Archiv - Aktuelle Themen Dezember 2008
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mit folgenden Themen - Dezember 2008

Mögeldorf Aktuell
  1. Radwegebau gemäß Vorlage zu TOP 1 des Verkehrs-ausschusses vom 16.10.2008 - Vorhaben in Mögeldorf:

  2. Ostendstraße:

  3. Bäume für Menschenrechte

  4. Sonstiges

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Mögeldorf Aktuell
Radwegebau gemäß Vorlage zu TOP 1 des Verkehrs-ausschusses vom 16.10.2008 - Vorhaben in Mögeldorf:

Ab November 2008 wird auf 450 m Länge in der Siedlerstraße zwischen Haselnussweg und Fallrohrstraße ein Rad/Gehweg gebaut. Im Wacholderweg ist ebenfalls ein Rad/Gehweg vorgesehen. Ab 2009 wird in der Ostendstraße zwischen der Teutonenstraße und der Cheruskerstraße ein Radweg/-streifen ausgebaut. In der Maßnahmenliste ist ferner unter Priorität 1 vorgesehen, in der Mögeldorfer Hauptstraße zwischen Schmausenbuckstraße und Flussstrasse einen Radweg gegen die Einbahnstraße herzustellen. Dies soll auch in der Laufamholzstraße zwischen der Flußstraße und der Ostendstraße erfolgen. Im weiteren Verlauf soll an der Waldstraße der Radweg gesichert werden oder ein Vorlauf geplant werden. In der Mögeldorfer Hauptstraße sollen ferner in Priorität 3 die Straßenbahngleise entfernt werden. In der S-Bahn-Unterführung in Mögeldorf soll die Durchfahrt für Fahrradfahrer legalisiert werden. Ich habe mich daher an den Oberbürgermeister gewandt:

 

„An den Oberbürgermeister der Stadt Nürnberg

Herrn Dr. Ulrich Maly

Rathaus, 90403 Nürnberg              Verkehrsausschuß vom 16. Oktober 2008

 

TOP 1: Radwegausbau

Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister, in der Ausschussvorlage ist ausgeführt, dass in der Mögeldorfer Hauptstraße zwischen Schmausenbuckstraße und Flussstrasse sowie in der Laufamholzstraße zwischen Flussstrasse und Ostendstraße ein Radstreifen gegen den Einbahnverkehr gebaut werden soll. Solche Überlegungen gab es schon vor 1996 und ruhten in den letzten beiden Stadtratsperioden. Für den Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. gibt es drei Gesichtspunkte, die wichtig sind:

  • Es dürfen aufgrund des akuten Parkdrucks keine Parkplätze verloren gehen.

  • Die Stausituation am Mögeldorfer Plärrer darf nicht verschärft werden.

  • Die Stausituation in der Schmausenbuckstraße aufgrund der Verringerung des zu erwartenden neuen Straßenzuschnitts darf nicht zur Ausweitung der Stausituation in der Mögeldorfer Hauptstraße führen. Gegenüber dem heutigen Zustand sollen keine neuen Anwohner betroffen werden.

Ich bitte darum, dass der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. rechtzeitig vor Behandlung im Verkehrsausschuß Einsicht in entsprechende Plan-unterlagen erhält.

 

Mit freundlichen Grüßen                              Wolfgang Köhler, 1. Vorsitzender“

 

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Ostendstraße:

Der Bau- und Vergabeausschuß hat in seiner Sitzung am 21.10.2008 den 1. Nachtragsobjektplan beschlossen. Dieser sieht für den Ausbau der Ostendstraße zwischen Teutonen- und Cheruskerstraße Gesamtkosten von 9.842.000 Eur vor.

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Bäume für Menschenrechte

Auf dem Gelände vor dem Loni-Übler-Haus wurde am 29. Oktober 2008 ein Gingkobaum gepflanzt. Die Kosten hierfür hat der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. übernommen.

Ziel dieser Aktion des Amtes für Kultur und Freizeit in Kooperation mit dem Gartenbauamt ist es, dass Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Firmen über die Stadt verteilt Bäume pflanzen, die einem der 30 Menschenrechte gewidmet sind. Das Loni-Übler-Haus hat sich für die Kurzfassung von Artikel 25 „Anspruch auf eine Lebenshaltung, die ausreichend Gesundheit und Wohlbefinden gewährleistet; Anspruch auf Unterstützung während der Mutterschaft und Kindheit“ in lateinischer und deutscher Sprache entschieden, der auf einem aufgestellten Granitstein neben dem Gingkobaum zu lesen ist.

 

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Sonstiges

Am 5. Oktober 2008 wurde in der Gemeinde St. Ulrich und St. Nikolaus Frau Pfarrerin z.A. Andrea Schäfer im Rahmen des Erntedankgottesdienstes von Regionalbischöfin von Weyhern ordiniert und in ihr Amt eingeführt. Wir wünschen Frau Schäfer ein gutes Wirken in Mögeldorf.                              

 

      

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Zum Jahresausklang

Mit dem neuen Jahr 2009 beginnt schon wieder das letzte Kalenderjahr des 1. Jahrzehnts des 21. Jahrhunderts. Im Sauseschritt marschiert die Zeit und nimmt uns mit. Auch mit dem Blick nach vorn lohnt es sich jedoch, auf das alte Jahr zurückzublicken.

Unser Neujahrsempfang 2008 fand bei der Sparkasse Nürnberg in der Schmausenbuckstraße statt. Dem Vorstand der Sparkasse, Herrn Dr. Everding, und unserem Mögeldorfer Leiter der Zweigstelle, Herrn Schwarm, gilt wie auch allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mein herzlicher Dank. Die Sparkasse hat uns einen schönen Rahmen für den Auftakt ins Jahr 2008 geboten und vielen Mögeldorferinnen und Mögeldorfern einen guten Start ins neue Jahr eröffnet.

 

Gerd Schmelzer faszinierte und fesselte mit seinem Vortrag auf der Jahreshauptversammlung im April seine Zuhörer. In dichter Form ließ er die städtebauliche Entwicklung in Nürnberg im letzten Jahrzehnt Revue passieren. Seinen Zuhörern wurde augenfällig, welche erheblichen städtebaulichen Veränderungen im Stadtbild stattfanden.

 

Einen noch größeren Zuspruch hätten auch unsere Sonntagsmatineen verdient. Leider musste die Juliveranstaltung wegen Regens ausfallen. Herrn Michael Stöckl gilt mein herzlicher Dank.

Ein großes Erlebnis für alle Teilnehmer war die Führung durch Herrn Gebhardt, den Begründer des Uhrenmuseums im Gewerbemuseum, durch seine Sammlung. Faszinierende Exponate und ein persönliches Expertenwissen, das Herr Gebhardt durch viele Verbesserungen und Neuentwicklungen in der Uhrenentwicklung in vielen Bereichen erworben hat, beeindruckten die Zuhörer sehr. Sie fanden neue Einblicke in die Entwicklung der Uhrenbaukunst, die man nur aufgrund eines optischen Eindrucks als Laie gar nicht erkennen kann.

 

Von frühsommerlichen Temperaturen verwöhnt fand der diesjährige Kirchweihzug statt. Farbenprächtig und wieder mit vielen begeisterten Zugteilnehmern schlängelte sich der Zug vom Tiergarten zum Kirchweihplatz. Eine neue Platzgestaltung, die in der Mitte eine großzügige Bestuhlung ermöglichte, ergab eine schöne Atmosphäre, die aufgrund der angenehmen Temperatur gerne angenommen wurde. Herzlichen Dank unserem Organisator Jürgen Frost. Ebenso auch der DLRG, die wieder für einen sicheren Zugverlauf sorgte. Ein fester Bestandteil ist inzwischen der Kirchweihgottesdienst im Festzelt.

 

Sommerliche Temperaturen bis weit in den Abend hinein sorgten für ein heiteres Schlossfest im Juli. Die Kinder der beiden Schulen, der Billrothschule und der Thusneldaschule, begeisterten Eltern und Großeltern, aber auch alle anderen Zuschauer. Auch das Loni-Übler-Haus war mit von der Partie. In bewährter Weise sorgten die Inliner für heiße Rhythmen. Als Schluss-punkt sorgte diesmal wieder eine Feuershow für ein wundervolles Ambiente im Schlosspark. Von Jahr zu Jahr immer noch ein Stück perfektionierter sind unsere Inliner als Caterer des Schlossfestes. Mein herzlicher Dank gilt Frau Manuela Becker, Herrn Wolfgang Hannwacker und allen Mitwirkenden.

 

Die Jahresfahrt 2008 führte uns in den Chiemgau. Adel in Bayern lautete der Titel. Im Lokschuppen zu Regensburg gab es viele interessante Exponate zur Entwicklung von den Andechs-Meraniern bis zu den Industriebaronen des 19. Jahrhunderts. Weitgehend unbekannt auch in Nürnberg ist, dass Cramer-Klett Schloß Hohenaschau, das einmal der Adelsfamilie Preysing gehörte, erwarb und durch seine Generalsanierung über die Zeit bewahrte. Die Geschichte anhand der Gestalt von Burg Hohenaschau ließ die morgendlichen Eindrücke anhand eines exemplarischen Beispiels deutlich werden. Auch diese Reise war wieder von Frau Ulrike Hölldobler-Schäfer vorzüglich vorbereitet und organisiert.

Als letzte Veranstaltung fand im Oktober eine Besichtigung des Schwurgerichtssaals 600 statt, in dem die Nürnberger Prozesse durchgeführt wurden. Mit dieser Besichtigung haben wir auch dieses Jahr wieder interessante historische Aspekte anbieten können.

Ich danke allen Vorstandsmitgliedern für ihre aktive Mitarbeit sehr herzlich. Mein besonderer Dank gilt meiner Stellvertreterin Frau Schaller und ihrem Gatten, die sehr viele ausgezeichnete Beiträge für unser Heft vorbereiten. Mein Dank gilt auch unserem Schriftleiter, Herrn Iberler, unserer Anzeigenleiterin Frau Schuster sowie unseren Austrägerinnen und Austrägern.

Auch unseren Inserenten danke ich sehr herzlich. Mit ihrem Inserat unterstützen Sie unsere Veranstaltungen sehr. Allen Leserinnen und Lesern unseres Mitteilungsblatts wünsche ich eine gesegnete Adventszeit, ein frohes Weihnachtsfest und alles Gute im Neuen Jahr 2009.

 

Wolfgang Köhler

 

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Gruß an die Mögeldorfer Bürger und Bürgerinnen zum Weihnachtsfest 2008 und zum Jahresbeginn 2009

 

Wohin geht die Reise? Das fragen wir, wenn wir zufällig Freunde und Bekannte am Bahnhof, am Flughafen oder beim Beladen ihres Autos mit Urlaubsgepäck antreffen. Und dann bekommen wir in den meisten Fällen auch eine klare Antwort: Nach Italien, Frankreich; ans Meer, in die Berge; in den Urlaub oder zu einem Verwandtenbesuch. Das Ziel ist bekannt, ja oft schon lange voraus geplant.


Wohin geht die Reise? Das fragen wir uns mehr oder weniger bewusst am Ende eines Jahres oder auch in den späten Jahren unseres Lebens, wenn sich der Blick nach vorne richtet – auf ein neues Jahr, auf einen neuen Lebensabschnitt. Wir machen unsere Pläne, haben schon unsere Termine eingetragen, und doch ... Ein Rest Ungewissheit bleibt. Manche Leute haben sich angewöhnt, bei all ihren Plänen und Vorhaben stets ein „So Gott will“ hinzuzufügen.
Ich halte diese Angewohnheit für sehr sinnvoll. Ich will viel, habe viel vor – aber „Dein Wille geschehe“. So betet die gesamte Christenheit im „Vater unser“.

Das Leben bringt immer wieder Überraschungen, gute und böse. Das zu Ende gehende Jahr 2008 bietet genügend Beispiele. Gottvertrauen und Selbstvertrauen sind zwei gute Wege, mit Zuversicht dem Neuen Jahr entgegen zu sehen. Das Leben will gelebt, nicht ängstlich abgewartet werden. Gott geht mit uns mit.

Eine frohe, gesegnete Weihnachtszeit und Gottes reichen Segen für das Jahr 2009 wünscht Ihnen von Herzen                 

               

Ihr Franz Dittrich, Pfarrer

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Boulebahn eröffnet 


Am 13. September 2008 wurde die Boulebahn bei der SpVgg Mögeldorf 2000 eingeweiht. Initiator und Organisator Klaus Rademacher freut sich über weitere aktive Mitspieler. Im Anschluß an die Eröffnung wurde das erste Mini-Blitz-Turnier ausgetragen. Wir wünschen allen Aktiven viel Vergnügen.


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Schmausenschloss, Ziegenstraße 12 - 22 

Unser Verein hat an vierzehn historischen Gebäuden in Mögeldorf Informationstafeln angebracht. Wir stellten in den vorhergehenden Heften Hallerschloss, Kirche, Pfarrhof, Forellengut, Satzinger Mühle, Linksches Schloss, Baderschloss, Doktorshof, Schmiede, Friedenslinde, Roten Ochsen und Gesindehaus des Klößlhofs vor. Heute beschließen wir die Serie mit dem Schmausenschloss und dem Holzschuherschen Jagdschloss.

Schmausenschloss, Ziegenstraße 12 - 22

Hier haben wir ein Barockschlösschen, das sich im Laufe seiner Geschichte nicht allzu sehr verändert hat. Wir sehen im Giebel die Jahreszahl 1682 und darunter das Wappen der Familie Schmaus. Die Schmaus waren Rotbierbrauer in Nürnberg und ungeheuer reich. Georg Schmaus erwarb 1670 einen Berg mit Vogelherden bei Mögeldorf, der damals Reuhelberg hieß. Heute kennen wir diesen Berg unter dem Namen Schmausenbuck. Außerdem kaufte Herr Schmaus in Mögeldorf ein weitläufiges Gelände, das sich von hier bis zur Laufamholzstraße erstreckte und für dessen Bebauung es keine einschränkenden Vorschriften gab. Nach seinem Tod baute die Tochter Anne Susanne mit Unterstützung ihrer Vettern (beide Bierbrauer) dieses Barockschlösschen. Jetzt sieht es eher bescheiden aus. Damals galt es als luxuriös. Zwar aus dem Sandstein vom Schmausenbuck erbaut, will es doch ein wenig dem großen Vorbild der Barockschlösser nacheifern. Der Giebel zeigt Voluten, d.h. schneckenförmige Verzierungen und Vasen, er hat eine Muschel als Giebelaufsatz. Die nördliche Seite ist durch einen Treppenturm gegliedert. Die Gartenanlagen waren mit Springbrunnen, Figuren und Baumgruppen à la Versailles gestaltet. Mit schnellen Reitpferden und Karossen ritt man nach Mögeldorf und feierte rauschende Feste. Dem Rat passte diese Zurschaustellung von Reichtum nicht. Als Hochzeitspläne der Susanne Schmaus mit ihrem Vetter Georg laut wurden, ließ der Rat den Bräutigam wissen, dass man die Verheiratung mit seiner Kusine mehrfach abgeschlagen habe und diese auf sein inständiges Bitten nur genehmigen würde, wenn sie ohne Prachtentfaltung und in Gegenwart von nur einigen Personen vollzogen werde. Weitere Einträge sind in dieser Angelegenheit nicht zu finden. Der Rat scheint sich durchgesetzt zu haben. Zehn Jahre später, 1693, heiratete Susanne den Fabrikanten und Hofkavalier in Ansbach, Johann Daniel von Lierd, der 1724 in einem Duell mit einem Freiherrn von Seckendorf getötet wurde. Der Sohn des Seckendorf soll die Tochter Margarete von Lierd in Ansbach kennengelernt und um ihre Hand angehalten haben, Der Antrag wurde zurückgewiesen. Bald darauf fiel der junge Seckendorf mit einigen Knechten in Mögeldorf ein und wollte Margarete entführen. Das misslang. Die Lierds fühlten sich in Mögeldorf nicht mehr sicher und zogen in die Stadt. Sie verkauften ihr Schloss 1725 an den Nürnberger Kugelapotheker Neubauer. 1756 kam es an David von Scheidlin, der in der SO-Ecke ein hübsches Rokoko-Gartenhäuschen baute. Es wurde später Schwedenkapelle genannt, weil es von 1928 bis Mitte der dreißiger Jahre der schwedischen Kultusgemeinde als Versammlungsraum diente.

1831 wurde der Herrensitz von dem Fabrikanten Johann Albert Cramer, Vater des Theodor Freiherr von Cramer-Klett, dem Begründer der MAN, erworben. Johann Albert Cramer errichtete ein Fabrikgebäude auf dem Grundstück, in dem vermutlich Wachskerzen hergestellt wurden. Cramer war es auch, der den Schmausenbuck zu einem romantischen Ort ausbaute mit Einsiedelei, Burgruine, u.s.w. Außerdem war Cramer als Demokrat bekannt, der in den Revolutionstagen von 1848 die Mögeldorfer sammelte, den Bauernclub gründete und mit ihm versuchte, auch ein wenig in das politische Geschehen einzuwirken. Nach seinem Tod blieb das Schloss zunächst in der Verwandtschaft, ging dann durch mehrere Hände bis es 1926 die Stadt Nürnberg übernahm. 1957 wurde der große Park geteilt, der südliche größere Teil wurde zum Volkspark, der kleinere nördliche Teil verblieb beim Schloss.

Heute ist eine Abteilung der Musikschule darin untergebracht. Anlässlich der 975-Jahr-Feier im Jahr 2000 feierte unser Verein im Park ein Bürgerfest mit Musik und Bewirtung. Höhepunkt war ein fulminantes Feuerwerk. Seit dem Jahr 2002 findet unser jährliches Schlossfest hier im Schmausenpark statt. 

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Holzschuher Jagdschloss oder Linksches Gartenhaus Schmausenbuckstr. 14 

       

Es ist unerfindlich, woher der in Mögeldorf gebräuchliche Name „Holzschuher Jagdschloss“ kommt. Die Holzschuher waren im Besitz eines anderen Mögeldorfer Schlösschens und nutzten vielleicht dieses Anwesen als Stützpunkt für die Jagd oder zum Vogelfang im nahen Reichswald. Schriftliche Aufzeichnungen hierüber wurden nicht gefunden.

Wie bei den meisten Herrensitzen stand wohl auch hier zunächst ein Bauernhof, der im Laufe der Zeit zu einem Herrensitz umgestaltet wurde.

Ein Kupferstich aus dem Jahr 1700 von J.A. Böner zeigt den Sitz von Süden her. Er wird als „Das obere Schlößlein und Garten in Mögeldorf“ beschrieben. Beherrscht wird der Stich von einer Pomeranzenfrucht und dem großzügig angelegten Hesperidengarten, der sich damals über die jetzige Bahnlinie bis zur Blütenstraße erstreckte. Hesperidengärten waren kunstvolle barocke Gartenanlagen mit Zitronen- und Orangenbäumchen. In deren Früchten sah man die Goldenen Äpfel, die Herakles aus dem Garten des Hesperus entwendet hatte. In Johannis sind solche Hesperidengärten erhalten geblieben.

Ein weiterer Stich von Böner aus dem Jahr 1707 bezeichnet das Schlösschen als „Linksches Gartenhaus“. Von 1710 – 1729 wird Dr. Martin Linck, (vermutlich aus einer Nürnberger Juristenfamilie) als Besitzer bezeugt. Seine Witwe beerbte ihn, danach werden der Apotheker Leincker und der Hofrat Schütz genannt. 1825 kaufte der Maurermeister Gössel das Schloss und den dazugehörenden verzweigten Besitz. 1840 wurde das Gut mit höchster Regierungsgenehmigung zertrümmert. Ganz Mögeldorf profitierte davon: Häuser, Hofräume, Stadel, Backofen und der Rest des Grundbesitzes wurde von ungefähr 25 Mögeldorfern erworben. Gössel behielt nur das Schloss mit Schlossgarten, der durch den Bau der Ostbahn 1859 wesentlich verkleinert wurde.

1864 erwarb es Leonhard Huber, der es zu einer Gastwirtschaft umbaute. Er riss Scheune und Schuppen ab und baute einen Tanzsaal an. Später wurde noch eine Kegelbahn errichtet. Nachdem zwei Wirte gescheitert waren, übernahmen 1882 Johann Heinrich Herrmann und seine Ehefrau Maria die Gaststätte, die nun einen großen Aufschwung nahm. Die Kegelbahn wurde auch von den Nürnberger Keglern besucht, im Saal wurden die verschiedensten Veranstaltungen abgehalten. 1893 beherbergte er für vierzehn Tage die Ausstellung der berühmten Speckhartschen Passionsuhr, zu welchem Weltwunder ganz Nürnberg auf den Beinen war. Im Dezember 1900 übernahm die Brauerei Humbser aus Fürth die Gaststätte. Als „Volksgarten“ gehörte sie zu den besten Gaststätten Mögeldorfs. Im Zweiten Weltkrieg wurden der Saal und die Kegelbahn zerstört und nicht wieder aufgebaut. Im historischen Gebäude blieb die Gaststätte, viele Jahre als „Wienerwald“ ein Begriff für die Mögeldorfer.

Das tragende Fachwerk wurde 1956 im Zuge einer Fassadenrenovierung freigelegt.         

                                                                     

 

Elfriede Schaller       

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Bürgerversammlung am 17. Februar 2009, 19.30 Uhr

In der Bürgerversammlung (Billrothschule, Billrothstr. 16) können alle Bürger ihre Wünsche und Anregungen mündlich vortragen. Falls jemand nicht selbst das Wort ergreifen möchte, kann auch das Anliegen dem Bürger.- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V., Effnerstr. 37, 90480 Nürnberg, schriftlich mitgeteilt werden, wir reichen das Anliegen dann an die Stadt Nürnberg weiter.  

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Werden Sie Mitglied im Bürger- und Geschichtsverein!

 

Wir würden uns freuen, wenn wir auch Sie als neues Mitglied begrüßen könnten. Mehr als 900 Mögeldorfer zählt unser Bürger- und Geschichtsverein. Wir wären gerne ein paar mehr. Ist es zu kühn, die Zahl 1000 anzupeilen?

Auf den ersten Blick erscheint Ihnen vielleicht eine Mitgliedschaft gar nicht sehr attraktiv. Denn „Unser Mögeldorf“ erhalten Sie jeden zweiten Monat kostenlos zugestellt. Wir informieren Sie darin über aktuelle Mögeldorfer Belange, Baumaßnahmen, Veranstaltungen und bringen geschichtliche Beiträge. Wir geben uns Mühe mit dem redaktionellen Teil und erhalten manches Lob dafür.

Unsere Mitarbeiter sind ehrenamtlich tätig. Was wir erwirtschaften und was an Mitgliedsbeiträgen eingeht, kommt allein unserem Mögeldorf zugute. So organisieren wir jährlich den Kirchweihzug und richten das Schlossfest aus.

Wir unterstützen die Mögeldorfer Schulen bei besonderen Projekten und bei der Pausenhofgestaltung. Wir haben namhafte Beträge für Spielplätze und für die Baumpflanzung am Übler-Haus zur Verfügung gestellt. An vierzehn historischen Gebäuden haben wir Informationstafeln angebracht.

Darüber hinaus ist es uns ein besonderes Anliegen, die Interessen Mögeldorfs bei der Stadt Nürnberg zu vertreten. Hier ist es nicht ohne Bedeutung, dass uns eine möglichst große Zahl von Bürgern durch ihre Mitgliedschaft unterstützt. Helfen Sie durch Ihren Beitritt mit, dass sich ein ansehnlicher Verein präsentieren kann.                                                    

Elfriede Schaller, 2. Vorsitzende

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Spenden

                                         

Wir danken unseren Spendern

Frau Rosa Reuss 

                      

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Mitglieder Informationen

 

 

Wir begrüßen unsere neuen Mitglieder:

Gabriela Wagener-Klein, Schmausenbuckstraße 47

Tobias Wagner, Gleißhammerstraße 136

Bettina Wagner, Gleißhammerstraße 136

 

Wir betrauern den Tod unserer Mitglieder

Heinrich Elbert, Eisenmannstraße 32
Margarete Wiegner, Dientzenhoferstraße 38
Walter Hupfer, Rebhuhnweg 12
Dr. Dieter Hinsel, Falterstraße 8

 

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