Archiv - Aktuelle Themen Februar 2008
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mit folgenden Themen - Februar 2008

Mögeldorf Aktuell
  1. Mehr Sicherheit mit Ampel in der Schmausenbuckstraße
  2. Neues Spielgerät am Spielplatz Farnstraße/Dientzenhoferstraße

Andere Themen

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Neujahrsempfang des Bürgervereins  in der Sparkasse Nürnberg

Der Neujahrsempfang unseres Vereins ist inzwischen zu einer schönen Tradition geworden. Im vergangenen Jahr waren wir Gäste der VR-Bank gewesen und in diesem Jahr lud die Sparkasse Nürnberg in die Schmausenbuckstraße ein. Etwa 100 Mögeldorfer konnte Zweigstellenleiter Klaus Schwarm begrüßen. Dass die Sparkasse Nürnberg spürt, wie sehr die Mögeldorfer mit ihrer Sparkasse verbunden sind, betonte Marktbereichsleiter Zeitler. Bürgernähe und leichte Erreichbarkeit seien Ziele der Sparkasse und in Mögeldorf sind sie zur Zufriedenheit der Kunden erfüllt. Als Herr Zeitler, sozusagen als Zugabe, eine launige Geschichte aus seiner Jugendzeit in Mögeldorf zum Besten gab, kam bei den Mögeldorfern fast schon eine familiäre Stimmung auf.

Der 1. Vorsitzende unseres Vereins, Wolfgang Köhler, konnte als Stadtkämmerer einerseits das freudige Ereignis von gesteigerten Einkünften aus der Gewerbesteuer verkünden, musste aber andererseits gleich wieder die Erwartungen dämpfen, weil die Einnahmen schon wieder langsamer sprudeln und die Lohnforderungen im Öffentlichen Dienst den Bürgern manchen Ärger bescheren werden. Die städtebauliche Entwicklung Mögeldorfs schreitet voran. Geplant sind zwei erweiterte Brücken in der Ostendstraße. Außer dem bereits im Bau befindlichen Ärztehaus werden weitere Bürogebäude errichtet werden und die Bebauung des Diehlgeländes wird zu Ende geführt.

Stoff zur anschließenden Unterhaltung war genügend gegeben. Für junge und alte, für eingesessene und neue Mögeldorfer bot der Empfang eine zwanglose Gelegenheit zu Kontakten und Gesprächen. Dass es dabei nicht hungrig und trocken zuging, dafür hatte die Sparkasse gesorgt, bei der wir uns für die großzügige Gastfreundschaft an dieser Stelle nochmals ganz herzlich bedanken möchten.                                    

                                Elfriede Schaller

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MÖGELDORFER NEWS – MÖGELDORFER NEWS


Am Spielplatz zwischen Farn- und Dientzen-hoferstraße war die Wasserpumpe
bisher die große Attraktion. Ansonsten gab es keine größeren Geräte. Gerade noch rechtzeitig vor Wintereinbruch hat das Gartenbauamt einen tollen Spielturm aufgestellt, den sich die Kinder selbst aussuchen durften. Unser Verein spendete dafür ein Drittel des Preises, das sind knapp 5.000 Euro!
Teuer aber schön!


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Mögeldorf Aktuell

1. Mehr Sicherheit mit Ampel in der Schmausenbuckstraße

Im Bereich der Straßenbahnhaltestelle Balthasar-Neumann-Straße in der Schmausenbuckstraße kam es in der Vergangenheit zu Gefährdungen ein- und aussteigender Fußgänger. Um die Gefahrenstelle zu entschärfen, werden nun eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt. Allen voran wird auch zur Sicherheit der Schulkinder eine neue Ampel errichtet, die mit einer so genannten taktilen Blindensignalisierung und Blindenleitplatten ausgestattet ist. Nach Abschluß der nötigen Umbauarbeiten konnte die Ampel noch vor Weihnachten in Betrieb gehen.

Problematisch war bislang, dass an der Haltestelle die Fußgänger zum Ein- und Aussteigen einen Teil der an dieser Stelle recht breiten Schmausenbuckstraße überqueren mussten. Dabei haben Autofahrer immer wieder den Vorrang der Fußgänger missachtet und diese dadurch gefährdet. Auf der westlichen und östlichen Straßenseite wurden daher nun so genannte Inselköpfe eingebaut, so dass an der haltenden Straßenbahn nur noch einspurig bzw. gar nicht mehr vorbeigefahren werden kann. Der Radverkehr wird künftig in diesem Bereich auf einem eigenen Radstreifen geführt, der entlang des Fahrbahnrands markiert wurde. Die noch fehlende Rotmarkierung der Radfurten an den Einmündungen Balthasar-Neumann-Straße, Dientzenhoferstraße und Ginsterweg wird im Frühjahr 2008 angebracht.

Zur Verringerung der Energiekosten der Ampelanlage wurden energiesparende Signalgeber in so genannter Leuchtdiodentechnik (LED) eingesetzt. Die Kosten für die Errichtung der Lichtsignalanlage betragen rund 45.000 Euro, für die straßenbaulichen Anpassungen etwa 50.000 Euro.

Wolfgang Köhler, 1. Vorsitzender

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2. Neues Spielgerät am Spielplatz Farnstraße/Dientzenhoferstraße

Mit Hilfe der Unterstützung durch den Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. in Höhe von 4.700 Euro konnte jetzt ein neues Spielgerät installiert werden. Wir wünschen den Kindern viel Spaß damit.

Wolfgang Köhler, 1. Vorsitzender

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Gabriel Zeilinger

Lebensformen im Krieg

Eine Alltags- und Erfahrungsgeschichte
des süddeutschen Städtekriegs

Im Franz Steiner Verlag, Stuttgart ist 2007 Zeilingers Werk über den süddeutschen Städtekrieg 1449/1450 erschienen. Seit Anfang 1449 fanden in Süddeutschland Kriegsrüstungen statt. Mitte Juni 1449 war dann klar, dass Markgraf Albrecht entschlossen war, zur Errichtung eines geschlossenen Territoriums die Macht der Städte einzuschränken und dabei auf die Kriegskarte setzte.

Am 3. Juli 1449 begann der Krieg und schon am 9. Juli 1449 wurde Mögeldorf abgebrannt. Aber mit einem Brand war es nicht getan, am 22. Oktober sowie am 5. und 16. Dezember 1449 wurde Mögeldorf erneut von Markgraf Albrecht heimgesucht (vgl. Mögeldorf, 2000, S. 38). Die Hauptmannschaft in Mögeldorf war jedenfalls nicht in der Lage, wirksamen Schutz zu bieten. Man darf hingegen annehmen, dass sich Bevölkerung und Vieh hinter die der Stadtmauer vorgelagerte Landwehr zurückgezogen hatte. Besetzt gewesen ist jedenfalls der Kirchturm als Signalposten (Zeilinger S. 129).

In seinem Buch beschreibt Zeilinger die Kriegszurüstung und –verläufe aus Sicht des Markgrafen wie der Städte. Dabei werden auch alle städtischen Bevölkerungsgruppen in ihrer Betroffenheit vom Kriegsgeschehen dargestellt. Mögeldorf ist leider nur kaum berührt. Lediglich ein Zitat aus den Stahl´schen Ratsverlässen schildert für den 28. August 1449 folgende Episode: Die Stadt Nürnberg verweist den Rudel Puhel aus Mögeldorf auf fünf Jahre und fünf Meilen aus der Stadt, da er offenbar das kriegerische Durcheinander im Nürnberger Umland nutzen wollte, daraus für sich ein Geschäft zu machen: „das er 10 kü, die den unsern zusten, uf dem walde geverlich genomen und die hereyngetriben hat in meynung, die furbaß zu verkauffen (Zeilinger S. 79).“

Wer sich mit dem Kriegsgeschehen des süddeutschen Städtekriegs näher befassen will, für den liegt nun ein sehr kurzweilig geschriebenes Werk vor.

Köhler

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Adventszeit in Mögeldorf


Adventszeit, wird sich der geneigte Leser denken, die liegt doch hinter uns. Lichtmeß, das Frühlingslicht liegt vor uns.

Dies trifft zu. Dennoch, denke ich, muß man am Beginn eines Jahres darüber nachdenken, kann man für Mögeldorf noch Verbesserungen erreichen. Blickt man einmal hinüber nach Zabo, so kann man feststellen, dass dort in der Adventszeit mehr Gestaltung stattfindet als in Mögeldorf. Natürlich kann man die Struktur der beiden Ortsteile nicht vergleichen. Gleichwohl sollten wir uns Gedanken machen, ob wir nicht eine kleine Gestaltung hinbekommen. Anfangen könnte man ja z.B. mit der Gestaltung eines Adventswochenendes. Also z.B. 3. Advent Samstag nachmittags oder/und Sonntag nachmittags.

Eine gewisse Abstimmung und Vorarbeit wäre hierzu natürlich erforderlich. Der Bürger- und Geschichtsverein Mögeldorf e.V. könnte hierzu eine Moderatorenrolle übernehmen. Die Mögeldorfer Geschäftsinhaber sowie die Vereine wären natürlich als Vorreiter und Träger von besonderer Bedeutung.

Mich würde heute Ihre Meinung interessieren, ob wir einen solchen Versuch für Mögeldorf gemeinsam unternehmen sollen.

Schreiben Sie mir unter der Vereinsadresse Effnerstr. 37, 90480 Nürnberg. I

Ich bin auf Ihre Antwort gespannt.                            

       Wolfgang Köhler

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Wir danken unseren Spendern

Frau Rosa Reuss  ·  Herr Geistlicher Rat Josef Spörlein

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Auftakt für „Mögeldorfer Lesereihe“


Mit drei Initiativen setzt sich unser Vorstandsmitglied Ulrike Hölldobler-Schäfer für die Förderung der Sprach-, Lese- und Medienkompetenz der Schul- und Kindergartenkinder in Mögeldorf ein.

Den Auftakt bildete vor Weihnachten der Besuch im Kindergarten St. Karl, wo sie aus der Stadtbibliothek eine „Weihnachtsauswahl“ an Vorlese- und Bilderbüchern sowie Erzählkassetten zusammengestellt hatte und den Kindern mitbrachte. Dabei fehlten nicht die Geschichten um den Adventskalender und die berühmte „Weihnachtsbäckerei“. Die Vorlesestunde, bei der die Kindergartenkinder die Geschichte des Kleinen Engels aus dem Weihnachtskalender hörten, kam gut an und die Kindergartenkinder bedankten sich mit einem Lied.

Für die 9. Klassen der Thusneldaschule hat sich Hölldobler-Schäfer bei der „Stiftung Lesen“ um das Projekt „Zeitschriften in die Schulen“ beworben. Den Schülern werden ab April 2008 vier Wochen lang über die Stiftung Zeitschriftenboxen zugesandt. Der Inhalt wird im Unterricht besprochen und bearbeitet. Ziel ist dabei, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler zu stärken.

Mit den 3. Klassen der Theodor-Billroth-Schule soll im laufenden Schuljahr 2008 eine Führung durch die Zentralbibliothek unternommen werden. Gute Bücher zu lesen, muss nicht teuer sein. Die Zentralbibliothek sowie die Fahr- und Stadtteilbibliotheken verfügen über ein umfangreiches Angebot an hochwertiger Kinder- und Jugendliteratur. Hier etwas anzustoßen und in den Kindern noch mehr Leselust zu wecken, ist Sinn und Zweck dieses Ausflugs.

Unser Bild zeigt Ulrike Hölldobler-Schäfer mit der Kindergartenleiterin, Frau Coppolecchia und einigen Kindern des Kindergartens St. Karl.

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Zukunft des Fabrikgutes Hammer in Laufamholz

Aus dem Stadtplanungsausschuss vom 17.01.2008


Seit Jahren gibt es immer wieder Gerüchte in Laufamholz zu angeblichen Planungen und Veränderungen der Eigentümerschaft des Farbrikgutes Hammer. Desgleichen fragen Privatpersonen und Vereine an, ob der ehemalige Park nicht für Sommerfeste verfügbar ist, nachdem die Wasserschutzzone geändert wurde. Die denkmalgeschützte Anlage „Am Hammer“ gehört zu den bedeutendsten frühindustriellen Ansiedlungen dieser Art. Der vorhandene Gebäudebestand stammt im Wesentlichen aus der Wiederaufbauzeit nach dem 2. Markgrafenkrieg 1554. Das ehemalige Gasthaus und das Herrenhaus wurden im 2. Weltkrieg stark zerstört, die vorhandenen Ruinen sind gesichert.

Bis auf zwei Gebäude (Christoph-Carl-Platz 2 und 4) sind alle Liegenschaften im Eigentum der N-ERGIE. Derzeit werden vom Eigentümer Möglichkeiten für eine Gesamtentwicklung des Betriebsgutes geprüft. Die Untere Denkmalschutzbehörde wird von Beginn an in potentielle Planungen einbezogen, deren Belange sollen berücksichtigt werden.

In der Vergangenheit haben bereits mehrere Gespräche zwischen dem Bayer. Landesamt für Denkmalpflege, der Unteren Denkmalschutzbehörde und der N-ERGIE über eine mögliche Nutzung stattgefunden. Die Grünflächen hinter dem ehemaligen Herrenhaus und Wirtshaus sind Eigentum der N-ERGIE und mit einer Einfriedung abgeschlossen. Der dahinterliegende Fußweg kann derzeit öffentlich genutzt werden. Die zukünftige Nutzung des Parks wird im Rahmen der Gesamtentwicklung geprüft.

Die Erweiterung des vom Vorstadtverein eingerichteten Museums bedarf konkreter Gespräche zwischen Vertretern des Vorstadtvereins und mit dem Eigentümer. Das leerstehende Gebäude Am Hammerwerk 9 ist ebenfalls im Eigentum der N-ERGIE. Diese Immobilie wird in die Gesamtentwicklung des Betriebsgutes mit einbezogen.

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Ehemaliges Milchhofareal
(aus dem Stadtplanungsausschuss vom 17.01.2008)


Über den Antrag auf Vorbescheid vom 17.08.2007 zur Neuerrichtung der Mercedes-Benz-Niederlassung an der Kressengartenstraße wurde dem Stadtplanungsausschuss am 11.10.2007 berichtet.

In dem Bericht wurde dargelegt, dass

der Neubau, die Errichtung eines Showrooms mit angegliedertem Büro und einem Servicebetrieb, der sich in Fahrzeugaufbereitung, Teilelager und Werkstatt sowie den zugehörigen Büros und Sozialräumen aufgliedert, beinhaltet;

die Erschließung über einen Vollanschluss an der Kressengartenstraße erfolgen soll und der Beschluss hierfür für die AfV-Sitzung am 30.01.2008 geplant ist. Der Abschluss eines entsprechenden Erschließungsvertrages ist Voraussetzung für die Erteilung eines Bescheides zum Vorhaben Mercedes-Benz;

• die grünordnerischen Belange zu dem Vorhaben im Rahmen des bauordnungsrechtlichen Verfahrens geregelt werden und es vor Erteilung des Bescheids erforderlich ist, die grünordnerischen Belange zu erörtern, auszuformen und über vertragliche Festlegungen mit Mercedes-Benz sicherzustellen. Weiterhin ist zur ausreichenden Berücksichtigung der Belange des Orts- und Landschaftsbildes eine vertiefende Gesamtbetrachtung erforderlich ggf. in Verbindung mit vertraglicher Vereinbarung zu Einzelmaßnahmen;

• das Vorhaben als Teil der Weiterentwicklung des Milchhofareals grundsätzlich den Zielen und Zwecken des Bebauungsplan-Verfahrens Nr. 4350, Gebiet zwischen Dürrenhofstraße, Kressengartenstraße und Tullnaustraße, entspricht (Ansiedlung arbeitsplatzintensiver Büro-, Verwaltungs- und Dienstleistungsbetriebe) und nach § 34 Baugesetzbuch beurteilt werden kann.

 

Der Antrag auf Vorbescheid wurde am 26.11.2007 mit o.g. Inhalten und Auflagen positiv beschieden.

Zur Grünordnung wurde in dem Bescheid ausgeführt:

Die Beseitigung der Bäume mit den Nummern 4-10, 12, 13, 16-25, 30, 31, 35, 37, 40-42 der Baumbestandsaufnahme und Bewertung vom 12.09.2007 von Kaiser + Juritza, Landschaftsarchitekten, und die 2 Stück noch nicht erfassten geschützten Bäume im südöstlichen Böschungsbereich wird zum Bauantrag in Aussicht gestellt (bei Vorlage der Baubeginnsanzeige bei der Bauordnungsbehörde).

Eine vorzeitige Beseitigung des geschützten Baumbestandes ohne Genehmigung der Unteren Naturschutzbehörde ist gemäß der Baumschutzverordnung der Stadt Nürnberg unzulässig.

Die endgültige Anzahl, Art und Pflanzqualität der erforderlichen Pflanzungen wird im Rahmen des zukünftigen Bauantrages abschließend geklärt.

In der Referentenbesprechung am 18.10.2007 wurde bestimmt, dass für 20 Bäume Ersatzpflanzungen am Wöhrder See durchgeführt werden müssen. Es kann davon ausgegangen werden, dass die Stadt die erforderlichen Ablösesummen für die entsprechenden Ersatzpflanzungen im Bereich Wöhrder See verwendet. Zusätzlich wird Mercedes 10 Bäume auf freiwilliger Basis als Ausgleich pflanzen. 60 Bäume sollen auf dem Grundstück untergebracht werden.

Das Vorhaben wurde in der Sitzung des Baukunstbeirates vom 05.12.2007 behandelt. Der BKB sah sich jedoch aufbauend auf den aktuell vorliegenden Konzepten außer Stande, eine abschließende Stellungnahme abzugeben (siehe Beilage). Die Anregungen aus dem Baukunstbeirat sollen sowohl in einem städtebaulichen Rahmenplan als auch in einem künftigen Bauantrag weitestgehend berücksichtigt werden.

Verbleibendes Areal, Gebiet zwischen Dürrenhofstraße, Kressengartenstraße und Tullnaustraße, Bebauungsplan-Verfahren Nr. 4350.

Es wurde bereits im Jahr 1995 das Bebauungsplan-Verfahren Nr. 4350, Gebiet zwischen Dürrenhofstraße, Kressengartenstraße und Tullnaustraße, eingeleitet. Aufgrund fehlender realisierungsfähiger Projekte wurde das Bebauungsplan-Verfahren bisher nicht weitergeführt.

Es liegt derzeit zum Sachstand dieser Vorlage der städtebauliche Masterplan, der Rahmenplan Grünvernetzung und das schriftliche Konzept der Firma DIBAG, München, vor:

In dem städtebaulichen Masterplan werden, neben dem Neubau der Mercedes Benz Niederlassung im Zentrum des Gebiets, zwei Büro- und Dienstleistungsquartiere im westlichen Bereich mit ca. 16.000 qm Bruttogeschossfläche (BGF), mit zwei XIV-geschossigen Bürotürmen und einer Einheit kleinflächiger Einzelhandel und im östlichen Bereich Fachhochschule, mit ca. 18.800 qm BGF, zusätzlich Hörsaalgebäude mit 2.100 qm und ein weiteres Büro- und Dienstleistungsquartier mit einem XIV-geschossigen Büroturm und einem Parkhaus mit ca. 14.400 qm BGF, dargestellt.

Der Rahmenplan Grünvernetzung stellt räumlich schematisch, im Hinblick auf das Naherholungsgebiet Wöhrder See, die Nachbarschaft zur Tullnau und die Verbindung zum Goldbachtal, das Ziel der Vernetzung des öffentlichen Grüns mit dem im Gebiet geplanten Grün dar.

Das schriftliche Konzept enthält, neben Beschreibungen des Gebiets und seiner Umgebung, Aussagen zum erstrebten Strukturwandel, zur städtebaulichen Planung und zu den Wünschen der DIBAG:

Bei vollständiger Realisierung des Konzepts soll das Gebiet ca. 1.330 Arbeitsplätze beherbergen. Das Investitionsvolumen wird auf ca. 100 Mio. € geschätzt.

Prägende Elemente der städtebaulichen Planung sollen die neue Mercedes Benz Niederlassung und drei XIV- geschossige Bürotürme sein.

Begehrt werden ferner Baugenehmigungen auf der Grundlage der städtebaulichen Beurteilung nach § 34 BauGB.

Die DIBAG erklärt sich bereit einen Vertrag zur Sicherung der Erschließung Kressengartenstraße mit einem Vollknoten abzuschließen.

Die DIBAG begehrt den Erwerb öffentlicher Verkehrsflächen im Bereich der Tullnaustraße zur Umsetzung des städtebaulichen Konzepts.

 

Fazit und weiteres Vorgehen

Der städtebauliche Rahmenplan ist in Abstimmung mit dem Investor hinsichtlich Anordnung und Ausformung der Bebauung sowie Freiflächengestaltung weiterzuentwickeln: Schwerpunkte bilden die Ausarbeitung eines tragfähigen Gesamtkonzeptes für das Milchhofareal unter Einbeziehung sowohl gewerblich geprägter Nutzungen (insbesondere Vorhaben Mercedes-Benz) als auch dienstleistungsorientierter Nutzungen bzw. Nutzungen aus dem Bildungsbereich. Mit der bestehenden Wohnbebauung an der Dürrenhofstraße und an der Tullnaustraße ist sensibel zu verfahren. Zur Sicherung der Planungsziele sind vertragliche Vereinbarungen zu treffen.

Im westlichen Teil kann grundsätzlich der Weg planungsrechtlicher Beurteilungen der Bebaubarkeit des Gebiets nach § 34 BauGB beschritten werden. Mit dem bereits eingeleiteten und bei Bedarf unverzüglich weiterzuführenden Bebauungsplan-Verfahren Nr. 4350, Milchhofareal kann, insbesondere im östlichen Teil, der eine längere Entwicklungsdauer hat, grundsätzlich Einfluss auf die Qualität der Planung genommen werden. Die Verwaltung ist in Gesprächen mit der Fa. Dibag AG. Der Auftrag für eine qualifizierte Freiraumplanung wurde an die Werkgemeinschaft Freiraum vergeben. Im Rahmen einer erforderlichen erneuten Beschlussfassung kann auf die aktuelle Fassung des Baugesetzbuches umgestellt werden und eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung durchgeführt werden. Ferner kann der erforderliche Geltungsbereich des Bebauungsplanes angepasst werden.

Über die weiteren Konkretisierungsschritte der Planung von Einzelvorhaben für das Milchhofareal durch die Fa. DIBAG und möglichen Nachfolgeinvestoren soll – unter Beachtung eines städtebaulichen Gesamtkonzeptes - fortlaufend dem Stadtrat berichtet werden um jederzeit zu gewährleisten, dass im Rahmen möglicher Einzelvorhaben die städtebaulichen und grünordnerischen Belange gewahrt bleiben. Darüber hinaus soll die Öffentlichkeit über die Weiterentwicklung des Milchhof-areals im Rahmen einer Informationsveranstaltung informiert werden.

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Kirchenmusik in Mögeldorf

 

Kirchenmusik hat in unserem Stadtteil eine gute Tradition. Begründet wurde Sie in den siebziger Jahren vom Kollegen KMD Eckart Graßer. Seit Herbst 2006 stehe ich als Kantor und Organist in dieser Verantwortung.

Grundlage der Arbeit sind die verschiedenen Chöre:

An erster Stelle ist hier die Mögeldorfer Kantorei zu nennen. Sie tritt regelmäßig mit Oratorienaufführungen und anspruchsvollen A-cappella-Programmen in Gottesdienst und Konzert an die Öffentlichkeit und hat sich einen guten Ruf über den Stadtteil hinaus erworben.

Unser Gottesdienst ist reich an musikalischen Elementen, die gestaltet sein wollen. Diesen Dingen widmet sich der Liturgische Chor. Hierbei bildet das Einsingen und Einfinden in die deutsche Gregorianik einen Schwerpunkt. Die Tiefe dieser Musik erschließt sich durch die regelmäßige Praxis und ist eng mit dem Verlauf des Kirchenjahres verbunden.

Seit dem vergangenen Schuljahr besteht an der Theodor-Billroth-Schule eine Chorklasse aus Schülern der vierten Jahrgangsstufe. Einmal in der Woche vormittags treffen sich Jungen und Mädchen auf freiwilliger Basis zu einer Chorstunde. Die Kinder lernen den Umgang mit ihrer Stimme und werden auf Auftritte bei Schulfeiern und Gottesdiensten vorbereitet. Höhepunkte im letzten Jahr waren das Singen in der Christvesper und die Aufführung der Kantate „Max und Moritz“ anlässlich des Gemeindefestes. Aus meiner Sicht ist die Chorklasse ein nachahmenswertes Beispiel für eine erfreuliche Zusammenarbeit von Kirche und Schule.

Aus der Arbeit mit der Chorklasse ist die Kinderkantorei entstanden. Sie steht Kindern ab neun Jahren offen. Ein Ziel ist die intensive stimmliche Förderung und die Entwicklung der musikalischen Anlagen der Kinder. So werden sie auf die Übernahme anspruchsvollerer Aufgaben, wie z. B. Solistenrollen, vorbereitet. Damit einher geht das Kennenlernen der gottesdienstlichen Praxis.

Das kirchenmusikalische Jahresprogramm steht in diesem Jahr im Zeichen des zehnten „Geburtstages“ unserer Orgel. Sie wurde im Jahr 1998 von der Firma Eule aus Bautzen gebaut und ist ein qualitativ hochwertiges Instrument. Aus diesem Anlass wird es mehrere besondere Konzerte geben. Ein weiterer Höhepunkt des Jahres wird die Aufführung des bekannten Oratoriums „Der Messias“ von Georg Friedrich Händel am 31. Mai werden. Interessierte Sängerinnen und Sänger sind zum projektweisen Mitsingen herzlich eingeladen.

Ein umfangreiches kirchenmusikalisches Angebot benötigt erhebliche finanzielle Mittel. Hier leistet der Förderverein einen wichtigen Beitrag. Bitte unterstützen Sie uns, indem Sie oder Ihre Firma den Verein bei Ihren Spenden berücksichtigen oder eine Mitgliedschaft eingehen.

Für einen vollständigen Überblick über das Jahresprogramm und Informationen über den Förderverein sei Ihnen das Heft „Musik in Mögeldorf 2008“ empfohlen, das in der Kirche aufliegt.                                                 Andreas Schmidt

Die Probenzeiten der Chöre:

Kantorei:                   mittwochs, 19.30 – 22.00 Uhr im Haus der Gemeinde (Dr.-Gustav-Heinemann-Str. 55)

Liturgischer Chor:     mittwochs, 18.30 – 19.15 Uhr im Haus der Gemeinde

Kinderkantorei:         freitags, 17.00 – 18.00 Uhr in der „Oase“ (Ziegenstr. 33)

Alle Chöre freuen sich über Neuzugänge.

Nähere Informationen bei Kantor Andreas Schmidt, Tel. 50 64 830.

 

Einladung zum Mitsingen!

Sonntag, 6.4.  10 Uhr Gottesdienst in St. Nikolaus und Ulrich

J. S. Bach: „Du Hirte Israel, höre“ (BWV 104)
Solisten, Mögeldorfer Kantorei,
Kirchenchor der Auferstehungskirche Zerzabelshof,
Mögeldorfer Kammermusikkreis  ·  Leitung: Andreas Schmidt
Pfarrer Kuno Hauck, Liturgie und Predigt
Gäste sind zum Mitsingen dieser herrlichen Kantate herzlich eingeladen.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Kantor auf.(Ruf 50 64 830)
Proben:           Mittwoch, 19. März, 2. April, jeweils 19.30 Uhr im Haus der Gemeinde
            Samstag, 5. April, 10.00 Uhr in der Kirche

 

Samstag, 31.5., 19.30 Uhr

G. F. Händel: „Der Messias“
Oratorium für Chor, Soli und Orchester
Andrea Wurzer - Sopran  ·  Renate Kaschmieder - Alt
Hubert Nettinger – Tenor  ·  Markus Simon - Bass
Mögeldorfer Kantorei
Neue Nürnberger Ratsmusik auf historischen Instrumenten
Leitung: Andreas Schmidt
 Interessierte Sängerinnen und Sänger sind eingeladen,
für den „Messias“ projektweise in der Mögeldorfer Kantorei mitzusingen.
Die Proben beginnen am 9. Januar 2008.
Bitte nehmen Sie Kontakt mit dem Kantor auf. (Ruf 50 64 830)

 

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L i e b e n s w e r t e s   M ö g e l d o r f

Schilfstraße




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Glühwein und Sterne für den guten Zweck

Am 7. und 8. Dezember fand schon traditionell der 4. Weihnachtsmarkt der Sankt Ulrich Apotheke statt. Das Regenwetter konnte der Weihnachtsstimmung nichts anhaben. Unser Nikolaus, der jonglierte und aus Luftballons lustige Tiere zauberte, verzückte kleine und große Besucher und ließ den Regen vergessen. Gut gelaunt verkaufte das Team der Apotheke - zusammen mit prominenter Unterstützung von Radio F – unter großen Sonnenschirmen unermüdlich Glühwein und Kinderpunsch für den guten Zweck.

In diesem Jahr ging der Erlös des Weihnachtsmarktes an das Humanistische Haus für Kinder. Als vorgezogenes Weihnachtsgeschenk übergab Dr. Werner Vogelhuber einen Scheck in Höhe von 150 Euro an die Leiterin der Kindertagesstätte Sabine Wietz. Da die Spracherziehung bei Kindergartenkindern nach wie vor ein wichtiges Thema für die Vorbereitung auf die Schule ist, sollen mit dem Geld viele neue Bücher angeschafft werden. Das neu geschaffene Märchenzelt bietet dann genau den richtigen Rahmen für vergnügliche Vorlesestunden.

Das erste Mal in diesem Jahr haben wir in der Vorweihnachtszeit die Aktion „Sterne basteln“ ins Leben gerufen. Die Kindergärten in Mögeldorf bastelten mit ihren Kindern eifrig Sterne und gaben sie am 1. Tag des Weihnachtsmarktes bei unserem Nikolaus ab. Der bedankte sich bei jedem Kind mit einer süßen Überraschung und einem Becher leckeren Kinderpunsch. Für jeden abgegebenen Stern erhielt der Kindergarten eine Spende der Sankt Ulrich Apotheke in Höhe von 50 Cent. Zu bestaunen waren die Kunstwerke der Kinder des katholischen Kindergartens St. Karl Borromäus, des evangelischen Kindergartens Mögeldorf, des AWO-Kindergartens, der Noris Zwerge sowie der Kindertagesstätte Humanistisches Haus für Kinder. Während der gesamten Weihnachtszeit glitzerten in der Apotheke 342 bunte Sterne an der Decke. Ein Anblick, den man nicht alle Tage zu sehen bekommt. Noch mal ein herzliches Dankeschön, an alle fleißigen Kinder für ihre wunderschönen Kunstwerke.

Aufgrund des großen Erfolges wird die Sankt Ulrich Apotheke mit Sicherheit auch im nächsten Jahr - in den neuen Räumlichkeiten im Mögeldorfer Ärztezentrum - wieder einen Weihnachtsmarkt sowie die Aktion „Sterne basteln“ veranstalten.

 

Staunende Kinderaugen – der Niko-laus ist da! 

Sabine Wietz und Dr. Werner Vogel-huber bei der Scheck-übergabe im Humanistischen Haus für Kinder

v.l.: Frau Büttner (Noris Zwerge), Frau Sattler (Evang.
Kindergarten), Frau Coppolecchia (Kath. Kindergarten St. Karl Borromäus), Dr. Werner Vogelhuber (Sankt Ulrich Apotheke) und Frau Wietz (Humanistisches Haus für Kinder) bei der Spenden-übergabe anlässlich der Sternaktion. (Es fehlt Frau Blitzner vom AWO Kindergarten.)

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TIERGARTEN NEWS

 

Neues auch bei den Elefanten

Parallel zu den Bemühungen um die Aufzucht der Eisbären liefen im Nürnberger Tiergarten die Gespräche und Verhandlungen rund um die Elefantendame Yvonne weiter. Die Dickhäuter gehören für die Nürnberger zum Tiergarten wie die Löwenköpfe zum Eingang. Die Haltung von Elefanten sollte daher am Schmausenbuck Zukunft haben. Die Tiergartenleitung stellte nun Überlegungen zur Weiterentwicklung der Elefantenhaltung an, die auch die Zukunft unserer Elefantendame ‚Yvonne‘ sowie der Nashörner und Tapire einbezieht. Mit dieser langfristig angelegten Strategie stellt sich der Tiergarten der selbst gewählten Verpflichtung, Lebensraumkonzepte umzusetzen und über die Tiere als Botschafter auch deren Lebensbedingungen und ihre Bedrohung in den Ursprungsländern anschaulich zu kommunizieren.

Den derzeitigen Stand der Gespräche faßte Tiergartendirektor Dr. Dag Encke so zusammen:

• Ein alleinstehendes zuchtunfähiges Weibchen, das Nürnberg als Partnerin für Yvonne dienen könnte, steht zur Zeit nicht zur Verfügung.

Im Zoo Rostock leben zur Zeit zwei weibliche afrikanische Elefanten, von denen eine sich mit 15 Jahren im besten Alter für eine Zuchtgruppe befindet. Die zweite Kuh ist vom Jahrgang 1962 und damit in einer ähnlichen Situation wie Yvonne (1967).

• Im Einvernehmen haben sich die Zoos von Nürnberg und Rostock an das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) in Wien gewandt mit folgendem Vorschlag: Der Zoo Rostock stellt dem EEP die junge zuchtfähige Kuh zur Verfügung, sobald er eine neue Partnerin für seine alte Kuh findet. Diese neue Partnerin könnte Yvonne werden, wenn die Elefantenpfleger des Zoos in Rostock zu dem Schluss kommen, dass sie mit diesem Tier gefahrlos arbeiten können.

• Das EEP unterstützt diesen Lösungsansatz und wird Nürnberg helfen, zwei neue Elefanten zu finden, sobald die Nürnberger Haltung auf ein Management des sogenannten „protected contact“ umgestellt hat. („Protected contact“ bedeutet, dass die Pfleger nicht mehr im direkten Kontakt, also ungeschützt, mit den Elefanten arbeiten, sondern durch ein Gitter geschützt sind).

In Nürnberg werden nun die Elefantenpfleger aus Rostock jeweils für mehrere Wochen mit Yvonne arbeiten, um sich ein Bild von dem Tier machen zu können.

• Nach dieser mehrwöchigen Phase werden die nächsten Entscheidungsschritte folgen.

• Für den Fall, dass Yvonne nach Rostock geht, gibt es für Nürnberg zwei Möglichkeiten, die Elefantenhaltung in Nürnberg für die nächsten Jahre sicherzustellen:

   1) Nürnberg übernimmt zwei Jungbullen im Alter von 4-5 Jahren, die hier einige Jahre (3- 5) in Nürnberg leben - bis kurz vor der Geschlechtsreife.

   2) Nürnberg übernimmt zwei sogenannte „Flatliner“-Kühe (Tiere ohne Zyklus), die einige Jahre bei uns bleiben, bis sie wieder in eine bestehende Herde übernommen werden können.

   Die verschiedenen Alternativen werden dem Kulturausschuss vor einer endgültigen Entscheidung zur Begutachtung vorgelegt werden.

• Beide Wege erfordern folgende Voraussetzungen: Der Umgang mit Elefanten muss in Nürnberg auf sogenannten „protected contact“ umgestellt werden.

Es wird parallel zu dieser zeitlich begrenzten Lösung ein umfassendes Konzept für den Nürnberger Tiergarten erstellt, in dem eine langfristige Lösung für Elefanten, Panzernashörner und Schabrackentapire formuliert wird und das wiederum dem Kulturausschuss und Stadtrat zur Begutachtung bzw. Entscheidung vorgelegt wird. Dieser  von Dag Encke vorgestellte Weg knüpft nahtlos an das von den Tiergartenverantwortlichen verfolgte Drei-Säulen-Konzept von artgerechter Haltung, umfassender Kommunikation und umfänglicher Wissensvermittlung an und ist sicherlich ein weiterer Baustein in der Ausrichtung des Nürnberger Tiergartens.                              

 Ulrike Hölldobler-Schäfer

 

„Flocke ist da“: Nachwuchs bei den Eisbären  im Tiergarten am Schmausenbuck

Flockes neue Kinderstube (Foto: Ralf Schedlbauer)Sie bekommt zwar von dem ganzen Rummel, der um sie herum passiert, noch gar nichts mit, doch ist sie nicht nur am Schmausenbuck und in der Stadt, sondern deutschlandweit und darüber hinaus bekannt: „Flocke“, das kleine Eisbärenbaby, das nun auch einen Namen hat, und von einem Team erfahrener Tierpfleger bestens betreut und umsorgt wird.  Dazu ist sie putzmunter, schläft, trinkt und gedeiht prächtig. Nach den dramatischen Ereignissen um die beiden Eisbärenmütter Vilma und Vera und ihren Nachwuchs sind dies gute Nachrichten und wenn alles gut geht, wird „Flocke“ Ende März/Anfang April auch für die Öffentlichkeit im Nürnberger Tiergarten zu sehen sein.

Ab Neujahr hatten sich die Ereignisse um Vera, Vilma und ihre Jungen überschlagen: obwohl man davon ausgehen konnte, daß Nachwuchs in den Wurfhöhlen war, ließ man die Tiere absolut in Ruhe. Nachdem aber beobachtet wurde, daß Vera sich – völlig atypisch- häufig aus der Wurfhöhle bewegte, von Vilma jedoch Schmatzen und Rufen zu hören war, war man seitens der Tiergartenleitung bei Vilma wesentlich optimistischer als bei Vera. Dann hatte sich Vilma zum ersten Mal seit der Geburt von vermutlich zwei Jungtieren akustisch bemerkbar gemacht. Sie kratzte mit ihren Tatzen am Schieber der Box. Die Verantwortlichen des Tiergartens entschieden sofort, dass durch einen vertrauten Tierpfleger der Innenstall kontrolliert werden sollte. „Die erste Kontrolle war für das Ende der Woche vorgesehen, wenn die 6 Wochen-Frist verstrichen wäre. Normalerweise wird frühestens nach 6 Wochen kontrolliert und gefüttert, aber auch dann nur, wenn das Muttertier sich unruhig zeigt. Wenn möglich wartet man sogar 8 Wochen. Dies ist die aktuelle Empfehlung des Europäischen Erhaltungs-Zuchtprogramms“, erklärte Tiergartenchef Dr. Dag Encke. Der  Tierpfleger konnte dann keine Jungen mehr entdecken, Vilma hatte ihre Jungen offensichtlich aufgefressen. „Wir gehen davon aus, dass Vilma ihre Jungen bis zuletzt vorbildlich versorgt hat. Vermutlich ist eine Erkrankung der Jungtiere Ursache für ihren Tod. Raubtiere sind bekannt dafür, dass sie ihren Nachwuchs auffressen, wenn die Jungtiere nicht in Ordnung sind“, so der Direktor des Tiergartens.

Nun konzentrierten sich alle Hoffnungen auf gesunden Nachwuchs bei Vera: denn das Junge der Eisbärendame wurde von einem Besucher am Höhleneingang gesehen und sogar fotografiert und war demnach bei bester Gesundheit. Doch kurz darauf zeigte sich Vera plötzlich ungewöhnlich nervös und irritiert, trug das Kleine außerhalb der Höhle hin und her, wobei es ihr dabei mehrmals auf den Boden des Geheges fiel. So bestand aufgrund dieses verstörten und hektischen Verhaltens der Mutter unmittelbar Handlungsbedarf. Als das Eisbärbaby wieder im Stall war, konnten die Pfleger die Mutter abtrennen. Nach einer kurzen internen Absprache entschied man aufgrund des hohen Risikos, dass das Jungtier bei der komplett veränderten Verhaltensweise der Mutter zu Tode kommt, das Jungtier von Hand aufzuziehen. Die Pfleger, die das Junge sofort versorgten, sind äußerst erfahren, arbeiten schon lange im Tiergarten und haben bereits früher Bären von Hand aufgezogen. Auch nahm man Kontakt mit dem Berliner Zoo auf, wo vor knapp einem Jahr „Knut“ von Hand aufgezogen wurde. „Die Berliner Erfahrungen werden in die Aufzucht des Nürnberger Babys einfließen. Außerdem wollen wir versuchen, einen weiteren kleinen Bären nach Nürnberg zu holen, damit das Baby nicht alleine aufwächst,“ so der stv. Tiergartendirektor Dr. Helmut Mägdefrau.

„Da die meisten Erstgeburten bei Eisbären Einzelkinder sind, vermisst es anfänglich noch keinen Spielkameraden. Generell sind Eisbären wenig soziale Tiere. Männchen und Weibchen kommen nur zum Decken zusammen. Die sozialen Kontakte untereinander beschränken sich weitgehend auf das Zusammensein von Jungtieren mit der Mutter.“

Die – wie sich später erst herausstellen sollte – kleine (Eisbären)dame war von Anfang an in einer tiermedizinisch sehr guten Verfassung, wie Tierarzt Dr. Bernd Neurohr nach einer ersten Untersuchung bestätigen konnte. „Der Zustand des Jungtieres zeigt, daß die Entscheidung während des positiven Verhaltens der letzten 4 Wochen richtig war, die Mutter das Jungtier selbst aufziehen zu lassen. Diese Zeit barg natürlich Risiken, aber diese 4 Wochen waren sowohl für die Entwicklung des Jungtieres von großer Bedeutung, ebenso für das Sammeln wichtiger Erfahrungen für die erstgebärende Mutter Vera,“ unterstrich Dr. Encke in einem der vielen Pressetermine am Tiergarten und im Rathaus. Denn schnell war die Nachricht vom Bärenmädchen in Nürnberg über die Ticker gelaufen und weckte das Interesse der Medien so sehr, daß Pressekonferenzen teilweise im großen Sitzungssaal des Rathauses stattfinden mußten.

Davon bekam aber die Hauptfigur- umsorgt von den Tierpflegern, dauerüberwacht per Babyphon und meist schlafend- überhaupt nichts mit. Pfleger Harald Maußner: „Ich lerne jeden Tag etwas dazu, sie schreit laut, deutlich und kräftig, wenn sie Hunger hat. Ihr Zustand ist sehr gut und sie entwickelt sich sehr gut.“

Harald Maußner war es dann auch, der im Umgang mit  dem Baby den Namen „Flocke“ zuerst aufbrachte. Nachdem die Stadt zu Vorschlägen von Namen aufgerufen hatte, gingen über 50. 000 Einsendungen aus Deutschland , Europa, ja sogar aus Japan und USA per mail und Post ein. Zur Entscheidung trat dann als „Namensfindungskommission“ eine Jury aus Vertretern der Stadtspitze des Stadtrates und des Tiergartens zusammen und entschied sich einstimmig für „Flocke“, ein Name der in Nürnberg sehr häufig genannt wurde. Dr. Dag Encke bekräftigte, daß „Flocke“ auch eine Verbindung zu Schnee, Arktis und den klimatisch veränderten Lebensräumen für die Eisbären assoziiere, so daß von diesem Namen auch eine Botschaft über die Folgen des Klimawandels für die Tiere ausgehe. Für die finanzielle Vermarktung  ließ die Stadt „Eisbär Flocke“ markenrechtlich schützen und sicherte sich die Rechte für bestimmte Produktgruppen wie T-Shirts, Plüschtiere, u.s.w.. , die Einnahmen sollen dann dem Tiergarten zu Gute kommen.

Eine Arbeitsgruppe bei der Stadtverwaltung ist indes mit der Planung für die Zeit in etwa acht Wochen befaßt, wenn nämlich Flocke- so alles gut geht-  ins Freigehege kommt und sich zum Publikumsmagneten entwickelt. Die vom ZDF im letzten Jahr gedrehte und nun vorverlegte Staffel der „Nürnberger Schnauzen“ wird ebenfalls sehr dazu beitragen, Tierfreunde für einen Besuch des Tiergartens zu begeistern. So müssen zusätzliche Kassen eingerichtet, Toiletten geschaffen und der Verkehr geregelt werden; denn schon bei „normalen Besucherspitzen“ im Tiergarten reichten bislang die vorhandenen Parkflächen manchmal nicht aus, in den Wohngebieten wurde geparkt oder es kam zu Verkehrsbehinderungen auf den Zufahrtstraßen zum Tiergarten. Das Bärenjunge Flocke hat`s derweil gut, sie kann den ganzen Trubel um sich ganz einfach verschlafen.

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