideale Auftrittsmöglichkeiten. Das galt besonders für den feurigen Abschluss des Mögeldorfer Schlossfestes, die Feuerakrobatik-Show von Justino und Yilan. Trat der Feuerschlucker im letzten Jahr noch als Single auf, konnte man in diesem Jahr eine Vorstellung im Doppelpack bewundern: Feuerzauber, fein abgestimmte Choreografie mit einem Hauch von Erotik, dank Yilan die ihren Partner nicht nur ergänzte, sondern der Show eine besondere, feminine Note verlieh. Dadurch bekam der Ausdruck „Spiel mit dem Feuer“, eine ganz neue Note.

 

Und nicht nur, aber auch für Nostalgiker spielte die Band „Die Seidenspinner“ Oldies but Goodies und sie taten das so mitreißend, dass sie viele der Besucher von den Bänken rissen. Die gaben sich tanzend den Rhythmen hin, für viele sicherlich das erste Mal in diesem Jahr. Um Mitternacht sagte diese tolle Band Adieu, allmählich leerten sich Park und  Bänke. Nur für die Inliner war das Fest noch lange nicht aus. Inliner-Chef Wolfgang Hannwacker ward noch bis in die frühen Morgenstunden bei der Organisation des Aufräumens und beim Handanlegen gesehen.

 

Dank für eine gelungenes Fest gebührt auch: Manuela Becker für ihre Conference,  Sandra Schwabbauer, als Trainerin der Inliner, Beate Höhn mit ihrer Billroth-Tanzgruppe, Tina Kiewin als Leiterin der Blue Wiese Hip Hop, Moves2fit und ihrer Leitung Nina Soraruf, dem Bläserensemble der Musikschule Nürnberg unter der Leitung von K.-H. Höger.     

   Werner vom Busch

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Zehn Jahre SpVgg Mögeldorf 2000

Die Fusion der beiden Vereine SBMM Morgenrot-Mögeldorf und SpVgg Nürnberg-Ost zur SpVgg Mögeldorf 2000 ist eine Erfolgsgeschichte. Durch den Verkauf des Vereinsgeländes der SBMM Morgenrot-Mögeldorf war soviel Geld in der Kasse, dass eine neue Dreifachturnhalle gebaut und das übrige Vereinsgelände saniert werden konnte. Die Sportanlage umfasst jetzt 4 Großfelder, 1 Kleinfeld, 8 Tennisfelder und eine Boulebahn. Auch die Sporthalle ist gut ausgelastet. Gelegentlich muß sogar weitere Hallenkapazität angemietet werden. Auch zwei Schulen nutzen dieses moderne

 Angebot. Die Mitgliederzahl hat sich von 770 auf 1.600 erhöht. Eine Vielzahl an Sportarten wird von den 1.600 Mitgliedern ausgeübt: Fußball, Frauenfußball, Gymnastik, Handball, Inliner, Aikido, Kung-Fu, Skifahren, Tennis, Tischtennis, Volleyball und Boule. Über neue Sportangebote wird immer nachgedacht. Der Jugendanteil beträgt 50%. Dies ist sehr erfreulich, hat aber auch eine entsprechende Auswirkung auf die Finanzen des Vereins. Im Verein sind natürlich viele Mögeldorfer, aber das Einzugsgebiet umfasst den ganzen Nürnberger Osten und manchmal auch darüber hinaus. Die Zehnjahresfeier findet im Rahmen der Fun-Olympiade am 17. Juli auf dem Vereinsgelände statt.

Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf wünscht dem Verein weiter viele sportliche Erfolge und anhaltenden Aufschwung.                                   

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Bericht von der Jahreshauptversammlung 

 

Die Jahreshauptversammlung 2010 stand ganz im Zeichen des Vortrags von Prof. vom Busch „Asien, Kontinent mit vielen Gesichtern“.

Was könnte einen Mögeldorfer am fernen Asien interessieren, war die Eingangsfrage. Derzeit stehen Gegensätze, Konflikte, Kuriositäten hoch im Kurs. Und genau da bietet Asien unendlich viel.

Asien ist mit rund 44,6 Mio. qkm der größte Kontinent der Erde (Europa 4,2 Mio. qkm). Er umfasst etwa ein Drittel der Landmasse der Erde. In Asien leben mit etwa 4 Mrd. Menschen etwa 60% der Weltbevölkerung (EU: 495 Mio.) Das Word Asien (Asia) stammt aus dem Assyrischen und bedeutet Sonnenaufgang. Es entspricht also dem lateinischen Wort Orient oder dem deutschen Morgenland. So hieß in der Antike das Gebiet Kleinasiens als römische Provinz Asia. Die Griechen, die den Begriff übernahmen, meinten damit das Land im Osten. Was aber jenseits des Persischen Imperiums lag, war schon nicht mehr Asien. Mit den wachsenden geographischen Kenntnissen und wirtschaftlichen Interessen wurde der Begriff dann erweitert.

Der Begriff Asien ist primär ein europäisches Konzept. Er wurde publiziert durch europäische Geographen, Politiker und Lexikonverfasser. In den dortigen Zivilisationen wird diese Begrifflichkeit eher nur als Abgrenzung zu Europa, aber nicht als gemeinsame Identifikation verstanden. Ein Chinese etwa fühlt keine Notwendigkeit, sich mit einem Inder oder Indonesier zu identifizieren.

Asien ist richtig groß. Von Japan nach Pakistan, um nur ein Beispiel zu nennen, sind es knapp 7000 km, das heißt, acht bis neun Stunden Flugzeit. Von Singapur, das so etwa in der Mitte liegt, dauert es fünfeinhalb Stunden für 4.400 km, bis Delhi fünf Stunden für 4.100 km. Die Fluglinien haben höchste Standards, was auch für die Hotels gilt. Wer je im Peninsula in Hongkong oder Bangkok war, wird wenige Hotels auf der Welt finden, die ihn noch überraschen können.

Und Asien ist nicht nur groß, sondern auch hoch. Die größten Berge der Welt ragen dort in den Himmel, sie belegen die 10 ersten Plätze. Und hier finden sich auch die tiefsten Stellen des Meeres: der Marianengraben. Das Challengertief bei den Philippinen ist knapp 11 km tief und die weiteren tiefsten Stellen befinden sich ebenfalls dort. Wir könnten nun munter weiter machen mit Wüsten, Seen und Urwäldern, überall belegt Asien erste oder mindestens einen der vorderen Plätze.

Und bei den Religionen sowieso: Die vier Hauptreligionen der Welt, Christentum, Hinduismus und Buddhismus, hatten ihren Ursprung in Asien. Und die größte islamische Nation liegt nicht in Arabien, sondern mitten in Asien: es ist Indonesien. Religiöse Konflikte existieren bis heute: Die Teilung in Indien und Pakistan am 14.8.1947 kostete hunderttausende Tote. Der Kashmir-Konflikt ist allseits bekannt. Auf Sri Lanka ist erst kürzlich der Bürgerkrieg zu Ende gegangen. In Südthailand an der Grenze zu Malaysia schwelt ein Konflikt zwischen Buddhismus und Islam. Auch im Süden der Philippinen gibt es einen Konflikt zwischen Islam (5%) und Christentum. Aber auch in den Ländern Indien, Indonesien, Malaysia und Pakistan flammen immer wieder religiös begründete Konflikte auf. Aber auch in China gibt es zwischen der Han-Bevölkerung und den Minderheiten im Land immer wieder gewaltsamen Zündstoff.

Kulturell kann man eine Grenzlinie zwischen China und Indien ziehen. Bis Kambodscha reicht der indische Einfluß wie man an der großartigen Tempelanlage von Angkor bestaunen kann. In Vietnam hingegen sind die chinesischen Einflüsse unübersehbar. Der Kaiserpalast von Hue ist eine Miniausgabe der verbotenen Stadt in Peking.

Die Vielfalt der Geographie spiegelt sich in der kulturellen Vielfalt der Völker wieder. Dabei sind die kulturellen Unterschiede weitaus ausgeprägter als in Europa. Mit Fug und Recht kann man sagen, dass Inder, Chinesen und Japaner stärker unterscheiden als etwa ein Schwede und ein Sizilianer.

Wirtschaftliche Dynamik ist in Asien bereits in vollem Umfang im Gange. Indien und vor allem China haben sich von der Weltfinanzkrise erholt. Die Börsen laufen schon wieder konstant nach oben. Seit einem Jahr haben sie schon wieder einen Zuwachs von 100% erzielt.

Das 21. Jahrhundert ist ein asiatisches Jahrhundert. Die rasante Entwicklung ist von einem atemberaubenden Tempo. Die Dynamik wird auf das larmoyante Europa keine Rücksicht nehmen, sondern die Akzente setzen.                   

                     Kö

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Hopfen-Barth hilft Mögeldorfer Kindern 

Die Geschäftsführer von Joh. Barth & Sohn, Herr Stephan J. Barth und Frau Regine Barth, überreichen den Spendenscheck an den Schatzmeister des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf e.V., Herrn Steuerberater Kurt Körner (v.l.n.r.).

Die in Mögeldorf ansässige Firma Joh. Barth & Sohn spendete an den Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. EUR 2.400,00 zum konkreten Einsatz für Projekte, die Kinder und Jugendliche im Stadtteil fördern.

Joh. Barth & Sohn GmbH & Co. KG in Nürnberg wurde 1794 gegründet. Die Firma ist Weltmarktführer bei Hopfenhandel und -verarbeitung. Joh. Barth & Sohn ist Teil der Barth-Haas-Gruppe, einer global agierenden mittelständischen Unternehmensgruppe.

Hauptabsatzmarkt der Barth-Haas-Gruppe ist die weltweite Bierindustrie. Jedes dritte Bier auf der Welt ist mit Barth-Hopfen gebittert. Barth ist die einzige in Nürnberg noch ansässige Hopfenfirma, einer Branche, die vor 100 Jahren - als es noch einen Hopfenmarkt in Nürnberg gab - noch tausende von Arbeitsplätzen den Nürnberger Bürgern anbieten konnte. 1996 bezog das Unternehmen seinen neuen Geschäftssitz in Mögeldorf in der Freiligrathstraße. Von hier aus werden die weltweiten Aktivitäten des Unternehmens, das sich in der 7. Generation im Besitz der Familie Barth befindet, geleitet.

Joh. Barth & Sohn sieht sich als wichtigen Teil der Gesellschaft in Mögeldorf und engagiert sich daher im Nürnberger Osten speziell für Projekte, die Kinder und Jugendliche fördern und sozial bedürftige Mitmenschen unterstützen. Damit möchte die Familie Barth einen Beitrag zur Erhöhung der Lebensqualität aller Menschen in ihrem Stadtteil leisten.

Die Spende wurde vom Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf je zur Hälfte weitergegeben an das Loni-Übler-Haus zur Finanzierung des Elternkurses „Starke Eltern - starke Kinder“ und an die Thusnelda-Schule zur Verwendung für ein Musical-Projekt mit den Klassen 6a und 6b.

Der Kurs „Starke Eltern - starke Kinder“ behandelt zwölf Einheiten zu allgemeinen Erziehungsthemen und zeigt Möglichkeiten auf, Konflikte zu bewältigen, den Familienalltag zu entlasten und somit das Miteinander zu verbessern. Unter fachlicher Leitung enthält jeder Abend einen thematischen Schwerpunkt mit theoretischer Einführung und Übungsangeboten. Teilnehmer sind Mütter und Väter im Alter von 25 bis 38 Jahren, die manchmal Hilflosigkeit spürten, keinen eigenen Weg in der Erziehung fanden und den Anspruch haben, die kleinen alltäglichen Schwierigkeiten im liebevollen Umgang zu bewältigen. Die beiden Leiterinnen Carmen Scharper und Sylvia Kohlbacher brachten neue Blickwinkel, die spielerische Aufarbeitung von stressigen Familiensituationen wurde von den Teilnehmern sehr gelobt.

In der Thusnelda-Schule gibt es für die sechsten Klassen die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Tanzprojekt während der Schulzeit. Jede Woche werden in eineinhalb Stunden verschiedene Stundeninhalte mit Trainern erarbeitet und geprobt. Das diesjährige Thema war Highschool Musical. Die Tänze wurden von den Trainern choreografiert und den Kids in den Tanzstunden verteilt beigebracht. Genauso verhielt es sich mit den drei unterschiedlichen Gesangsstücken. Beim Schauspiel konnten die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen und sich ihre eigene Unterhaltung ausdenken. Am Ende des sechsmonatigen Projekts, das von Nina Soraruf geleitet wurde, stand eine Aufführung für die Eltern, Freunde und Bekannte und mehrere Aufführungen für die anderen Schüler der Thusneldaschule.

Wir danken der Firma Joh. Barth & Sohn und ihren Geschäftsführern Stephan J. Barth und Regine Barth sehr für ihre großzügige Unterstützung und freuen uns, dass der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. zusammen mit Joh. Barth & Sohn zwei Projekten in Mögeldorf maßgeblich unter die Arme greifen konnte.

Kurt Körner

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 Tagesfahrt des Bürger- und Geschichtsvereins Mögeldorf am 18.9.2010
zur Bayerischen Landesausstellung
Bayern-Italien“ in Augsburg
7.30 Uhr Abfahrt Ostendstraße/Ecke Lindnerstraße,   
10.30

Uhr Besuch der Landesausstellung mit Führung im Maximilianmuseum Augsburg

12.15 Uhr Mittagessen im „Zeughaus“
13.30 Uhr Geführter Stadtrundgang durch die Augsburger Innenstadt: u.a. Stadthaus der Fugger, Goldener Saal im Rathaus, Fuggerei und Annakirche
15.15 Uhr Abfahrt zum Wasserschloss Unterwittelsbach, „Sisi-Schloss“
15.45 Uhr Ankunft in Unterwittelsbach, Kaffeetrinken und Gelegenheit zum Schlossbesuch mit der Ausstellung:  „Ihre Kleider machen Mode“
17.00 Uhr Rückfahrt nach Nürnberg, Ankunft in Nürnberg gegen 19.30 Uhr.

          

Preis inkl. Fahrt, Führungen, Ausstellungs-und Schlossbesuch € 32,–.

 

Anmeldung bei Ulrike Hölldobler-Schäfer, Tel. 5 44 16 18.

Wir bitten nach Anmeldung um Überweisung des Reisepreises auf das Konto des Bürger- und Geschichtsvereins bei der VR-Bank Nürnberg, Kontonummer 6499945, BLZ 760 606 18. 

 

Die Bayerische Landesausstellung 2010 und das Sisi-Schloss  in Unterwittelsbach

Eine lange Geschichte verbindet Bayern und Italien - eine Geschichte von Herrschern und Händlern, Heiligen und Künstlern, Reisenden und Gelehrten.Über die Via Claudia kamen Waren und neue Güter nach Bayern. Bayerische Handelshäuser hatten ihren Sitz.

Noch heute kann man bei einem Rundgang durch Augsburg erleben, warum sich die alte Reichsstadt gerne mit dem Titel „nördlichste Stadt Italiens“ schmückt: viele der Augsburger Gebäude und Brunnen wurden im Geiste der italienischen Renaissance gestaltet und geben ihr ein zuweilen mediterranes Flair. Aber auch unzählige der in Kirchen und Museen verwahrten Kunstwerke zeigen deutlich Einflüsse aus dem Süden.

Seit dem ausgehenden Mittelalter etablierte sich Augsburg als Handelsstadt von Weltgeltung. Kaufleute wie die Fugger knüpften enge Kontakte nach Italien. Künstler wie Hans Burgkmair, Jörg Breu oder Albrecht Dürer bereisten Oberitalien und brachten von dort die „welsche“, also die neue italienische Formensprache mit. 

Den Höhepunkt erreichte das „Welsche“ in Augsburg um 1600, als mit dem Baumeister Elias Holl und dem Bildhauer Adrian de Vries zwei herausragende Künstler das mittelalterliche Gesicht der schwäbischen Reichsstadt durch ihre Werke mit der italienischen „Moderne“ verwoben. 

Die Bayerische Landesausstellung im Maximilianmuseum beleuchtet die kulturellen Beziehungen zwischen Bayern und Italien im 15. und 16. Jahrhundert mit herausragenden Beispielen unter anderem von Hans Holbein d.Ä., Hans Daucher, Lukas Cranach d.Ä., Albrecht Dürer, aber auch Tizian und Tintoretto.

Das Wasserschloss im Aichacher Stadtteil Unterwittelsbach hat eine lange Vergangenheit. Viele Jahre war das Jagdschloss, das einst Herzog Max in Bayern gehörte, für die Öffentlichkeit nicht zugänglich. Sicherlich hätte das auch kaum jemanden gestört, wenn der „Zither-Maxl“ nicht eine weltberühmte Tochter gehabt hätte, die im Jahre 1853 ins Rampenlicht der Geschichte trat: Elisabeth, Kaiserin von Österreich, Königin von Ungarn, die schönste Frau ihrer Zeit, als Sisi bzw. Sissi bekannt aus Geschichte, Literatur und Film.   

Zu ihrer Kindheit haben sicherlich etliche unbeschwerte, stille Sommertage in diesem Wasserschlösschen gehört, das ihr Vater, Herzog Max in Bayern, liebevoll seine „Burg“ nannte. Mit Reiten und Spielen hat die kleine „Sisi“ ihre frühe Kindheit zeitweise in den Sommermonaten in Unterwittelsbach verbracht. Erzählt wird auch, dass „Sisi“ als Kind mit ihrem Vater in der nahe gelegenen Dorfwirtschaft war. Er spielte auf der Zither, Sisi tanzte dazu und hat anschließend im Hut Geld eingesammelt. Angeblich hat sie einmal ihrer Kammerzofe einen Geldbeutel mit vielen kleinen Münzen gezeigt und gesagt, dass dies das einzige Geld sei, das sie sich jemals selbst verdient habe. Im Jahr 2010 ist die Sonderausstellung „Kaiserin Sisi - ihre Kleider machen Mode“ im Schloss zu sehen.

 

Bildnis Jakob Fugger der Reiche,
Albrecht Dürer um 1520.
Portätminiatur der Olympia Fulvia Morata

Fotos und Texte mit Genehmigung  des Maximilianmuseum Augsburg und der Stadt Aichach

 

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Die drei Chroniken des Geschichtsvereins Mögeldorf von 1883 - 1901 

Im Mögeldorf des ausgehenden 19. Jahrhunderts gab es ein reiches gesellschaftliches Leben in Vereinen wie dem Singverein, dem Turnverein, dem Pfeifenclub, den Schnepperschützen, den Waldfreunden und anderen. In den zahlreichen Wirtschaften versammelte sich auch manche Stammtischrunde. Eine traf sich jeden Montag zur Vesperzeit und nannte sich die Montagsgesellschaft. Von ihr ist eine handgeschriebene Chronik erhalten, die sich seit Jahren im Besitz unseres Vereins befindet.

Die Vorbemerkung lautet folgendermaßen:

Schon seit vielen Jahren pflegen sich gute Freunde und Gleichgesinnte zur Vesperzeit an den Montagen in Mögeldorf zu versammeln und ein paar fidele Stunden dort bei gutem Stoff zu verplaudern.

Die Gesellschaft – früher in der Frank´schen Restauration – vespert nunmehr in der Tretter´schen gegenüber an einem runden Tisch oder Tafel, so sich besonders dazu eignet, recht viel aufnehmen zu können, ohne dass das Gespräch partiell wird.-

Damit von den hilaren (heiteren), nicht minder auch interessanten Colloquien nichts vergehen und alles der Nachwelt vorbehalten bleibt, hat die Vesper-Congregation beschlossen, ein Protokollbüchlein anzuschaffen und das Wichtigste darin niederzulegen.-

Zugleich hat sie den Unterzeichneten zum Chronisten erwählet, der hiemit sein Amt antritt, aber um Nachsicht bittet, falls er nit so recht stilvoll sich ausdrücket oder das ein oder ander Mitglied etwas hechelt; er verspricht dafür Kürze und er wird auch sein eigen Person nit verschonen.

Mögeldorf im April 1883.             E. Spieß

 

Zur Erklärung: Die Frank´sche Gaststätte ist der Volksgarten am Mögeldorfer Plärrer, jahrzehntelang der „Wienerwald“, heute „Osteria

Die Tretter´sche Gaststätte stand auf der Ostseite des Mögeldorfer Plärrers, sie wurde im 2. Weltkrieg zerstört, heute steht dort die Deutsche Bank

 Die besagte Chronik ist eigentlich ein Protokollbuch, das mit zahlreichen Zeichnungen, Aquarellen, Postkarten und Zeitungsausschnitten witzig und fast künstlerisch gestaltet ist.

Die Montagsgesellschaft pflegte heitere Geselligkeit. Darüber hinaus war man in dieser Runde an der Geschichte Mögeldorfs interessiert. Die Gesellschaft ließ sich deshalb im Jahr 1890 als „Verein für Geschichte Mögeldorfs“ eintragen. Der Zweck des Vereins wurde in der Restaurierung der Kirche und der Erforschung der Geschichte Mögeldorfs gesehen. In den Protokollen ist die Rede von der Spende eines Kupferstiches vom Schmausenbuck für das Archiv, eine Kommission begutachtet die Golgatha-Gruppe auf dem Kirchboden (heute im Chorraum der Kirche). Immer wieder werden Spenden für die Renovierung der alten Kirchentüre verzeichnet.

Zum Verein gehörten um 1890 etwa 75 Mitglieder. Einige seien erwähnt. Die Seele des Vereins war Professor Ernst Spieß, Lehrer am Realgymnasium und erster Vorsitzender der Naturhistorischen Gesellschaft, sein Grabmal findet sich links vom Eingang zur Kirche. Der erste Vorsitzende war Karl Hammer, Professor und Leiter der Nürnberger Kunstgewerbeschule, weiter Johann Stiegler, der letzte Bürgermeister Mögeldorfs, der Hof- und Kunstuhrmacher Gustav Speckhart, der Bahnhofsvorstand Scheuring, der Brauereibesitzer Georg Giulini und der Pfarrer Fritz Lauter. Die Mitglieder waren nicht nur aus Mögeldorf, sondern auch aus Nürnberg, mit dem Mögeldorf seit 1859 durch die Ostbahn verbunden war.

1899 wurde Mögeldorf nach Nürnberg eingemeindet. Es gründete sich im Dezember ein Vorstadtverein Nürnberg-Mögeldorf. Der Geschichtsverein verlor an Bedeutung.

Der Verein wurde 1905 aus dem Vereinregister gestrichen. Unser Verein besitzt seit Zeiten die 1. Chronik des Vereins, begonnen 1883 und endend 1895.

Fritz Lauter war von 1894 – 1910 Pfarrer in Mögeldorf und auch lange Vorsitzender des Geschichtsvereins. Sein Urenkel war im Besitz des 3. Chronikbuchs und hat uns diese Chronika im vergangenen Jahr geschenkt. Die Aufzeichnungen beginnen im April 1898 und enden im Januar 1901. Es ist wiederum ein originell gestaltetes Buch.

Wir haben uns nun gefragt, ob nicht auch noch eine Chronik II vorhanden wäre, sozusagen das Mittelstück von 1895 – 1898.

Diese Chronik gibt es tatsächlich. Sie ist im Besitz eines gebürtigen Mögeldorfers, der sie von seiner Mutter geerbt hat, der selbst Interesse an der Geschichte Mögeldorfs hat und der sich um eine Digitalisierung der Chronik bemühen wird, die er auch uns zur Verfügung stellen wird.

Wir sind ganz glücklich!

Die Niederschriften geben interessante Einblicke in das Leben der Mögeldorfer vor 100 Jahren.

Wir haben uns vorgenommen, fleißig in den alten Protokollen  zu lesen. Wir wollen auch die Leser von „Unser Mögeldorf“ daran teilnehmen lassen, wenn wir Wissenswertes oder auch Kurioses entdecken.

Elfriede Schaller

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Einst am Schmausenbuck

Luftkurhotel Schmausenbuck Nürnberg-Mögeldorf 1910

Christianens Platz am Schmausenbuck mit Nürnberg (bei G.P. Buchner, 1832)

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Der Tiergarten-Nürnberg-Unterbürg (1908-1911)  

Text und Fotos von Prof. Dr. Hermann Rusam

Vier Tiergärten gab es im Laufe der Jahrhunderte im heutigen Stadtgebiet von Nürnberg. Jeder kennt den Tiergarten am Schmausenbuck, der 1939 in den ehemaligen Steinbrüchen eröffnet wurde. Die weiträumige hübsch gelegene Anlage gilt als eine der schönsten Tiergärten, sogar weit über Deutschland hinaus. Sein Bau wurde notwendig, weil der 1913 eröffnete sogenannte Alte Tiergarten am Dutzendteich dem von den Nationalsozialisten begonnenen Reichsparteitagsgelände weichen musste. Die Erinnerung an den ältesten Nürnberger Tiergarten halten die Namen Tiergärtnertor bzw. Tiergärtnertorplatz bis heute wach. Mancher mag sich freilich Gedanken darüber machen, wieso gerade an dieser Stelle ein so überraschender Name auftaucht, wo doch der Tiergarten am Schmausenbuck so weit entfernt ist. Doch der Name bezieht sich nicht auf den heutigen Tiergarten, sondern auf den ersten Tiergarten Nürnbergs, einen schon im Mittelalter angelegten ehemals burggräflichen Wildpark, der unmittelbar nördlich der Burggrafenburg lag.

 

Der Unterbürger Weiher mit dem Schlösschen

Nahezu völlig in Vergessenheit geraten ist aber der zweite Tiergarten im heutigen Stadtgebiet von Nürnberg, nämlich der Tiergarten-Nürnberg-Unterbürg.

Diesem Tierpark wollen wir uns daher nun näher zuwenden.

Schon um 1907 hatten die Brüder Carl, Hugo und Alfred Kührt aus reiner Liebhaberei mit dem Sammeln fremdländischer Tiere begonnen. Die Brüder Kührt stammten ursprünglich aus einer thüringischen Fabrikantenfamilie, die nach Nürnberg gezogen war. Am 11. März 1908 stellten sie nun beim Königlichen Bezirksamt Nürnberg das etwas ungewöhnliche Gesuch, im Ortsteil Unterbürg der seinerzeit noch selbständigen Gemeinde Laufamholz einen Tiergarten mit Wirtschaftsbetrieb eröffnen zu dürfen. Er sollte für die Öffentlichkeit gegen ein geringes Entgelt zugänglich sein. Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens musste u.a. auch die Gendarmerie eine Stellungnahme abgeben. Sie äußerte prinzipiell keine Einwände gegen die Eröffnung eines Tiergartens, hielt dies aber zum augenblicklichen Zeitpunkt noch nicht für ratsam, weil namentlich Affen in die Ortsstraße (von Laufamholz) kommen konnten und dort die Leute belästigen.

 

Plan des Tiergartenareals mit den um den Weiher herum befindlichen Käfigen

Am 26. März 1908 erneuerten die Gebrüder Kührt ihren Antrag. Schon wenige Tage später, am 1. April 1908, beschloss nun der Gemeindeausschuss Laufamholz einstimmig, dass gegen die Errichtung des Tiergartens nach Vollzug entsprechender Sicherheitsmaßnamen keine weiteren Einwände erhoben würden.

Am 19. April 1908 war es dann soweit: Die Betreiber öffneten gegen eine Eintrittsgebühr den Tiergarten für das Publikum. Der Tierbestand wurde erweitert. Bald trafen auch zwei junge Löwinnen in Unterbürg ein, von denen noch die Rede sein wird. Sie machten den Bau eines Raubtierhauses notwendig.

Im Laufe der Zeit wurden kritische Stimmen zum Tiergarten unüberhörbar.

Auseinandersetzungen mit den Behörden und Kritik in der Presse nahmen kein Ende mehr. Anschaulich schildert Herbert  Schmitz vom Stadtarchiv Nürnberg diese Streitigkeiten in einer sehr lesenswerten Broschüre Der Tiergarten Nürnberg-Unterbürg (Tiergarten aktuell 5, 1989).

Nach einer Aufstellung vom 3. April 1909 beherbergte der Tiergarten u.a. 3 Bären im fest gemauerten Raubtierhaus, 2 junge Löwen in einem Menageriekäfig mit Gittern, 4 Affen, 1 Waschbären, 1 Nasenbären, 3 Adler, 3 Hirsche, 2 Wildschweine, 3 Eskimohunde, 2 Füchse, 2 Dachse, 2 Schakale, 8 Papageien, 2 Kamele usw.  Zu jener Zeit erfreute sich der Tiergarten Unterbürg eines außerordentlich großen Interesses bei der Bevölkerung. So sollen an Ostern 1909 über 20.000 und an Pfingsten nochmals etwa 10.000 Besucher in den Park gekommen sein. Der Tiergarten hatte sich – wie nicht ohne einen kritischen Unterton geäußert wurde zu einem Reklameunternehmen und Vergnügungsetablissement entwickelt. Zum Reiten hatte man Pferde angeschafft, ein Wirtschaftszelt zur Bewirtung der vielen Besucher wurde aufgestellt.

Als Werbung für den Tiergarten setzte man auch die seinerzeit sehr beliebten Reklamemarken (siehe Bild nächste Seite oben) ein. Sie zeigen links einen Lippenbär, in der Mitte drei verschiedene Affenarten mit der „geistreichen“ Beischrift: DER WÄRTER DEM AFFEN JACOB BIER AUS EINER FLASCHE REICHEND, und rechts den Blick über den Teich, auf dem zahlreiche Schwäne schwimmen. Im Hintergrund schaut Schloss Unterbürg über die Baumwipfel herüber (Bildwiedergabe mit freundlicher Genehmigung von Herrn Norbert Graf).

Doch hatte der Tiergarten mit immer neuen Auflagen der Behörden zu kämpfen.

Die Presse kritisierte weiterhin mangelnde Sicherheitsvorkehrungen und erhob sogar den Vorwurf der Tierquälerei. Ein anonymer Beschwerdeführer bedauerte zutiefst die armen Tiere und behauptete gar, dass sich bei den Tieren im Park Hunger und Prügel einander abwechseln.

Am Ostermontag, dem 28. März 1910 kam es dann zu einem bedauerlichen und folgenschweren Unfall: Alfred Kührt gab im Menageriekäfig eine Dressurvorstellung mit den beiden jungen Löwinnen. Mehrere Kinder waren auf das Dach des Löwenkäfigs geklettert, um von dort aus die Vorführung aus nächster Nähe verfolgen zu können. Der Tierwärter forderte sie auf, sofort das Dach zu verlassen, aber sie folgten nicht. Erwachsene Zuschauer ergriffen für die Kinder Partei und riefen, man solle die Kinder auf dem Dach lassen, da die Löwen doch nichts tun. Die Schauvorstellung selbst verlief ohne Probleme, doch kaum hatte der Tierbändiger am Ende der Vorführung den Käfig verlassen, sprang blitzschnell eine der beiden Löwinnen am Gitter hoch. Sie packte einen kleinen Jungen am Kopf und am Arm. Kührt kehrte sofort in den Käfig zurück und zwang das Tier, von seiner Beute abzulassen. Der Junge wurde von den Sanitätern verbunden und zu seinen Eltern gebracht.

Angesichts des gräßlichen Unglücks, das sich im sogenannten Tiergarten in Unterbürg ereignete, setzten nun schwerste Vorwürfe der Presse wegen mangelhafter Sicherungsvorkehrungen im Tierpark ein. Eine der schaurigsten Schlagzeilen der Presse lautete, die wirklichen Verwundungen aufbauschend, von einem Löwen an Kopf und Arm zerfleischt.

Doch für die Tiergartenbetreiber kam es zu amtlichen Konsequenzen: Der Genehmigungsbescheid vom 10. April 1909 wurde aufgehoben. Erst nach Beseitigung mehrerer als gefährlich eingestufter Tiere – dazu gehörten selbstverständlich die beiden Löwinnen – und nach Erfüllung einer langen Liste

von Auflagen, kam es am 27. August 1910 zur Wiedereröffnung.

Die Besucherzahlen waren aber nun drastisch gesunken. Da half auch die Herabsetzung des Eintrittspreises auf 10 Pfennig im Oktober 1910 nichts mehr.

Neben den drückenden finanziellen Problemen kamen weitere hinzu, so dass schließlich am 25. Januar 1911 der Betrieb eingestellt werden musste. Es hatte sich in der letzten Zeit immer mehr gezeigt, dass das Interesse der Bevölkerung am Tiergarten erloschen war. ließ sich doch die Eröffnung des neuen Nürnberger Tiergartens am Dutzendteich (11. Mai 1912) absehen. Ein besonderes Problem bereitete die Liquidation des noch verbliebenen Tierbestandes. Die meisten Tiere ließen sich relativ leicht veräußern, nicht so das einzige vorhandene wilde und gefährliche Tier, der blinde Bär. Der Vorschlag, das Tier an den neuen Nürnberger Tiergarten abzugeben, wurde abgelehnt, würde doch ein blindes Tier einem neuen Tiergarten kaum zur Ehre gereichen.

Am 29. Februar 1912 kam ein bisher noch nicht in Erscheinung getretener Bruder namens Otto Kührt mit vier weiteren Herren auf das ehemalige Tiergartengelände. Das Ende des Tierparks war traurig. Der Bär wurde erschossen, sein Fleisch aufgeteilt.

Auch Postkarten warben für den Unterbürger Tierpark

 

 Kleiner Pavian und junges Totenkopfäffchen 

Es gibt wieder Nachwuchs bei den Affen im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Noch nicht einmal eine Woche alt ist das Kleine bei den Pavianen. Mutter Smilla, selbst erst im September 2004 im Tiergarten Nürnberg geboren, brachte es als Erstgebärende am 14. Mai 2010 zur Welt. Der Vater des Jungtieres ist den Pflegern nicht bekannt. Die gemischte Nürnberger Paviangruppe aus insgesamt 33 Männchen und Weibchen wird zwar von einem männlichen „Chef“ angeführt, doch für das Decken stehen den Weibchen bei den Pavianen alle ausgewachsenen männlichen Tiere zur Verfügung. „Smilla war in der Rangordnung eher weiter unten“, erläuterte die stellvertretende Revierleiterin Dagmar Fröhlich, „doch durch ihren Nachwuchs ist sie in der Gruppe nun anerkannter. Das Kleine macht sie für die anderen Weibchen, besonders die Jüngeren, interessant. Das verleiht ihr Gewicht in der Gruppe.“ Smilla wird ihren Nachwuchs bis zu einem Jahr mit sich herumtragen. Bei den Totenkopfäffchen, auch Saimiri genannt, tragen neben der Mutter auch die jüngeren Tanten den Nachwuchs auf dem Rücken. Das noch nicht näher spezifizierte Jungtier wurde am 18. März 2010 geboren und beginnt bereits mit ersten eigenen Erkundungen. Wird die Unsicherheit zu groß, pfeift es und Mutter oder Tanten eilen zur Rettung herbei. Totenkopfaffen haben eine besondere Sozialstruktur: Die Weibchen bilden eine Gruppe ohne feste Rangordnung und die männlichen Tiere halten sich - außerhalb der Paarungszeit - am Rand der Gruppe auf. Im Tiergarten leben derzeit sieben Weibchen, sechs Männchen und das Jungtier.

 

Vier Jungs bei den Geparden

Seit zehn Jahren gibt es erstmals wieder Nachwuchs bei den Geparden im Tiergarten der Stadt Nürnberg. Am 5. April 2010 hat die Gepardin Kelly vier Jungtiere zur Welt gebracht. Kelly (geboren am 25. Juli 2006 in Fota, Irland) kam am 4. Dezember 2008 in den Tiergarten Nürnberg. Mit ihr und dem seit März 2006 in Nürnberg lebenden Geparden Turbo (geboren am 6. September 2002 in Münster) hat der Tiergarten Nürnberg wieder ein neues Zuchtpaar aufgebaut.

Für Kelly war es der erste Wurf. Tierärztin Katrin Baumgartner hat die vier Jungs - Kubango, Tibati, Kito und Taboro - Ende Mai 2010 gegen Katzenseuche und Katzenschnupfen geimpft. Alle vier Jungtiere gedeihen prächtig. Mutter Kelly hat ihren Nachwuchs von Anfang an sehr gut versorgt. Jetzt sind die Kleinen alt genug ihr Gehege hinter den Kulissen gegen das große Gepardengehege zu tauschen.

Geparden finden sich hauptsächlich in Afrika. Sie gelten als gefährdete Tierart mit abnehmender Bestandtendenz. Ein Europäisches Erhaltungszuchtprogramm (EEP) gibt es seit 1992.

 

Nachwuchs bei den Kalifornischen Seelöwen

In den vergangen Wochen wurden im Tiergarten der Stadt Nürnberg drei Kalifornische Seelöwen (Zalophus californianus) geboren. Die im Aqua Park lebenden Seelöwinnen Ginger, Josi und Lisa brachten im Juni je ein gesundes Jungtier zur Welt. Gingers Sohn Gandalf ist am 3. Juni 2010 geboren. Josis Tochter Juli erblickte am 14. Juni 2010 das Licht der Welt und Lisa kam mit ihrer Tochter Lena am 18. Juni 2010 nieder. Die beiden Seelöwinnen Hannah und Soda brachten in diesem Jahr leider keine überlebensfähigen Jungtiere zur Welt. Der gemeinsame Vater der Jungtiere ist Haremsführer Patrick. Mit den drei Jungtieren von diesem Jahr sind im Tiergarten Nürnberg bereits 46 Seelöwen herangewachsen. Sie sind heute größtenteils in Zoos in Spanien, Frankreich, Holland, Ungarn, Deutschland, Israel, Hongkong, China, Japan und sogar in ihrer ursprünglichen Heimat Kalifornien zu Hause. Derzeit leben acht Kalifornische Seelöwen im Aqua Park. Dazu kommen noch acht Tiere in den beiden Delphinarien des Tiergartens Nürnberg. Kalifornische Seelöwen fressen überwiegend Fische. Normalerweise fressen die Weibchen vier bis fünf Kilogramm pro Tag, während der Stillperiode fast das Doppelte. Auch während starker Kälteperioden im Winter ist der Futterbedarf derart hoch und erreicht bis zu 25 Kilogramm bei den Männchen. Seelöwen werden mit fünf bis sechs Jahren geschlechtsreif.

 

Flockes Umzug nach Frankreich als ZDF-Dokumentation

Neben dem Auftakt der Fußball-Weltmeisterschaft verspricht der Umzug von Eisbärdame Flocke nach Frankreich das zweite große TV-Ereignis der kommenden Tage zu werden. „Flockes große Reise – ein Eisbär zieht um“ hat das Zweite Deutsche Fernsehen (ZDF) seine 45-minütige Dokumentation über den Umzug der Eisbären Flocke und Rasputin vom Tiergarten der Stadt Nürnberg ins Marineland nach Antibes in Frankreich überschrieben. Die Sendung wurde am Montag, 14. Juni 2010, von 15.15 Uhr bis 16.00 Uhr im ZDF ausgestrahlt. Die Dokumentation zeichnet das Aufwachsen von Flocke von der Geburt im Dezember 2007 im Nürnberger Tiergarten bis zum Einleben in ihrem neuen Zuhause an der Côte d’Azur nach. Im Beitrag berichten die Pflegerinnen Petra Fritz und Steffi Krüger sowie ihr Kollege Harald Hager, die ihren Zögling auf der sechzehnstündigen Reise nach Frankreich begleitet haben, über die Zeit der Handaufzucht und ihre Erlebnisse mit Flocke.

 

Löwin Keera hat Nachwuchs

Am Freitag, 4. Juni 2010, hat die Löwin Keera im Tiergarten der Stadt Nürnberg um die Mittagszeit Nachwuchs bekommen. Keera wurde am 9. Mai 1999 in Dudley/Großbritannien geboren. Soweit es für die Pflegerinnen und Pfleger bislang zu erkennen war, könnte es sich um zwei zumeist eng bei der Mutter versteckte Jungtiere handeln.

 

 

Tiergarten der Stadt Nürnberg

i. A. Dr. Nicola Mögel Pressesprecherin

 

Das Bild hat Michael Knierieme bei einem Besuch des Tiergartens Nürnberg aufgenommen und dem Tiergarten zur Verfügung gestellt.

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Balthasar Neumann als Fürstlicher Baumeister von Stefan Kummler

 

Als Architekt in hochfürstlich-würzburgischen Diensten hatte Balthasar Neumann ein großes, viele Bereiche des Bauens umschließendes Aufgabengebiet zu überblicken und im wahrsten Sinne des Wortes zu „beherrschen“. Dem „Belvedere“, das sich der vielgesuchte und vielerfahrene Baumeister auf seinem Wohnhaus, dem Hof Oberfrankfurt in der Franziskanergasse zu Würzburg errichten ließ, dichtete der Volksmund vielleicht deshalb die Aufgabe an, es habe Neumann als Ausguck gedient, um von hier aus all seine Baustellen in Würzburg im Auge zu behalten.1) Denn dem hochfürstlichen Ingenieurhauptmann war de facto seit 1720 und de jure seit 1721/22 die Aufgabe zugefallen, das gesamte Bauwesen in Würzburg planerisch zu lenken und das Baugeschehen zu leisten, nachdem Fürstbischof Johann Philipp Franz von Schönborn eine Bauverordnung und schließlich ein „Baumandat“ erlassen hatte, um der baulichen Weiterentwicklung seiner „Haupt- und Residenzstadt“ im Sinne der barocken Stadtbaukunst den Weg zu weisen.2) Aufgaben wie diese waren allerdings, obwohl sie vom Landesherrn, dem Fürstbischof, veranlaßt wurden, nur zum kleineren Teil Aufgaben eines Fürstlichen Baumeisters.

Die Würzburger Bautätigkeit lenkte Neumann eher in der Funktion eines „Stadtbaumeisters“, um eine Formulierung Max Hermann von Freedens aufzugreifen und zugleich an dessen bahnbrechende Arbeit über Neumanns städtebauliches Wirken zu erinnern. In der Bezeichnung „Stadtbaumeister“ kommt zum Ausdruck, daß Neumann städtebauliches Wirken in Würzburg großteils eine kommunale Angelegenheit war. Hierunter fallen zum Beispiel der Bau eines Wasserleitungssystems und von Brunnenanlagen zur innerstädtischen Wasserversorgung, eines Kanalsystems zur Entwässerung, die Arbeiten zur baulichen Regulierung und Verbesserung des Oberen und Unteren Marktplatzes sowie Neumanns vielfältige stadtbaukünstlerische Eingriffe zur Gestaltung des Straßenbildes. Freilich gab es durchaus Überschneidungen der stadtbaumeisterlichen Aufgaben mit denen des Fürstlichen Baumeisters, wie noch zu demonstrieren ist. Zu betonen ist jedoch, dass Neumann nur die Funktionen eines Stadtbaumeisters ausübte, aber nicht ein solches Amt bekleidete. Dasselbe gilt für seine Tätigkeit als „Landbaumeister“: Wiederum ohne ein solches Amt innezuhaben, entfaltete Neumann auch auf dem Lande eine umfassende architektonische Tätigkeit, da er als verantwortlicher Leiter für die Errichtung der „herrschaftlichen“, d.h. der staatlichen, Bauten sowie als „Inspector“ für das kirchliche Bauwesen im gesamten Hochstift Würzburg zuständig war,3) worauf hier nicht näher eingegangen werden kann.

Vielmehr wird im folgenden der speziellen Frage nachgegangen, inwiefern Balthasar Neumann ein genuin Fürstlicher Baumeister war und durch welche Eigenschaften und Tätigkeiten er sich in dieser Eigenschaft auszeichnete. Wieder ist zunächst dem möglichen Mißverständnis vorzubeugen, dass Neumann ein Amt bekleidet habe, das mit einer solchen oder einer ähnlichen Titulatur, wie Hofarchitekt, Hofbaudirektor usw., versehen wurde. Dem ist keineswegs so. Obwohl Neumann als Baumeister im Dienst des Fürstbischofs und des Hochstifts ein gewaltiges Arbeitsgebiet zu bewältigen hatte, nahm er all diese Aufgaben nicht eigentlich ex officio wahr. Die Position eines Stiftsbaumeisters oder eines Fürstlichen Baumeisters, geschweige denn eines Hof-architekten, war im Hochstift Würzburg überhaupt nicht zu vergeben. Neumanns dienstliche Stellung war keineswegs vergleichbar mit dem Amt eines Kurfürstlichen bzw. Königlichen Schlossbaudirektors, wie es der Erbauer des Berliner Schlosses, Andreas Schlüter, bekleidete, oder gar mit der Position eines premier architecte du roi, wie sie Robert de Cotte am französischen Hof einnahm.4)

Der Würzburger Baumeister war vielmehr von Beginn seiner architektonichen Laufbahn an bis zu seinem Lebensende in dienstlicher Hinsicht stets ein Ingenieroffizier, d.h. ein Militärarchitekt, geblieben. Als solcher wurde er, sozusagen im Nebenamt, auch für das gesamte zivile hochfürstlich-würzburgische Bauwesen einschließlich des Residenzbaus herangezogen.5) Es leuchtet ein, dass Neumann wegen seiner militärischen Position in besonderer Weise zum Gehorsam verpflichtet war. In den ersten Jahren seines architektonischen Schaffens, als er noch nicht, wie später, mit privaten Aufträgen überhäuft war, hat ihn seine dienstliche Stellung weder in beruflicher und finanzieller noch in gesellschaftlicher Hinsicht zufriedengestellt. Dies geht aus einem Bittschreiben Neumanns an den Würzburger Fürstbischof hervor, das er im Zeitraum um 1722/24 verfasste. In seinem Gesuch umreißt der Baumeister sein vielfältiges, auf umfassenden architektonischen und mathematischen Kenntnissen beruhendes Aufgabengebiet. Er schildert, dass die Einhaltung teilweise umständlicher bürokratischer Prozeduren, wie sie die Hofkammer (d.h., die für die Staatsfinanzen und das Bauwesen des Hochstifts entscheidende Regierungsinstanz) von ihm erwarte, und die erforderliche schnelle Erledigung, der an ihn ergangenen Befehle des Fürstbischofs oft nicht unter einen Hut zu bringen seien. Für seine Zivilbautätigkeit im Dienste des Fürsten, insbesondere für seine Arbeiten an der Residenz erhalte er „keinen kreitzer extra“ mehr an Gehalt. Im Hinblick auf die von ihm angestrebte Verehelichung, die ihm seine Stellung als Ingenieuroffizier nicht erlaube, und auf den Rat guter Freunde hin wende er sich an Seine Hochfürstlichen Gnaden mit der Bitte, ihn zum Kammerrat zu ernennen. Als Mitglied der Hofkammer könne er nicht nur seine dienstlichen Aufgaben effizienter erfüllen, sondern es würden sich auch allgemein seine Lebensumstände verbessern.6)

Obwohl diesem Gesuch nicht entsprochen wurde, fand sich Neumann im Laufe seines Schaffens mit seiner Stellung als Ingenieur- bzw. Militärarchitekt ab, zumal er für seine Tätigkeit als inoffizieller Zivilbaumeister des Hochstifts zwar keine Gehaltserhöhung, aber teilweise reichliche Gehaltszulagen erhielt und sich schließlich auch seine Besoldung deutlich verbesserte, nachdem er 1729 Obristleutnant und 1741 Obrist des Fränkischen Kreises geworden war. Als solcher nahm er selbstverständlich bei Hofe eine angesehene Stellung ein.7)

 

Anmerkungen:

1)         Zu dem „Belvedere“ s. Max H. von Freeden: Balthasar Neumann. Leben und Werk. 2. Aufl. (1. Aufl. 1953) München 1963, S. 26; Hans Reuther: Balthasar Neumann. Der mainfränkische Barockbaumeister. München 1983, S. 234.

2)         Grundlegend hierfür und das Folgende nach wie vor: Max H. von Freeden: Balthasar Neumann als Stadtbaumeister. Berlin 1937 (Nachdruck Würzburg 1978), S. 11–20. Siehe ferner: Hans-Peter Trenschel: Würzburg. Denkschrift zur städtebaulichen Enwicklung, in: Aus Balthasar Neumanns Baubüro. Pläne der Sammlung Eckert. Zu Bauten des großen Barockarchitekten. Sonderausstellung aus Anlass der 300. Wiederkehr des Geburtstages Balthasar Neumanns. Mainfränkisches Museum Würzburg, 16. Mai – 19. Juli 1987. Würzburg 1987, S. 114, Kat. Nr. 18; ders.: Würzburg. Mandat zur Gestaltung des bürgerlischen Bauwesens, in: ebd., S. 115, Kat. Nr. 19; Annegret v. Lüde: Studien zum Bauwesen in Würzburg 1720 bis 1750 (Mainfränkische Studien 40). Würzburg 1987, S. 43–51, 84-86, 94-145; Johannes Süßmann. Vergemeinschaftung durch B auen. Würzburgs Aufbruch unter den Fürstbischöfen aus dem Hause Schönborn (Historische Forschungen 86). Berlin 2007, S. 268ff.; ders.: Balthasar Neumann als fürstbischöflicher Baukommissar, in: Die Kunst der Mächtigen und die Macht der Kunst. Untersuchungen zu Mäzenatentum und Kulturpatronage. Hg. v. Ulrich Oevermann, Johannes Süßmann u. Christine Tauber (Wissenskultur und gesellschaftlicher Wandel, Bd. 20). Berlin 2007, S. 223-239.

3)         Siehe hierzu insbesondere v. Lüde: Bauwesen (wie Anm. 2), S. 109-112, 122.

4)         Guido Hinterkeuser: Das Berliner Schloss. Der Umbau durch Andreas Schlüter. Berlin 2003, S. 111; Robert Neumann: Robert de Cotte und the Perfection of Architecture in Eighteenth-Century France. Chicago (u.a.) 1994.

5)         Vgl. v. Lüde: Bauwesen (wie Anm. 2), S. 46ff. Sie-he hierzu auch: Wolfgang Bühling: Balthasar Neumann als Soldat, in: Frankenland 55 (2003), S. 255-285.

6)         Staatsarchiv Würzburg (im folgenden abgekürzt: StAWü), Bausachen 355, Bd. I/1, f. 18-21; vgl. Quellen zur Geschichte des Barocks in Franken unter dem Einfluss des Hauses Schönborn. 1. Teil (1693–1729), 2. Halbband, unter Mitverwendung der Vorarbeiten v. P. Hugo Hantsch, Andreas Scherf † u. Anton Chroust † bearb. v. Max H. v. Freeden (Veröffentlichungen der Gesellschaft für fränkische Geschichte VIII/1, 1, 2). Würzburg 1955, S. 973-976, Nr. 1266. Von Freeden hält es für möglich, dass die undatierte Bewerbung Neumanns sowohl noch zur Zeit Johann Philipp Franz’ von Schönborn († 1724) als auch erst in der Amtszeit Fürstbischof Christoph Franz’ von Hutten (seit 1724) abgefasst worden sein könnte. – Die fehlende Besoldung für seine Zivilbautätigkeit erwähnt Neumann auch am 27. Dezember 1730 in einem Brief an Friedrich Karl von Schönborn (StAWü, Bausachen 355, Bd. I/2, 91. Prod., fol. 225r–228v; s.u. vgl. Karl Lohmeyer: Die Briefe Balthasar Neumann an Friedrich Karl von Schönborn, Fürstbischof von Würzburg und Bamberg, und Dokumene aus den ersten Baujahren der Würzburger Residenz (Das rheinisch-fränkische Barock. Hg. v. Karl Koetschau u. Karl Lohmeyer 1). Saarbrücken-Berlin-Leipzig-Stuttgart 1921. S. 23; s. dazu v. Lüde: Bauwesen (wie Anm. 2), S. 46f., 136 ff., 162, Anm. 163.

7)   Zur Dienstlaufbahn Neumanns s. vor allem Bühling: Neumann (wie Anm. 5), passim. Zur Besoldung Neumanns und seiner Stellung bei hofe s.v. Lüde: Bauwesen (wie Anm. 2), S. 46, 136-142, 142-145 und Bühling: Neumann (wie Anm. 5), S. 275.

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